Magisterarbeit, 2009
159 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Angst- und Panikstörungen
2.1 Begriffsdefinition und Divergenz
2.2 Angsterkrankungen
Exkurs Diagnostikkriterien
2.3 Generalisierte Angststörung
2.3.1 Klassifikation
2.3.2 Symptomatik
2.3.3 Prävalenz und Komorbidität
2.4 Panikerkrankungen
2.4.1 Panikstörung
2.4.2 Klassifikation
2.4.3 Symptomatik
2.4.4 Prävalenz und Komorbidität
Zwischenfazit zu 2
3 Ätiologie und Erklärungsansätze
3.1 Bindungstheoretischer Ansatz nach Bowlby und Ainsworth
3.1.1 Bindungstypen nach Bowlby
3.1.2 Psychopathologische Konsequenz der Bindung
3.2 Psychoanalytischer Ansatz nach Freud
Exkurs (Angst-)Abwehrmechanismen
3.3 Lerntheoretischer Ansatz
3.3.1 Anwendung der Konditionierung auf Angst- und Panikstörungen
3.3.2 Systematische Desensibilisierung
3.3.3 Massierte Konfrontation
3.4 Kognitive Ansätze
3.4.1 Angstmodell nach Lazarus
3.4.2 Kognitionsmodell der Angst nach Wells
3.4.3 State-Trait Angstmodell nach Spielberger
Zwischenfazit zu 3
4 Traditionelle Bewältigungsstrategien bei Angst- und Panikstörungen
4.1 Erkrankung als Stress (Stress-Diathese Modell)
4.2 Stressbewältigungsprozess gemäß Lazarus
4.3 Theorie zur Ressourcenerhaltung nach Hobfoll (multiaxiales Coping)
4.3.1 Individuelles vs. Soziales Coping
Zwischenfazit zu 4
5 Analyse des Austausches von Betroffenen in Internetforen
5.1 Erläuterung des Methodischen Vorgehens
5.1.1 Grundlage der qualitativen Analyse dieser Arbeit
5.1.2 Zugrundeliegende Forschungsfrage der Analyse
5.1.3 Definitorische Erläuterung zum vorliegenden Material/ Bestimmung des Analysegegenstands
5.1.4 Was ist ein Internetforum?
5.1.5 Wie wird in einem Internetforum kommuniziert?
5.1.6 Überprüfung der Aussagekraft der Dokumente
Zwischenfazit zu 5.1
5.2 Thematisierung der Erkrankung in Internetforen – Strukturierung des Untersuchungsgegenstands
5.2.1 Einstieg in das Forum
5.2.1.1 Vorstellung neuer Teilnehmer
5.2.1.2 Motivation der Betroffenen zur Teilnahme am Forum
5.2.1.3 Berichte über die persönliche Krankheitsgeschichte
5.2.2 Informationsaustausch über die Krankheit
5.2.2.1 Das Wissen über die eigene Erkrankung erweitern
5.2.2.2 Abklärung der Symptomatik mit anderen Betroffenen
5.2.3 Austausch über therapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
5.2.3.1 Therapeutische Behandlung – Therapeutensuche und Therapieberichte
5.2.3.2 Medikamentöse Behandlung – Pro und Kontra zur Medikamenteneinnahme
5.2.3.3 Die Rolle forenmitwirkender Experten
5.2.4 Erfahrungsaustausch im Umgang mit der Krankheit
5.2.4.1 Austausch über die Auswirkungen der Störung in Familie und Partnerschaft
5.2.4.2 Die Krankheit als Belastungsprobe für Angehörige
5.2.4.3 Schilderung von Rückschlägen und Erfolgserlebnissen
Zwischenfazit zu 5.2
5.3 Internetforen als Hilfe zur Bewältigung
5.3.1 Der Nutzen des Austauschs
5.3.1.1 Das unterstützende Element
5.3.1.2 Das anonyme Element I
5.3.1.3 Das ungebundene Element (Zeit und Raum)
5.3.2 Die Gefahren des Austauschs
5.3.2.1 Das isolierende Element
5.3.2.2 Das verschlimmernde Element
5.3.2.3 Das anonyme Element II
Zwischenfazit zu 5.3
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, welche Rolle Internetforen bei der Bewältigung von Angst- und Panikstörungen spielen. Das zentrale Forschungsinteresse liegt dabei auf der Frage, wie Betroffene in diesen Foren miteinander kommunizieren und welche Motive, Nutzen sowie potenziellen Gefahren dieser Austausch für den Krankheitsverlauf birgt.
1. Einleitung
„Nun mal keine Panik auf der Titanic“ oder „Sei doch kein Angsthase“, sind zwei der wohl allseits bekannten Redewendungen aus dem Alltag. Wenn Angst und Panik allerdings nicht, wie in diesem Fall, scherzhaft angebracht werden, sondern Menschen wahrhaftig unter diesen Erscheinungen leiden, dann meint man eine andere Dimension, die der krankhaften Angst. Die vorliegende Arbeit soll sich mit eben diesem Phänomen der chronischen und ungesunden Ausprägungen von Angst beschäftigen.
Dazu soll in einem ersten Schritt eine Einführung in das Thema der Angst- und Panikstörungen vorgenommen werden. Darin soll geklärt werden, um welche medizinische Ausprägung es sich dabei im Einzelnen handelt und wie sie von einander abzugrenzen sind. Daran sollen sich nachfolgend jene Theorien und Ansätze anschließen, welche versuchen, die Ursachen des Phänomens der gestörten Angst und Panik erklären. Um ein weitläufiges Bild der möglichen Gründe für solch eine Erkrankung darstellen zu können, werden dazu verschiedene psychologische Paradigmen herangezogen. Unter jenen Ätiologietheorien soll sich jedoch keine als die einzige oder ausschließliche Begründung für die Entstehung von Angst- und Panikstörungen verstehen. Sie sollen eher ergänzend zueinander aufgefasst werden, um die möglichen Entstehungswurzeln einer solchen Erkrankung in einem umfassenden Rahmen abbilden zu können. Der daran angeschlossene thematische Block soll sich mit den traditionellen Bewältigungsmethoden, wie sie auch bei psychischen Erkrankungen zum Einsatz kommen, beschäftigen. Hierzu werden ebenfalls differenzierte Theorien vorgestellt, die ihrerseits jeweils eine eigene Art der Bewältigung vorsehen.
Im Anschluss daran, soll dann der empirisch-analytische Teil dieser Arbeit folgen, der zunächst mit einer Einführung zu der Thematik der Internetforen beginnt. Dieses theoretische Vorwissen ist notwendig, um die daran angeschlossene Analyse von Forenbeiträgen angemessen verstehen können. Die Forschungsfrage, die der Analyse zu Grunde liegt, soll wie folgt lauten: „Wie kommunizieren Menschen mit Angst-und Panikstörungen in Internetforen untereinander?“ Um diese Frage beantworten zu können, wird neben den Themen, die diskutiert werden (also das Was), ein spezieller Fokus auf die Art und Weise der Kommunikation (das Wie) mit den dahinter stehenden Motiven gerichtet. Der darauf folgende Themenblock soll sich mit dem möglichen Nutzen und den möglichen Gefahren eines internetbasierten Austausches beschäftigen und aufzeigen, wo Betroffene Vor- und auch Nachteile bei dieser Art der Bewältigung sehen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der krankhaften Angst ein und skizziert den Aufbau der Arbeit, von den theoretischen Grundlagen bis hin zur empirischen Untersuchung von Internetforen.
2 Angst- und Panikstörungen: Hier werden Definitionen, Klassifikationen sowie Prävalenzraten der generalisierten Angststörung und der Panikstörung anhand diagnostischer Handbücher erläutert.
3 Ätiologie und Erklärungsansätze: Dieses Kapitel stellt verschiedene psychologische Theorien zur Entstehung von Angst vor, darunter bindungstheoretische, psychoanalytische, lerntheoretische und kognitive Modelle.
4 Traditionelle Bewältigungsstrategien bei Angst- und Panikstörungen: Hier wird der theoretische Rahmen für Stressbewältigung (Coping) erläutert, insbesondere anhand der Modelle von Lazarus und Hobfoll.
5 Analyse des Austausches von Betroffenen in Internetforen: Dieses Hauptkapitel untersucht empirisch, wie Betroffene in Internetforen miteinander kommunizieren, welche Inhalte sie austauschen und welchen Nutzen oder welche Gefahren sie darin sehen.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von Internetforen als unterstützende, aber nicht therapeutische Ergänzung bei der Bewältigung von Angsterkrankungen.
Angststörung, Panikstörung, Internetforen, Stressbewältigung, Coping, Qualitative Analyse, Forenkommunikation, Psychische Gesundheit, Soziale Unterstützung, Anonymität, Krankheitsverlauf, Patientenberichte, Medikation, Therapie, Online-Selbsthilfe
Die Arbeit analysiert die Rolle von Internetforen als Hilfsmittel für Menschen, die unter chronischen Angst- und Panikstörungen leiden.
Die zentralen Felder sind die medizinisch-psychologischen Grundlagen von Angsterkrankungen, klassische Bewältigungstheorien und die empirische Untersuchung der Kommunikation in virtuellen Selbsthilfegemeinschaften.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie kommunizieren Betroffene von Angst- und Panikstörungen in Internetforen miteinander?“
Es wird eine qualitative Dokumentenanalyse von Beiträgen aus drei ausgewählten Internetforen durchgeführt, ergänzt durch Auswertungen offener Umfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block (psychologische Erklärungsmodelle und Coping-Strategien) und einen empirischen Block (Analyse des Austauschs in Internetforen).
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Angststörung, Coping, Internetforen, Online-Selbsthilfe, Kommunikation und Unterstützung.
Betroffene schätzen vor allem den Austausch mit Gleichgesinnten, das Gefühl, nicht allein mit ihren Problemen zu sein, sowie die 24/7-Verfügbarkeit der Plattformen.
Zu den Risiken zählen die Gefahr der sozialen Isolation durch Rückzug in die virtuelle Welt, die gegenseitige Verstärkung von Ängsten (Symptom-Übertragung) und die Gefahr der fachlich unqualifizierten Beratung.
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