Diplomarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 2,0
1. Geschichtliche Hintergründe
1.1 Entstehung der Männergesangvereine
1.1.1 Der romantische Volksgeist
1.1.2 Namensgebung der Vereine
Concordia
Polyhymnia
Frohsinn
Liedertafel
1.2 Gesellschaftlicher Hintergrund
1.3 Das Vereinsleben
2. Repertoire und Singliteratur
2.1 Einleitung
2.1.1 Das Allgemeine Deutsche Kommersbuch
2.1.2 Die Polyhymnia-Ausgabe
2.2 Traditionelles Liedgut
2.2.1 Volks- und Kunstlieder
2.2.2 Trinklieder und Trinksprüche
2.2.3 Männerchor in der Oper
2.3 Moderne Literatur
2.3.1 Der Schlager
2.3.2 Die Qual der Wahl - Neue Arrangements
3. Die Praxis
3.1 Traditionelle Aufteilung der Stimmen
3.1.1 Ambitus der Männerstimmen
3.2 Probenarbeit
3.2.1 Stimmbildung im Männerchor
3.2.2 Einstudierung neuer Stücke
3.2.3 Musikalische Qualität
Atmen
Artikulation
Phrasierung
3.2.4 Der Satzgesang
Der vierstimmige Satz
Der dreistimmige Satz
3.2.5 Der Chorklang
Definition von Klang
Einsatz der Stimmregister
Chorgesang mit instrumentaler Begleitung
A-Cappella Chorgesang
3.2.6 Die Chorleitung
Die Stimmgabel
Chorleiterin oder Chorleiter?
Kommunikative und soziale Kompetenz
4. Probleme von heute - Hoffnung für morgen?
4.1 Fluktuation
4.1.1 Mangel an Nachwuchs
4.2 Nachwuchsförderung
4.2.1 Der "Felix" und andere Maßnahmen
4.3 Aufrechterhaltung der Männergesangvereine
4.3.1 Neuausrichtung des Repertoires
4.3.2 Gratwanderung zwischen Tradition und Neuerung
4.3.3 Auf zu neuen Ufern - Wege und Ziele
Die Diplomarbeit untersucht die aktuelle Situation, die kulturelle Bedeutung und die Zukunftsperspektiven von Männergesangvereinen im deutschsprachigen Raum, mit besonderem Fokus auf musikalisch-praktische Herausforderungen sowie Strategien zur Nachwuchsgewinnung.
Die Qual der Wahl - Neue Arrangements
Trotz sinkender Sängerzahlen und steigendem Altersdurchschnitt in den aktiven Männergesangvereinen finden sich unter den zahlreichen Notenverlagen immer wieder auch solche, die sich entweder rein auf Männerchorliteratur spezialisiert haben oder zumindest eine Verlagsreihe für derartige Arrangements führen. Dies erscheint im ersten Moment ein wenig paradox. Doch gerade jene Verlage tragen dazu bei, das begonnene Aussterben der Männergesangvereine aufzuhalten, indem sie zeitgemäße Lieder und Songs neu arrangieren und herausgeben. Auch das Publikum reagiert auf neue Stücke sehr positiv (wie ich bereits mehrfach erleben durfte). Die Publikumszufriedenheit spielt in meinen Augen eine wichtige Rolle hinsichtlich der Zukunft der Männerchöre. Je begeisterter das Publikum, desto zufriedener der Chor. Das Singen neuer Arrangements im Konzert bringt den großen Vorteil mit sich, die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen. Bestehen die Konzerte ausschließlich aus den alten Klassikern, die ohne Zweifel wunderschön sind, so wird aber auch das Publikum nach und älter. Sollte nicht gerade das Gegenteil dieses Prozesses Begehr der Männergesangvereine sein? Ich für meinen Teil empfinde es so. Denn je mehr Lieder, die das Konzertprogramm bilden, desto erfolgreicher die Acquise jüngerer Zuhörer.
1. Geschichtliche Hintergründe: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Männergesangvereine im 19. Jahrhundert, ihre kulturelle Verwurzelung im romantischen Volksgeist sowie die Bedeutung ihrer Vereinsnamen.
2. Repertoire und Singliteratur: Hier werden die verschiedenen Liedkategorien, vom traditionellen Volks- und Kunstlied über Trinklieder bis hin zu modernen Schlagern und Arrangements, analysiert.
3. Die Praxis: Der Fokus liegt auf der musikalischen Realisierung, inklusive Stimmaufteilung, Probenarbeit, Chorklang sowie den sozialen und fachlichen Anforderungen an eine effektive Chorleitung.
4. Probleme von heute - Hoffnung für morgen?: Das abschließende Kapitel widmet sich der existenziellen Problematik der Fluktuation und des Nachwuchsmangels und diskutiert konkrete Ansätze zur Zukunftsicherung.
Männerchor, Männergesangverein, Chorleitung, Stimmbildung, Volkslied, Probenarbeit, Vereinsleben, Nachwuchsförderung, Chorklang, Musikpädagogik, Repertoire, Gesangstechnik, Tradition, Arrangement, Chormusik.
Die Arbeit analysiert den Status quo, die künstlerischen Anforderungen und die Zukunftschancen von Männergesangvereinen in Deutschland.
Die Themen umfassen die historische Genese, das Repertoiremanagement, die musikpraktische Probenarbeit sowie soziologische Aspekte des Vereinslebens.
Das Ziel ist es, Lösungswege aufzuzeigen, wie die Tradition des Männerchorgesangs in einer sich wandelnden Gesellschaft aufrechterhalten und attraktiv gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus historischer Analyse, fachdidaktischen Überlegungen zur Stimmbildung und den persönlichen praktischen Erfahrungen des Autors als Chorleiter.
Im Hauptteil steht die musikalische Praxis: Von der Stimmbildung über die Einstudierung neuer Stücke bis hin zu Fragen der Artikulation und Phrasierung.
Kernbegriffe sind Männergesangverein, Probenarbeit, Chorklang, Nachwuchsförderung und das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.
Die Chorleitung fungiert laut Autor als zentrale Instanz für die musikalische Qualität, aber auch als wichtiger Vermittler von sozialer Kompetenz und Motivation.
Der Autor sieht moderne Arrangements als notwendiges Mittel, um das Interesse des Publikums zu wahren und neue, jüngere Sänger für den Männerchor zu gewinnen.
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