Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
1. Allgemeines zu den römischen Katakomben
1.1. Entstehung
1.2. Inventar und Bräuche
1.3. Niedergang und Wiederentdeckung
2. Die Lucina-Gruft
2.1. Entstehung und Topographie
2.2. EXKURS: Stilistik und historischer Kontext
2.3. Rundgang durch die Lucina-Gruft
2.3.1. Cubiculum X
2.3.1.1. Die Taufe Jesu
2.3.2. Cubiculum Y
2.2.3.1. Das Deckenfresko
2.2.3.2. Die Fische mit dem Brotkorb
2.2.3.3. Der ruhender Jona
2.3.3. Cubiculum E
2.2.4.1. Der Hirte mit der Milchkanne
3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die frühchristlichen Wandmalereien der Lucina-Gruft, um die grundlegenden Glaubensvorstellungen und ikonographischen Entwicklungen der ersten Jahrhunderte des Christentums zu rekonstruieren. Durch eine systematische Analyse der Malereien im Kontext ihrer Entstehungszeit wird erforscht, wie christliche Inhalte in eine noch heidnisch geprägte Kunstsprache integriert wurden und welche Rolle diese Bilder als visuelle Symbole des Glaubens und der Hoffnung spielten.
2.3.1. Das cubiculum X
Auf der Rückwand des Cubiculuims X über der Tür zu Cubiculum Y findet sich eines der ältesten erhaltenen sicher christlichen Bilder, eine leider sehr verblasste erste Darstellung der Taufe. Es zeigt ein unruhiges, breites Gewässer in Grün- und Blautönen, aus dem ein nackter, bartloser Jüngling entsteigt. Dieser ist in seiner Körperhaltung „recht natürlich und sorgfältig durchgebildet“. Auf einem in gelblicher Farbe angedeuteten ansteigendem Ufer ist ein in der gegürteten tunica exomis bekleideter zweiter Mann zu sehen, der Ersterem behilflich die Hand reicht. Die Figuren sind in etwa gleich groß gemalt, in der rechten Bildhälfte angeordnet und in braun gehalten, wobei der Farbauftrag, wenn auf die Augenpartie des Täufers geachtet wird, aufgelöst und fleckig, also schon leicht impressionistisch, erscheint. Die bewegte Szene wird von einer von links Richtung Getauften herniederfliegenden Taube gekrönt, die ein realitätsfern rot-grün getupftes Gefieder aufweist. Auf weitere Details wird, wie so oft in den erzählenden Bildern der christlichen Katakombenkunst, zugunsten der reinen Aussagefunktion des Freskos verzichtet.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Quellenlage zur frühchristlichen Kunst ein und definiert das Ziel, durch eine ikonologische Analyse der Lucina-Gruft den "namenlosen Glauben" dieser Epoche zu erschließen.
1. Allgemeines zu den römischen Katakomben: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Bestattungskultur der ersten Jahrhunderte, die Entwicklung unterirdischer Nekropolen und die organisatorischen Aspekte der frühen christlichen Grabstätten.
2. Die Lucina-Gruft: Dieses Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Analyse der Lucina-Gruft, beleuchtet deren Entstehung und Stilistik und führt einen virtuellen Rundgang durch die wichtigsten Grabkammern (Cubicula) durch, um deren bildliche Ausgestaltung zu interpretieren.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse der Motivwahl und Komposition zusammen und schlussfolgert, dass die frühen Christen gezielt heidnische Kunsttopoi nutzten, um ihre eigene christliche Heilsbotschaft in einer neuen didaktischen Form zu vermitteln.
Lucina-Gruft, Katakomben, frühchristliche Kunst, Wandmalerei, Ikonographie, Guter Hirte, Jona-Zyklus, Taufe Jesu, Sepulchralkunst, christliche Symbolik, Antike, römische Nekropolen, Heilsgeschichte, Glaube, Frömmigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung der frühchristlichen Identität durch die Untersuchung der Wandmalereien in der römischen Lucina-Gruft.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehungsgeschichte der Katakomben, der ikonographischen Deutung zentraler frühchristlicher Bildmotive und deren Einbettung in den zeitgenössischen antiken Kunststil.
Das Ziel ist es, aus den erhaltenen, oft fragmentarischen Wandbildern Rückschlüsse auf die Glaubensgrundlagen und die symbolische Ausdruckskraft der frühen Christen zu ziehen.
Die Arbeit folgt dem ikonologischen Modell nach Panofsky, um über die rein ästhetische Betrachtung hinaus zu einer inhaltlichen Deutung der Bilder im christlichen Kontext zu gelangen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung, eine stilistische Analyse des historischen Kontextes und eine detaillierte ikonographische Analyse ausgewählter Fresken, wie der Taufe Jesu oder des Jona-Zyklus.
Schlüsselwörter sind unter anderem Katakomben, Lucina-Gruft, Ikonographie, frühchristliche Kunst, Sepulchralkunst und christliche Symbolik.
Die Inschrift dient als wichtiger Deutungsschlüssel, um die Fisch- und Hirtensymbolik in den Wandmalereien besser in den Kontext frühchristlicher Liturgie und Glaubensbekenntnisse einzuordnen.
Das Motiv vereint antike bukolische Traditionen (das Ideal des Landlebens) mit der neuen christlichen Vorstellung von Christus als Erlöser, der das verlorene Schaf zurückbringt.
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