Diplomarbeit, 2008
143 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Sport
2.2 Jugendarbeit
2.3 Deutsche Taekwondo Jugend
3 Sport in Deutschland
3.1 Historische Betrachtung
3.1.1 Epochen des deutschen Sports vor 1945
3.1.1.1 Gründerzeit des deutschen Sports – Turnen mit F.L.Jahn
3.1.1.2 Leibesertüchtigung im aufstrebenden Kaiserreich
3.1.1.3 Leibeserziehung in den Wirren der Weimarer Republik
3.1.1.4 (Jugend)Sport als Mittel zum Zweck im Dritten Reich
3.1.2 Epochen des deutschen Sports nach 1945
3.1.2.1 Alliierter Kontrollrat und Sektorensporträte
3.1.2.2 Willi Daume – Wegbereiter des deutschen Sportbundes (1950-1970)
3.2.1.3 Willi Weyer – der „politische“ Präsident (1974-1986)
3.2.1.4 Hans Hansen – Präsident der sportlichen Einheit (1986-1994)
3.2.1.5 Manfred von Richthofen – Präsident der Fusion DSB/NOK (1994-2006)
3.1.2.6 Dr. Thomas Bach – Präsident des DOSB (ab 2006)
3.1.2.7 Entstehung der Deutschen Sportjugend
3.2 Organisationsstrukturen im Sport
3.3 Gesellschaftspolitische Bedeutung
4 Jugendverbandsarbeit
4.1 Jugendverbände in Deutschland
4.1.1 Jugendbewegungen der Vorkriegszeit (1896-1918)
4.1.2 Bündische Jugend der Zwischenkriegszeit (1918-1945)
4.1.3 Jugendverbände der Nachkriegszeit (1945 bis heute)
4.2 Gesetzliche Grundlagen der Jugendarbeit
4.2.1 Das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (RJWG)
4.2.2 Vom JWG zum Kinder- und Jugendhilfegesetz
4.3 Jugendverbandsarbeit im Sport
4.3.1 Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit
4.3.2 Jugendarbeit der Deutschen Sportjugend
4.4 Soziale Bedeutung sportlicher Jugendarbeit
4.4.1 Sport und Sozialarbeit in Kooperation
4.4.2 Sport als soziale Reparaturwerkstatt – kritische Stimmen
5 Jugendarbeit der Deutschen Taekwondo Jugend
5.1 Die Sportart Taekwondo
5.2 Neue Konzepte in der jugendverbandlichen Arbeit
5.3 Das „10-Säulen-Konzept“
5.3.1 Basisarbeit
5.3.2 Bildungsarbeit
5.3.2.1 Konzeption zur Ausbildung von Jugendleitern
A Grundlegende Positionen
B Bildungsanspruch und Umsetzung
C Handlungsfelder und Ziele
D Gliederung der Ausbildung
E Methodisch-Didaktische Grundsätze
F Erarbeitung der Ausbildungsinhalte
G Kooperationsmodell
H Qualifizierungs- und Lizenzordnung
I Erfolgskontrolle / Qualitätsmanagement / Referenten
J Personalentwicklung
K Rahmenbedingungen
5.3.3 Freizeitarbeit
5.3.3.1 Organisationsstrukturen von Kinder- und Jugendfreizeiten
A Planung
B Ausschreibung
C Finanzierung
D Materialbeschaffung
E Pressearbeit
F Teambesprechung
G Elternbesprechung
H Reiseantritt
I Freizeit- und Teamstruktur
5.3.4 Schulsportarbeit
5.3.2.1 Konzeption: „Taekwondo als Schulsport“
A Rahmenbedingungen
B Was ist Taekwondo
C Was leistet Taekwondo
D Taekwondo im Schulsport – Praktische Inhalte
E Taekwondo in der Schule – Kooperationsformen
F Personelle Voraussetzungen
G Materielle Voraussetzungen
H Sicherheit und Regeln
5.3.5 Gremienarbeit
5.3.5.1 Auseinandersetzung mit der Stellung der Jugend
A Jugendordnung – was ist das
B Eigenständigkeit der Jugend – Einwände und Entgegnungen
C Repräsentation der Jugend im Gesamtverein/-verband
5.3.6 Sportliche Jugendarbeit
5.3.7 Jugendaustausch
5.3.8 Öffentlichkeitsarbeit
5.3.9 Koordination
5.3.10 Evaluation
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Jugendverbandsarbeit im Sport in Deutschland und leitet daraus ein zukunftsorientiertes, professionelles Konzeptionsmodell für die Deutsche Taekwondo Jugend ab. Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Jugendorganisation innerhalb der bestehenden Sportstruktur zu stärken und ein qualifiziertes, inhaltlich fundiertes Bildungs- und Freizeitspektrum für Kinder und Jugendliche zu etablieren.
3.1.1.1 Gründerzeit des deutschen Sports – Turnen mit F.L.Jahn
Der Turnpädagoge und Mathematikprofessor Gerhard Ulrich Anton Vieth verwendete den Begriff der Leibesübungen in seiner 1794 erschienen „Encyklopädie der Leibesübungen“, in welcher er zur Förderung selbiger aufrief und diese erstmals wissenschaftlich systematisch beschrieb. Er erkannte früh den körperlichen Nutzen der Bewegungsabläufe zur Verbesserung der Gesundheit, Stärkung von Muskulatur und Selbstbewusstsein. Eine weitere Funktion sah er in der „Verhütung des Missbrauchs des Geschlechtstriebes“ (VIETH, 1794).
Vor ihm hatte auch schon Rousseau Mitte des 18. Jahrhunderts die Erkenntnis, dass der Körper nicht dem Intellekt untergeordnet sein sollte, sondern vielmehr unmittelbare körperliche Erfahrungen wie beim Laufen, Schwimmen, Spielen oder bei Wettkämpfen und Wanderungen im Mittelpunkt der jugendlichen Entwicklung stehen sollen. Der junge Mensch lernt dabei „gewandt und geschickt zu sein, seinen Körper abzuhärten, seine Sinne einzuschätzen und schließlich lernt er die Dinge in seiner natürlichen Umgebung über seine Bewegung kennen.“ (ROUSSEAU in SCHAEFER, 2005).
Auch der Pädagoge Johann Christoph Friedrich GuthsMuths war ein wichtiger Wegbereiter des deutschen Sports. Sein 1793 erschienenes Werk „Gymnastik für die Jugend“ ist nicht nur hinsichtlich der gymnastischen Körpererziehung von Bedeutung, sondern stellt insbesondere dessen pädagogische Relevanz in den Vordergrund. In ihm entwickelt er erstmals eine eigene Systematik und Methodik der Körpererziehung. Weiterhin postulierte er umfassende Ideen und Vorschläge zur Körperkultur, die weit über seine Zeit hinausgingen. Seine Körpererziehung sollte vor allem in der freien Natur stattfinden, getreu seinem Motto: „Erziehung gedeiht am besten im Schoße der Natur.“ (GUTSMUTHS, 1793).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung der Jugendarbeit im Sport in Deutschland und die Notwendigkeit, moderne und fachlich qualifizierte Strukturen für junge Menschen zu schaffen.
2 Begriffsbestimmung: Definition der zentralen Begriffe Sport und Jugendarbeit sowie Vorstellung der Deutschen Taekwondo Jugend als Organisation.
3 Sport in Deutschland: Historische Aufarbeitung des organisierten Sports in Deutschland von den Anfängen bis zur Gründung des DOSB sowie Analyse der Organisationsstrukturen und gesellschaftlichen Bedeutung.
4 Jugendverbandsarbeit: Darstellung der rechtlichen und strukturellen Grundlagen der Jugendverbandsarbeit sowie deren historische Wurzeln und soziale Bedeutung als "Dritte Säule der Erziehung".
5 Jugendarbeit der Deutschen Taekwondo Jugend: Entwicklung und Detailvorstellung des "10-Säulen-Konzepts", welches die inhaltlichen Schwerpunkte wie Ausbildung, Freizeitarbeit und Schulsport für die zukünftige Verbandsarbeit definiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die erreichten Fortschritte in der Eigenständigkeit der Jugendorganisation und Ausblick auf die weitere Verbandsentwicklung.
Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Sport, Deutsche Taekwondo Jugend, Vereinswesen, Sportpolitik, Jugendleiter, Ausbildung, Schulsport, Partizipation, Integration, DOSB, 10-Säulen-Konzept, Qualifizierung, Historische Sportentwicklung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption einer zukunftsorientierten und professionellen jugendverbandlichen Arbeit innerhalb der Deutschen Taekwondo Union, um die Interessen junger Sportler effektiver zu vertreten.
Die zentralen Themen sind die historische Einordnung des deutschen Sports, die strukturelle Organisation der Jugendverbände, gesetzliche Grundlagen der Jugendhilfe und die spezifische Entwicklung eines Ausbildungskonzepts für Jugendleiter im Taekwondo.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines umfassenden Konzepts, konkretisiert durch das "10-Säulen-Konzept", um die Jugendarbeit der Deutschen Taekwondo Jugend in den kommenden Jahren qualitativ zu professionalisieren und an moderne Anforderungen anzupassen.
Die Arbeit stützt sich auf eine historische und analytische Aufarbeitung des organisierten Sports, die Einbindung rechtlicher Grundlagen (SGB VIII) und die Entwicklung einer praktischen Konzeption, die auf fachlichen Standards des DOSB basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse des Sports in Deutschland, eine Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und – als Kernstück – die detaillierte Vorstellung der 10 Säulen der Jugendarbeit inklusive Bildungs-, Freizeit- und Schulsportkonzepten.
Wichtige Schlagworte sind neben Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit vor allem Taekwondo, das "10-Säulen-Konzept", Jugendleiter-Ausbildung, Sportpyramide und gesellschaftspolitische Teilhabe.
Das Modell strukturiert die Jugendarbeit in zehn klar definierte Verantwortungsbereiche – von der Basisarbeit über Bildungs- und Freizeitarbeit bis zur Evaluation – und bietet damit ein operationalisierbares Grundsatzmodell für die gesamte Verbandsorganisation.
Der Autor sieht in der Schule den entscheidenden "Ballungsort" für junge Menschen. Die Integration des Taekwondo-Sports in den Schulsport wird als essenziell erachtet, um Talente zu fördern und die Mitgliederzahlen des Verbandes nachhaltig zu verbreitern.
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