Masterarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Vorgehen
2. Naturkatastrophen
2.1. Definition
2.2. Der Kausalzusammenhang von Naturkatastrophen
2.3. Ursachen für die Zunahme von Naturkatastrophen
3. Wachstum
3.1. Wirtschaftswachstum
3.2. Die Grenzen des BIP
3.3. Die Determinanten des Wachstums
4. Die Neoklassik als Modellrahmen
4.1. Die Pfadabweichung
4.2. Das SOLOW-Modell
4.2.1. Annahmen der Solow'schen Modellwelt
4.2.2. Die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion
4.2.3. Der steady state
5. Die makroökonomische Bedeutung von Naturkatastrophen
5.1. Grundsätzliches
5.2. Auswirkungen auf den Kapitalstock
5.3. Auswirkungen auf den Faktor Arbeit
5.3.1. Migration
5.3.2. Die Auswirkungen auf das Humankapital
5.4. Die Auswirkungen von Katastrophen des Typ 3
5.5. Weitere effektbestimmende Einflussfaktoren
5.6. Systemzerfall und Armutsfalle
5.7. Die Rückkehr zum gleichgewichtigen Wachstumspfad
6. Die Wirkung der Alternativen
7. Fazit
Die Masterarbeit untersucht theoretisch, ob Naturkatastrophen einen wachstumssteigernden Effekt auf Volkswirtschaften haben können. Basierend auf dem neoklassischen Solow-Wachstumsmodell wird analysiert, wie verschiedene Arten von Katastrophenschäden den Kapitalstock, die Arbeitskraft und das Humankapital beeinflussen und welche Anpassungsprozesse dadurch ausgelöst werden.
2.1. Definition
Als Katastrophe wird im Allgemeinen ein schweres Unglück verstanden und ergibt sich aus dem lateinischen catastopha, welches zu Deutsch Umkehr bzw. Wendung bedeutet. Es handelt sich bei Naturkatastrophen somit um „ein Naturereignis mit katastrophalen Auswirkungen auf den Menschen“, also eine Wendung hin zum Schlimmen.
Diese Definition verdeutlicht folglich zwei Komponenten, die Naturkatastrophen beschreiben – ein Naturereignis und dessen nachteilige Folgen. Naturereignisse per se sollten, dem Begriff nach, den anthropogenen Einfluss ausgrenzen. Hinsichtlich der durch den Menschen verursachten Klimaveränderung und der daraus resultierenden Folgeereignisse, wie z.B. Dürre oder Überschwemmung, lässt sich der Begriff der Naturkatastrophe jedoch nicht eindeutig von Katastrophen abgrenzen, die durch den Menschen verursacht werden.
1. Einleitung: Motivation und methodisches Vorgehen der Arbeit, die Naturkatastrophen mithilfe eines theoretischen Wachstumsmodells analysiert.
2. Naturkatastrophen: Definition von Naturkatastrophen, Erläuterung der Kausalzusammenhänge von Katastrophenfolgen sowie Diskussion der Ursachen für die Zunahme solcher Ereignisse.
3. Wachstum: Definition von Wirtschaftswachstum, kritische Betrachtung des BIP als Wohlstandsindikator und Darstellung der Bestimmungsfaktoren wie Kapital, Arbeit und technisches Wissen.
4. Die Neoklassik als Modellrahmen: Einführung der theoretischen Grundlagen für die Modellanalyse durch das Solow-Modell inklusive Annahmen, Produktionsfunktion und Steady-State-Konzept.
5. Die makroökonomische Bedeutung von Naturkatastrophen: Zentrale Analyse der Auswirkungen von verschiedenen Katastrophentypen auf den Kapitalstock, Humankapital und Arbeitskraft unter Berücksichtigung von Migrations- und Anpassungseffekten.
6. Die Wirkung der Alternativen: Kritische Reflexion der im Modell gewonnenen Erkenntnisse und der theoretischen Möglichkeiten einer wachstumssteigernden Wirkung.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, wonach Naturkatastrophen für Industrienationen kurzfristig wachstumssteigernde Effekte haben können, für ärmere Länder jedoch häufig negative langfristige Folgen bergen.
Naturkatastrophen, Wirtschaftswachstum, Solow-Modell, Kapitalakkumulation, Humankapital, Produktivität, Wiederaufbau, Armutsfalle, Neoklassik, Produktionsfunktion, BIP, Strukturwandel, Volkswirtschaftslehre.
Die Arbeit untersucht die makroökonomischen Auswirkungen von Naturkatastrophen auf das langfristige Wirtschaftswachstum.
Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Definition von Katastrophen, der neoklassischen Wachstumstheorie und der Analyse von Schadensfolgen auf Produktionsfaktoren.
Die zentrale Frage ist, ob Naturkatastrophen unter bestimmten Modellannahmen einen wachstumssteigernden Effekt auf eine Volkswirtschaft haben können.
Es wird eine theoretische Modellanalyse auf Basis der neoklassischen Wachstumstheorie, insbesondere des Solow-Modells, angewandt.
Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen von Kapitalvernichtung und Verlust an Arbeitskraft auf den Wachstumspfad unter Verwendung einer Cobb-Douglas-Produktionsfunktion.
Wichtige Begriffe sind Kapitalstock, Steady State, Wiederaufbaueffekte, technischer Fortschritt und Armutsfalle.
Da Naturkatastrophen primär physische Infrastruktur zerstören, wirkt sich dies unmittelbar auf die Produktionskapazität und somit auf das BIP aus.
Die Arbeit stellt fest, dass Industrienationen durch den Wiederaufbau eher positive Anpassungsimpulse setzen können, während Entwicklungsländer Gefahr laufen, in einer Armutsfalle zu enden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

