Fachbuch, 2011
57 Seiten
Vorwort
Die Frühbronzezeit in Deutschland
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Eine Leibwache im Jenseits
Die Singener Gruppe von etwa 2300/2200 bis 1800 v. Chr. und die Oberrhein-Hochrhein-Gruppe
Dieses Buch bietet eine fundierte Übersicht über die frühbronzezeitlichen Kulturen in Deutschland, mit besonderem Fokus auf die Singener Gruppe und die Oberrhein-Hochrhein-Gruppe. Der Autor beleuchtet die historische Einordnung, die anatomischen Befunde der Bevölkerung sowie die materiellen Hinterlassenschaften und Siedlungsstrukturen dieser Epoche.
Die Singener Gruppe und die Oberrhein-Hochrhein-Gruppe
Der Marburger Prähistoriker Friedrich Holste (1908–1942) gilt als der Erste, der herausfand, dass es in Süddeutschland außer den damals bekannten zwei frühbronzezeitlichen Kulturen noch eine dritte eigenständige Gruppe geben musste. Diesem guten Kenner der Bronzezeit waren Unterschiede zwischen den Grabfunden des nördlichen und südlichen Oberrheintals aufgefallen. Seine Erkenntnisse hierüber wurden 1942 publiziert – im selben Jahr also, in dem er im Krieg gefallen ist.
Holstes Vermutungen sind in den fünfziger Jahren durch die Entdeckung des großen frühbronzezeitlichen Gräberfeldes von Singen am Hohentwiel (Kreis Konstanz) eindrucksvoll bestätigt worden. Ausgehend von den dortigen Funden, hat 1954 der Stuttgarter Prähistoriker Siegfried Junghans den Begriff »Formenkreis Adlerberg-Singen« geprägt. Der Prähistoriker Edward Sangmeister aus Freiburg/Breisgau sprach ab 1960 von der »Gruppe Singen«, was später von anderen Autoren in »Singener Gruppe« abgewandelt wurde. Und der Freiburger Prähistoriker Christian Strahm benutzte 1987 den Begriff »Singener Kultur«.
Vorwort: Einleitende Informationen zum Thema des Buches sowie eine kurze Vorstellung des Autors und seiner bisherigen Werke.
Die Frühbronzezeit in Deutschland: Abhandlung über die chronologische Gliederung der Bronzezeit in Deutschland sowie die räumliche Verteilung der verschiedenen Kulturen.
Eine Leibwache im Jenseits: Detaillierte Analyse der Singener Gruppe und der Oberrhein-Hochrhein-Gruppe, ihrer Funde, Bestattungssitten und ihrer Einordnung in das frühbronzezeitliche Gefüge.
Frühbronzezeit, Singener Gruppe, Oberrhein-Hochrhein-Gruppe, Archäologie, Bronzezeit, Bestattungssitten, Gräberfeld, Kupferdolche, Siedlungsgeschichte, Süddeutschland, Prähistorik, Friedrich Holste, Rüdiger Krause, Metallurgie, Aunjetitzer Kultur
Das Buch beschäftigt sich mit den archäologischen Erkenntnissen zur Frühbronzezeit in Deutschland, wobei ein spezieller Schwerpunkt auf den süddeutschen Gruppen liegt.
Die zentralen Themen sind die chronologische Einteilung der Bronzezeit, spezifische Grabfunde, die soziale Struktur der damaligen Gesellschaft sowie der technologische Fortschritt in der Metallverarbeitung.
Ziel ist es, die Eigenständigkeit und Bedeutung der Singener Gruppe sowie der Oberrhein-Hochrhein-Gruppe innerhalb des frühbronzezeitlichen Kontextes wissenschaftlich zu erläutern.
Die Arbeit stützt sich auf eine archäologische Literaturanalyse, die Auswertung von Grabungsberichten und C14-Datierungen sowie die Einbeziehung anthropologischer Untersuchungsergebnisse.
Der Hauptteil widmet sich der Definition und historischen Einordnung der Singener Gruppe sowie der Analyse von Fundstücken aus den Gräbern von Singen am Hohentwiel und dem Vergleich zu anderen regionalen Fundorten.
Wichtige Begriffe sind Frühbronzezeit, Singener Gruppe, Gräberfeld, Bronzeobjekte, Bestattungskultur und archäologische Chronologie.
Friedrich Holste war ein Marburger Prähistoriker, der als Erster die Existenz einer dritten eigenständigen Gruppe in Süddeutschland während der Frühbronzezeit vermutete.
Unterschiede in der Beigabenausstattung der Gräber und Hinweise auf soziale Hierarchien deuten auf eine differenzierte soziale Struktur innerhalb der Singener Gesellschaft hin.
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