Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theorie der Medien
2.1. Die Medien in der Demokratietheorie
2.1.1. Die Duplizität der Öffentlichkeit
2.1.2. Die Kontrolle der Macht
2.2. Die Rolle der Medien
2.2.1. Die Medien als Medium
2.2.2 Die Medien als Akteur
2.2.3. Das Agenda-Setting-Model
2.3. Journalismus – Das Handwerk des Newsmakers
2.3.1. Nachrichtenjournalismus
2.3.2. Investigative Reporting
2.4. Der politische Skandal
3. Fallstudien
3.1. Watergate
3.1.1. Prolog
3.1.2. Der Skandal
3.1.3. Epilog
3.2. Die Iran-Contra-Affäre
3.2.1. Prolog
3.2.2. Der Skandal
3.2.3. Epilog
4. Abschließende Betrachtung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel von Politik, Medien und Gesellschaft im Kontext der Machtkontrolle in Demokratien. Zentrales Ziel ist es, die Rolle der Medien bei der Aufdeckung von Machtmissbrauch sowie deren Funktion innerhalb der politischen Agenda-Setzung zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf einem Vergleich der Skandale Watergate und Iran-Contra liegt.
3.1.1.1. Nixon und die Medien
„From the first day of the new [Nixon] administration it was clear that there would be no peace between the staff of President Nixon and the Washington based news media.”126
Nixons Beziehung zur Presse ging über eine lediglich schlechte Beziehung weit hinaus. Seine gesamte Karriere entlang bezog er eine regelrecht feindschaftliche Position ihr gegenüber.127 Seit seinen Wahlniederlagen 1960 und 1962 machte Nixon die liberale ihm feindlich gesinnte Presse für seine politischen Misserfolge verantwortlich. Entsprechend verfuhr Nixon bereits kurz nach seinem Amtsantritt: Sein Ziel war es nicht, eine ausgeglichene gegenseitige Beziehung zur Presse aufzubauen, sondern sie gezielt zu manipulieren und zu attackieren.128
„Richard Nixon closed the era of routine personal encounters between presidents and their reporting entourage.“ 129 Mit seinem Berater Halderman hatte er eine Drei-Schritte-Strategie verfolgt: Erstens sollte die Washingtoner Presse umgangen werden, indem man sich mittels des Mediums Fernsehen direkt an die Bevölkerung wand‘ und so unliebsame Pressekommentare aus dem Weg räumte und direkt die Wähler beeinflusste; Zweitens sollte die Washingtoner Presse allgemein gemieden, Pressekonferenzen eingeschränkt und kritische Journalisten ausspioniert werden; Drittens sollten mittels verbaler Attacken und Kritik an den Medien diese in die Defensive gedrängt werden.130
1. Einleitung: Einführung in das Spannungsfeld von Macht, Korruption und demokratischer Kontrolle mit Fokus auf der Rolle der Massenmedien.
2. Theorie der Medien: Theoretische Untersuchung der Medienrollen, der Funktionen in der Demokratie sowie der Mechanismen des Agenda-Settings.
3. Fallstudien: Detaillierte empirische Analyse und Vergleich der Watergate-Affäre sowie der Iran-Contra-Affäre als Beispiele für exekutiven Machtmissbrauch.
4. Abschließende Betrachtung: Synthese der Erkenntnisse aus den Fallstudien und Bewertung des Einflusses der Medienberichterstattung auf den Ausgang politischer Skandale.
5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der ambivalenten Rolle der Medien zwischen passiver Informationsvermittlung und aktivem, machtkontrollierendem Akteur.
Politik, Medien, Gesellschaft, Machtkontrolle, Demokratie, Agenda-Setting, Investigative Reporting, Journalismus, Watergate-Skandal, Iran-Contra-Affäre, Machtmissbrauch, Öffentlichkeit, Pressefreiheit, politische Skandale, Administration.
Die Arbeit untersucht das Dreieck von Politik, Medien und Gesellschaft, wobei der Fokus auf der Rolle der Medien bei der Kontrolle politischer Macht und dem Umgang mit Machtmissbrauch in den USA liegt.
Die zentralen Themen sind demokratietheoretische Grundlagen, die Funktionen der Medien, Journalismusstile wie das Investigative Reporting sowie die Analyse politischer Skandale.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wo im Gefüge von Politik, Medien und Gesellschaft eine effektive Machtkontrolle verankert ist und welche Rolle die Medien dabei spielen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die durch einen komparativen Ansatz zweier Fallstudien (Watergate und Iran-Contra) ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Rolle der Medien und eine detaillierte Fallstudienanalyse, die Kontext, Verlauf und Epilog der beiden Skandale beleuchtet.
Wichtige Begriffe sind Machtkontrolle, Agenda-Setting, Investigative Reporting, politischer Skandal, Pressefreiheit und der Vergleich von Regierungsverfehlungen.
Während bei Watergate die investigative Hartnäckigkeit zweier Journalisten zentral war, stießen Informationen im Iran-Contra-Fall auf ein bereits medienseitig vorbereitetes Interesse, wobei die Berichterstattung dort jedoch teilweise ambivalenter war.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Bezeichnung als „vierte Gewalt“ problematisch ist, da die Medien keine staatlichen Sanktionsbefugnisse besitzen; sie fungieren eher als proaktives „Frühwarnsystem“ oder Watchdog, der erst staatliche Institutionen zur Intervention veranlasst.
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