Bachelorarbeit, 2011
180 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Aufbau der Arbeit und Abgrenzung des Themas
2 Kultur
2.1 Definition der Kultur
2.2 Abgrenzung der Kultur von der Nationalität
2.3 Bestandteile der Kultur
2.3.1 Soziokulturelle Faktoren
2.3.1.1 Sprache und Kommunikation
2.3.1.2 Religion
2.3.1.3 Werte und Normen
2.3.1.4 Gepflogenheiten
2.3.1.5 Ästhetik
2.3.1.6 Bildung
2.3.1.7 Soziale Institutionen
2.3.2 Die Bedeutung von Symbolen
2.3.3 Kulturdimensionen nach Hofstede
2.3.3.1 Machtdistanz
2.3.3.2 Individualismus versus Kollektivismus
2.3.3.3 Maskulinität versus Femininität
2.3.3.4 Unsicherheitsvermeidung
2.3.3.5 Zeitvorstellung
3 Werbung im interkulturellen Kontext
3.1 Grundlagen der Werbung
3.1.1 Definition der Werbung
3.1.2 Aufgaben und Ziele der Werbung
3.2 Wesen der interkulturellen Werbung
3.2.1 Die Internationalisierung
3.2.2 Besonderheiten des internationalen Marketing
3.2.3 Interkulturelle Werbung versus internationale Werbung
3.2.4 Kommunikation im interkulturellen Kontext
3.2.4.1 Der Kommunikationsbegriff
3.2.4.2 Interkulturelle Kommunikation
3.3 Standardisierung versus Differenzierung
3.3.1 Grundlagen der Standardisierung
3.3.1.1 Definition der Standardisierung
3.3.1.2 Ziele und Vorteile der Standardisierung
3.3.1.3 Nachteile standardisierter Werbung
3.3.2 Grundlagen der Differenzierung
3.3.2.1 Definition der Differenzierung
3.3.2.2 Ziele und Vorteile der Differenzierung
3.3.2.3 Nachteile der Differenzierung
4 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Mexiko
4.1 Die deutsche Kultur
4.1.1 Deutschland im Überblick
4.1.2 Sprache und Kommunikation
4.1.3 Klischee oder Realität – Was entspricht der deutschen Kultur?
4.1.4 Die Gesellschaft
4.1.5 Die Familie
4.2 Die mexikanische Kultur
4.2.1 Mexiko im Überblick
4.2.2 Sprache und Kommunikation
4.2.3 Klischee oder Realität – Was entspricht der mexikanischen Kultur?
4.2.4 Die Gesellschaft
4.2.5 Die Familie
4.3 Die Kulturdimensionen nach Hofstede in Bezug auf Deutschland und Mexiko
5 Standardisierung versus Differenzierung, dargestellt am Beispiel deutscher und mexikanischer Werbung
5.1 Darstellung standardisierter Werbung am Beispiel von Deutschland und Mexiko
5.1.1 Standardisierte Werbung der Marke AXE
5.1.1.1 AXE Dark Temptation
5.1.1.2 AXE Excite – Führt selbst Engel in Versuchung
5.1.2 Standardisierte Werbung der Coca-Cola Company
5.1.2.1 Werbespots der klassischen Coca-Cola
5.1.2.2 Werbespots der Marke Fanta
5.1.3 Standardisierte Werbung der Marke Magnum
5.2 Darstellung differenzierter Werbung am Beispiel von Deutschland und Mexiko
5.2.1 Differenzierte Werbung der Coca-Cola Company
5.2.1.1 Coca-Cola Zero
5.2.1.2 Die klassische Coca-Cola
5.2.1.2.1 Coca-Cola Werbespots aus dem Jahr 2006
5.2.1.2.2 Coca-Cola Werbespots aus dem Jahr 2009
5.2.2 Differenzierte Werbung von Kentucky Fried Chicken
5.2.3 Differenzierte Werbung der Marke Kinder Bueno
5.2.4 Differenzierte Werbung von Knorr
5.2.5 Differenzierte Werbung von Maggi
5.2.6 Differenzierte Werbung am Beispiel von McDonald´s
5.2.6.1 Happy Meal
5.2.6.2 Allgemeine McDonald´s Werbung
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das zentrale Entscheidungsproblem der Standardisierung versus Differenzierung bei interkultureller Werbung, wobei der Fokus gezielt auf dem kulturellen Vergleich zwischen Deutschland und Mexiko liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Faktoren die Wahrnehmung von Werbebotschaften beeinflussen und welche Auswirkungen diese auf die strategische Werbegestaltung in international tätigen Unternehmen haben.
3.3.1.3 Nachteile standardisierter Werbung
Neben den Zielen, die durch eine Standardisierung erreicht werden sollen, gibt es auch zahlreiche Nachteile, die standardisierte Werbung mit sich bringt. Insbesondere die unzureichende Berücksichtigung länderübergreifender Konsumentenbedürfnisse führt zu Umsatzeinbußen. Die Werbung berücksichtigt kaum die kulturellen Gegebenheiten der internationalen Märkte und kann somit nicht auf die Konsumentenbedürfe des jeweiligen Landes eingehen. Daraus resultiert, dass Unternehmen aufgrund der mangelhaften zielgruppenspezifischen Ansprache Einbußen in der Werbewirkung akzeptieren müssen.
Eine weitere Problematik stellt die Sprache bzw. die vorhandene Sprachkompetenz dar. Insbesondere bei international vereinheitlichten Werbetexten in englischer Sprache kann nicht davon ausgegangen werden, dass bei allen angesprochenen Zielgruppen ein ausreichendes Verständnis vorliegt. Dieses Sprachverständnis nimmt mit zunehmender Länge und Komplexität der Werbetexte stark ab. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, stark reduzierte und leicht verständliche sprachliche Aussagen zu verwenden oder gar auf den Einsatz von Sprache zu verzichten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Werbetexte sinngemäß zu übersetzen oder komplett zu synchronisieren. Bei dieser Variante ist abzuwägen, bis zu welchem Grad ein Informationsverlust bzw. eine Banalisierung der Aussage vertretbar ist. Zudem ist die Bedeutung der Aussage im Anschluss an die Übersetzung genau zu überprüfen, um Fehler wie die folgenden zu vermeiden.
1 Einführung: Hinführung zum Thema der interkulturellen Werbung sowie Erläuterung der Zielsetzung, des methodischen Aufbaus und der Abgrenzung der Arbeit.
2 Kultur: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff, seinen Bestandteilen und den relevanten Kulturdimensionen nach Hofstede.
3 Werbung im interkulturellen Kontext: Grundlagen der Werbung, Abgrenzung von internationaler und interkultureller Werbung sowie Analyse des Spannungsfeldes zwischen Standardisierung und Differenzierung.
4 Kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Mexiko: Detaillierter Vergleich der kulturellen Rahmenbedingungen, Gesellschaftsstrukturen und Kommunikationsmuster beider Länder.
5 Standardisierung versus Differenzierung, dargestellt am Beispiel deutscher und mexikanischer Werbung: Praxisnahe Analyse verschiedener Werbespots, die aufzeigen, warum Standardisierung oder Differenzierung in bestimmten Fällen notwendig oder erfolgreich sind.
6 Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der praktischen Fallbeispiele zur Beantwortung der Ausgangsproblematik.
Interkulturelle Werbung, Standardisierung, Differenzierung, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, Deutschland, Mexiko, Marketingstrategie, Kommunikationspolitik, Konsumentenverhalten, Werbewirkung, Internationalisierung, Kulturbedingtheit, Markenimage, Konsumentenbedürfnisse.
Die Arbeit behandelt die strategische Herausforderung, vor der internationale Unternehmen stehen: Wie kann Werbung gestaltet werden, damit sie in unterschiedlichen kulturellen Märkten wirksam ist? Dabei wird das Spannungsfeld zwischen einheitlicher globaler Werbung und länderspezifischer Anpassung diskutiert.
Die Arbeit deckt die Definition von Kultur, die Analyse interkultureller Kommunikationsmodelle, die verschiedenen Ansätze zur Standardisierung versus Differenzierung von Werbemaßnahmen sowie eine spezifische Fallstudie der Werbelandschaften in Deutschland und Mexiko ab.
Das Ziel ist es, die signifikante Bedeutung kultureller Faktoren für den Erfolg von Werbeaktivitäten hervorzuheben. Es soll verdeutlicht werden, dass es keine universelle Lösung gibt und jede Strategie auf die individuellen kulturellen Besonderheiten eines Zielmarktes abgestimmt werden muss.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung, ergänzt durch eine qualitative Analyse von Werbespots führender Unternehmen, um die Anwendung der theoretischen Konzepte in der Praxis zu demonstrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kapitel 2 und 3), eine detaillierte kulturelle Gegenüberstellung von Deutschland und Mexiko (Kapitel 4) und eine praktische Analyse von Werbebeispielen bekannter Marken wie Coca-Cola, AXE, Knorr und McDonald's (Kapitel 5).
Zu den zentralen Begriffen zählen interkulturelle Werbung, Standardisierung, Differenzierung, Hofstede-Kulturdimensionen, sowie der spezifische Vergleich zwischen Deutschland und Mexiko.
Diese beiden Länder wurden ausgewählt, da ihre kulturellen Prägungen stark voneinander abweichen. Diese Diskrepanz bietet eine ideale Basis, um die unterschiedlichen Anforderungen an eine standardisierte versus eine differenzierte Werbegestaltung deutlich hervorzuheben.
Die Autorin plädiert für den Leitsatz: "So standardisiert wie möglich, so differenziert wie nötig." Dies bedeutet, dass Effizienz durch Standardisierung angestrebt werden sollte, sofern dies die kulturelle Akzeptanz und Wirksamkeit der Botschaft nicht gefährdet.
In Deutschland ist Pünktlichkeit ein hohes Gut und Ausdruck von Ordnung und Sicherheit. In Mexiko hingegen spielt Pünktlichkeit eine deutlich untergeordnete Rolle, was oft zu längeren Wartezeiten und einer entspannteren Haltung gegenüber Zeitplänen führt.
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