Bachelorarbeit, 2010
94 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik der Untersuchung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Die Geschichte des Films
2.1 Definition von „Film“
2.2 Historische Entwicklung
2.3 Technische Weiterentwicklung
3. Digitalisierung
3.1 Definition
3.2 Triebkräfte der Digitalisierung
3.3 Hemmnisse der Digitalisierung
3.4 Veränderungen durch die Digitalisierung
4. Marktanalyse
4.1 Filmproduktionen
4.2 Filmverleih und Rechtehandel
4.3 Filmverwertung durch Mehrfachverwendung
4.3.1 First-Copy-Cost-Effekt
4.3.2 Mehrfachverwendung
5. Verwertungskette von Filmen
5.1 Die klassische Verwertungskette
5.2 Entwicklungen in der Verwertungskette
5.2.1 Kino
5.2.2 Home-Video
5.2.3 Video-on-Demand
5.2.4 Pay-TV
5.2.5 Free-TV
6. Medienkonsumverhalten
6.1 Überblick
6.1.1 Aufschlüsselung des Konsumverhaltens
6.1.2 Erweiterung der Verwertungskette
6.1.3 Notwendigkeit einer Erhebung
6.2 Datenerhebung
6.2.1 Analyse
6.3 Erkenntnisse
7. Vorhandene Erlösmodelle
7.1 Maxdome
7.3 iTunes-Store
7.3 Netflix
8. Entwurf eines Vergütungsmodells
8.1 Anforderungen an das Vergütungsmodell
8.2 Ebenen des Vergütungsmodells
8.2.1 Verwertungsplattform
8.2.2 Produktionsebene
8.2.3 Distributionsebene
8.2.4 Endverbraucher
8.3 Rechtliche Anforderungen an das Vergütungsmodell
8.4 Grafische Darstellung
9. Bewertung des Vergütungsmodells
9.1 Risiken
9.1.1 Rechtliche Risiken
9.1.2 Technische Risiken
9.1.3 Veränderungen der Verwertungskette
9.1.4 Imageveränderung des Films
9.2 Vorteile und Möglichkeiten
9.2.1 Endverbraucher
9.2.2 Produktionsebene
9.2.3 Distributionsebene
9.3 Vergleich zu vorhandenen Erlösmodellen
10. Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein Konzept für ein neues Vergütungsmodell für die Filmindustrie im Internet zu entwickeln, um den Herausforderungen der Digitalisierung und der zunehmenden Filmpiraterie zu begegnen. Dabei steht die Schaffung einer technisch-rechtlichen Infrastruktur im Fokus, die es ermöglicht, illegale Nutzer durch ein attraktiveres, legales Angebot auf Basis einer zentralen Verwertungsplattform zu gewinnen.
8.2.1.2 Technische Anforderungen an die Verwertungsplattform
Damit Medieninhalte im Internet verfügbar gemacht werden können, müssen die Daten auf sogenannten Storage-Server gespeichert werden. Ein Storage-Server ist ein Computer, der sich durch eine große Festplattenkapazität und ständige Verfügbarkeit im Internet auszeichnet. So werden die Medieninhalte zentral gespeichert, damit diese dezentral von überall aus der Welt abgerufen werden können.
Um die genauen Spezifikationen der technischen Anforderungen beschreiben zu können wurde Herr Karsten Desler interviewt. Desler gründete im Jahr 2006 zusammen mit einem Partner die Link11 GmbH, seitdem Geschäftsführer und somit für den technischen Erfolg des Unternehmens verantwortlich. Die Link11 GmbH ist ein sogenannter Internet-Service-Provider (ISP) und spezialisiert auf das Anbieten von innovativen und individuellen Diensten im Internet. Karsten Desler ist mit seinem Wissen über System- und Netzwerkadministration, sowie die Entwicklung neuer Programme im Unternehmen, ein idealer Experte für die Auslotung der hier beschriebenen technischen Anforderungen. Seine Berichte aus der Praxis beschreiben die technische Grundlage einer Verwertungsplattform, wie sie bereits heute existiert.
Die erforderliche Speicherkapazität hängt sehr stark von der Qualität der gespeicherten Inhalte ab. Wenn man vom heutigen Industriestandard für Internet Videos, dem H.264 High-Profile Videoformat, und einer Auflösung von 720p ausgeht, dann benötigt man ungefähr 300–400 Kilobyte Speicherkapazität pro Sekunde Video. Das bedeutet für einen Spielfilm mit 90 Minuten Länge ist ein Speicherplatz von 1,5-2,5 Gigabyte erforderlich. Bei den heute üblichen Festplattengrößen von maximal zwei Terabyte passen also ungefähr 800 Spielfilme auf eine Festplatte. Das entspricht bei Storage-Servern, wie sie in der heutigen Praxis eingesetzt werden, mit 24 Festplatten ungefähr 20.000 Kinofilmen pro Servereinheit. Der große Vorteil von H.264 ist, dass heutzutage jedes videofähige Endgerät es von Haus aus unterstützt, wie zum Beispiel die Videoabspielfunktion von Digitalkameras und das Digitalfernsehen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des digitalen Wandels der Filmbranche ein und definiert das Ziel, ein zukunftsfähiges Vergütungsmodell zu entwerfen.
2. Die Geschichte des Films: Hier werden die historischen und technischen Grundlagen sowie die Definition des Begriffs Film als Massenmedium behandelt.
3. Digitalisierung: Dieses Kapitel erläutert das Phänomen der Digitalisierung, deren Triebkräfte und Hemmnisse sowie die daraus resultierenden Veränderungen.
4. Marktanalyse: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Akteure in der Filmindustrie und der ökonomischen Bedeutung der Mehrfachverwertung von Inhalten.
5. Verwertungskette von Filmen: Hier wird die klassische Kette der Filmverwertung analysiert und aktuelle Entwicklungen wie VoD und Pay-TV beleuchtet.
6. Medienkonsumverhalten: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage zum Nutzungsverhalten und zur Zahlungsbereitschaft der Internetnutzer.
7. Vorhandene Erlösmodelle: Hier werden aktuelle Ansätze wie Maxdome, iTunes-Store und Netflix in Bezug auf ihre Finanzierung und Technik untersucht.
8. Entwurf eines Vergütungsmodells: Der Hauptteil beschreibt das neu konzipierte Modell mit seinen verschiedenen Ebenen von der Plattform bis zum Endverbraucher.
9. Bewertung des Vergütungsmodells: Dieses Kapitel kritisiert das Modell hinsichtlich rechtlicher und technischer Risiken, zeigt aber auch die Vorteile und Möglichkeiten für die beteiligten Akteure auf.
10. Ausblick: Der abschließende Teil fasst das Potenzial des Modells für die Zukunft der Filmindustrie im Internet zusammen.
Filmindustrie, Digitalisierung, Vergütungsmodell, Filmverwertung, Verwertungskette, Internetpiraterie, Video-on-Demand, Streaming, Content-Distribution-Network, Urheberrecht, Medienkonsum, Web 2.0, Online-Medieninhalte, Affiliate-Systeme, Spielfilm
Die Arbeit analysiert den Wandel der Filmindustrie durch das Internet und entwirft ein neues, rentables Vergütungsmodell, das legale Online-Angebote als Alternative zu Piraterie attraktiv machen soll.
Die Untersuchung umfasst die Filmwirtschaft, technische Grundlagen der digitalen Distribution, die Analyse des Medienkonsumverhaltens sowie rechtliche Rahmenbedingungen für Urheberrechte.
Das Ziel ist die Konzipierung eines ganzheitlichen Vergütungsmodells, das technische und rechtliche Hürden überwindet und die Bedürfnisse der Konsumenten besser bedient als existierende Ansätze.
Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Umfrage unter Internetnutzern durchgeführt, um Tendenzen und die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe zu ermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktanalyse, die Darstellung der bestehenden Verwertungsketten, die Auswertung des Konsumverhaltens sowie den konkreten Entwurf und die Bewertung des neuen Vergütungsmodells.
Die Kernbegriffe sind Filmwirtschaft, Digitalisierung, Verwertungskette, Online-Vergütungsmodell, Internetpiraterie und Mediennutzungsverhalten.
Die Untersuchung nutzt Umfragedaten von diesen Plattformen, um die Zielgruppe der Filesharer zu erreichen und deren konkrete Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte zu analysieren.
Affiliates fungieren als Distributoren, die durch ihre Werbeaktivitäten und Plattformen für einen Wettbewerb um Kunden sorgen und so die Verbreitung der legalen Angebote effizient unterstützen.
Das Modell fungiert primär als technische und rechtliche Zwischeninstanz („Verwertungsplattform“), die existierende Erlösmodelle integriert, statt mit ihnen zu konkurrieren, um eine maximale Filmauswahl zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

