Fachbuch, 2011
62 Seiten
Vorwort
Die Spätbronzezeit in Deutschland
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Das Gräberfeld vom Sehringsberg
Die Helmsdorfer Gruppe von etwa 1300/1200 bis 600 v. Chr.
Dieses Taschenbuch widmet sich der Helmsdorfer Gruppe, einer Kulturstufe der Bronzezeit, die zwischen 1300/1200 und 600 v. Chr. im östlichen und nördlichen Harzvorland von Sachsen-Anhalt existierte. Das Ziel der Arbeit ist es, ein umfassendes Bild der damaligen Lebenswelt zu zeichnen, indem Siedlungsstrukturen, wirtschaftliche Grundlagen, soziale Aspekte sowie die religiösen Praktiken dieser bronzezeitlichen Gemeinschaft detailliert beleuchtet werden.
Das Gräberfeld vom Sehringsberg
Im östlichen und nördlichen Harzvorland von Sachsen-Anhalt behauptete sich von etwa 1300/1200 bis um 600 v. Chr. die Helmsdorfer Gruppe. Ihr südlicher Nachbar war die im Thüringer Becken konzentrierte Unstrut-Gruppe, ihr nördlicher Anrainer die beiderseits der unteren Saale heimische Saalemündungs-Gruppe.
Zwischen diesen drei Kulturen lassen sich wegen fließender Übergänge keine deutlichen Abgrenzungen vornehmen. Bei der Keramik hatte die Helmsdorfer Gruppe viele Gemeinsamkeiten mit der Saalemündungs-Gruppe. Dagegen spiegeln ihre Bronzeobjekte einen engen Kontakt mit der Unstrut-Gruppe wider.
Die Helmsdorfer Gruppe verdankt dem Gräberfeld auf dem Sehringsberg beim Ortsteil Helmsdorf von Heiligenthal (Kreis Mansfeld-Südharz) in Sachsen-Anhalt ihren Namen. Der Begriff Helmsdorfer Gruppe geht auf den Prähistoriker Jörg Lechler (1894–1969) zurück, der 1913 bis 1918 auf dem Sehringsberg gegraben und 1925 vom Helmsdorfer Kulturkreis gesprochen hatte. Der Name Helmsdorfer Gruppe wurde 1967 von dem am Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle/Saale, tätigen Prähistoriker Berthold Schmidt eingeführt.
Vorwort: Einleitende Informationen zur Bedeutung der Helmsdorfer Gruppe, den Schwerpunkten des Buches sowie eine Vorstellung des Autors und der wissenschaftlichen Graphikerin.
Die Spätbronzezeit in Deutschland: Erläuterung der chronologischen Einordnung und geographischen Verbreitung der wichtigsten spätbronzezeitlichen Kulturen und Gruppen im deutschen Raum.
Das Gräberfeld vom Sehringsberg: Detaillierte Betrachtung der archäologischen Befunde der Helmsdorfer Gruppe, insbesondere hinsichtlich der Siedlungsformen, Bestattungsriten und der materiellen Hinterlassenschaften.
Bronzezeit, Helmsdorfer Gruppe, Sachsen-Anhalt, Harzvorland, Archäologie, Gräberfeld, Sehringsberg, Spätbronzezeit, Siedlungsarchäologie, Urnenfelderkultur, Bestattungssitten, Keramik, Metallobjekte, Prähistorik, Mitteldeutschland
Das Buch bietet einen detaillierten Überblick über die archäologische Kulturstufe der Helmsdorfer Gruppe, die in der Spätbronzezeit im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt existierte.
Zu den Schwerpunkten zählen die Siedlungsgeschichte, die Untersuchung von Gräberfeldern sowie die Analyse der materiellen Hinterlassenschaften der damaligen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer.
Das Ziel ist die fundierte wissenschaftliche Darstellung der Lebensweise und Kultur der Helmsdorfer Gruppe im Kontext der bronzezeitlichen Entwicklung in Mitteldeutschland.
Das Werk basiert auf archäologischen Ausgrabungsbefunden, der Analyse von Fundmaterialien (Keramik, Bronzeobjekte) sowie dem Vergleich mit anderen zeitgenössischen Kulturgruppen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Fundorte, wie das Gräberfeld vom Sehringsberg und verschiedene Höhensiedlungen, und stellt die soziale und religiöse Struktur der Bevölkerung dar.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bronzezeit, Helmsdorfer Gruppe, Siedlungsarchäologie, Bestattungsriten und Harzvorland charakterisieren.
Der Prähistoriker Berthold Schmidt verwendete diesen Begriff, um eine Epoche zu beschreiben, in der Siedlungen und Gräberfelder blühten, Kupfer intensiv abgebaut wurde und ein hoher kultureller Standard herrschte.
Es ist der namengebende Fundort der Helmsdorfer Gruppe und lieferte durch umfangreiche Grabungen entscheidende Erkenntnisse zu den Bestattungssitten und der zeitlichen Einordnung der Kultur.
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