Magisterarbeit, 1999
158 Seiten, Note: sehr gut
EINLEITUNG
1. ÜBERBLICK ÜBER DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN UND DEREN EINSÄTZEN
1.1 ENTWICKLUNG UND EINSATZ CHEMISCHER WAFFEN
1.2 ENTWICKLUNG UND EINSATZ BIOLOGISCHER/BIOTOXISCHER WAFFEN
1.3 ENTWICKLUNG UND EINSATZ VON NUKLEARWAFFEN
2. MOTIVE, EINSATZ UND VERSUCHE ZUR VERHINDERUNG DER PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN
2.1 ÜBEREINKOMMEN ZUR VERHINDERUNG VON EINSATZ UND PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN
2.2 GRUNDLEGENDE PROLIFERATIONSURSACHEN IM NAHEN OSTEN
2.2.1 Motive des Proliferators Irak
2.2.2 Motive des Proliferators Iran
2.3 MOTIVE DER UNTERSTÜTZER VON PROLIFERATOREN
3. DAS IRAKISCHE UND IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM
3.1 DAS IRAKISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM
3.1.1 Nuklearwaffen
3.1.2 Bio-Toxin-Waffen
3.1.3 Chemische Waffen
3.1.4 Raketenprogramm
3.2 DAS IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM
3.2.1 Nuklearwaffen
3.2.2 Bio-Toxin-Waffen
3.2.3 Chemische Waffen
3.2.4 Raketenprogramm
4. PROBLEME DER EXPORTKONTROLLE
4.1 TECHNOLOGISCHE PROBLEME
4.2 POLITISCHE PROBLEME
4.3 ILLEGALE BESCHAFFUNG VON SPALTMATERIAL UND WISSENSTRANSFER
5. SICHERHEITSPERZEPTION POTENTIELL BEDROHTER STAATEN
5.1 BESITZ VON MVW - REGIONALE AUSWIRKUNGEN IM NAHEN UND MITTLEREN OSTEN
5.2 BESITZ VON MVW - ÜBERREGIONALE AUSWIRKUNGEN
5.3 DIREKTE BEDROHUNG DER INDUSTRIENATIONEN DURCH MVW
6. TERRORISMUS MIT MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN
6.1 TERRORISMUS MIT ABC-WAFFEN - PRO UND CONTRA
6.2 KONSEQUENZEN
SCHLUßBEMERKUNGEN
Diese Magisterarbeit analysiert die Problematik der Proliferation von Massenvernichtungswaffen (MVW) unter besonderer Berücksichtigung der Beispiele Irak und Iran. Ziel der Untersuchung ist es, die Motive für die Entwicklung, Beschaffung und den Einsatz dieser Waffen zu verstehen, die Auswirkungen auf die regionale Sicherheitsperzeption im Nahen und Mittleren Osten zu beleuchten und die Wirksamkeit internationaler Exportkontrollversuche kritisch zu hinterfragen.
1.1 Entwicklung und Einsatz chemischer Waffen
Die Entwicklung chemischer Waffen (im weitesten Sinne) reicht zurück bis ins Spätmittelalter und die frühe Neuzeit. Aus dieser Zeit existieren militärische Handbücher, denen u. a. Informationen über die Herstellung von toxischem Rauch zu entnehmen sind. Darüber hinaus wird die Art der Verwendung - ob als Offensiv- oder Defensivwaffe und die Art des ”Trägers” - ob durch die entsprechende Windrichtung oder durch Artillerie und Handgranaten - geschildert.
Die ersten CW-Einsätze fanden schon sehr früh statt. Der griechische Geschichtsschreiber THUKIDIDES berichtet von einem Schwefeldioxid-Angriff gegen die belagerte Stadt Platea während des Peleponnesischen Krieges, und der Römer POLYBIUS beschreibt den Einsatz von vergiftetem Rauch gegen feindliche Pioniere. Ebenso ist die Verwendung von ”Griechischem Feuer”, einer Mixtur aus Petroleum, Schwefel, Pech und verschiedener Harze, bei der Belagerung Konstantinopels bekannt.
EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der Massenvernichtungswaffen ein und definiert den thematischen Fokus auf Irak und Iran sowie die wissenschaftliche Relevanz der Arbeit.
1. ÜBERBLICK ÜBER DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN UND DEREN EINSÄTZEN: Dieses Kapitel gibt einen skizzenhaften Überblick über die historische Entwicklung von chemischen, biologischen und nuklearen Waffen von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert.
2. MOTIVE, EINSATZ UND VERSUCHE ZUR VERHINDERUNG DER PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN: Hier werden die internationalen Übereinkommen zur Nichtverbreitung sowie die spezifischen Proliferationsmotive im Nahen Osten, insbesondere die des Irak und Iran, analysiert.
3. DAS IRAKISCHE UND IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Beschaffung und Entwicklung einzelner Waffenkategorien (Nuklear-, Bio-Toxin- und chemische Waffen sowie Raketen) in den beiden Beispielstaaten.
4. PROBLEME DER EXPORTKONTROLLE: Die Arbeit beleuchtet hier die technologischen und politischen Herausforderungen bei der Exportkontrolle sowie die Problematik illegaler Beschaffung durch Firmen und Einzelpersonen.
5. SICHERHEITSPERZEPTION POTENTIELL BEDROHTER STAATEN: In diesem Teil werden die regionalen und überregionalen Auswirkungen des MVW-Besitzes und die daraus resultierende Bedrohungswahrnehmung der Anrainerstaaten und Industrienationen untersucht.
6. TERRORISMUS MIT MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN: Das letzte Kapitel erörtert das Risiko eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen durch nicht-staatliche Akteure und die potenziellen Konsequenzen für westliche Sicherheitsarchitekturen.
Proliferation, Massenvernichtungswaffen, ABC-Waffen, Irak, Iran, Chemische Waffen, Biologische Waffen, Nuklearwaffen, Exportkontrolle, Sicherheitsperzeption, Naher Osten, Rüstung, Raketentechnologie, Terrorismus, Dual-Use-Problematik
Die Arbeit untersucht die Verbreitung (Proliferation) von Massenvernichtungswaffen unter Fokus auf die politische Situation im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere in Irak und Iran.
Die Analyse umfasst die historische Entwicklung dieser Waffen, die Proliferationsmotive betroffener Staaten, internationale Versuche der Rüstungskontrolle sowie die Problematik der illegalen Technologiebeschaffung.
Das Ziel ist ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, warum Staaten Massenvernichtungswaffen anstreben und welche Bedrohungen dies für die internationale Gemeinschaft und Stabilität bedeutet.
Die Autorin verwendet eine deskriptive sowie analytische Methode, um anhand von Beispielen die Proliferationsursachen und die Grenzen internationaler Kontrollbemühungen darzulegen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen ABC-Programme von Irak und Iran, die Exportkontrollprobleme bei "Dual-Use"-Gütern und die Sicherheitsperzeption der Anrainerstaaten.
Zentrale Begriffe sind Proliferation, chemische/biologische/nukleare Kampfstoffe, Exportkontrolle, Sicherheitspolitik und Rüstungskontrolle.
Die Arbeit identifiziert die wirtschaftliche Notlage russischer Wissenschaftler nach dem Zusammenbruch der UdSSR als einen kritischen Faktor, der den Wissenstransfer in proliferationswillige Staaten wie den Iran begünstigt.
Die Exportkontrolle erweist sich aufgrund der "Dual-Use"-Eigenschaft vieler Technologien als zunehmend schwierig, wobei vor allem der politische Wille zur strikten Implementierung als entscheidend für den Erfolg der Kontrollmaßnahmen angesehen wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

