Diplomarbeit, 2011
81 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Motivation der Arbeit
2. Theoretische und empirische Grundlagen
2.1. Performancepersistenz
2.2. Erklärungsansätze der Performance-Zufluss-Beziehung
2.3. Implikationen für das Fondsmanagement
3. Empirische Basis und Methodik
3.1. Datenerhebung und -grundlage
3.2. Methodologie
3.2.1. Beschreibung des Modells
3.2.2. Definition der Fondszuflüsse
3.2.3. Definition der Fondsperformance
3.2.4. Weitere Determinanten der Performance-Zufluss-Beziehung
4. Ergebnisse der empirischen Studie
4.1. Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung
4.2. Einfluss familienspezifischer Charakteristika
4.3. Zeitlich differenzierte Betrachtung der Performance-Zufluss-Beziehung
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die empirische Untersuchung der Beziehung zwischen der vergangenen Performance von aktiv gemanagten Aktienfonds und deren Fondszuflüssen unter Berücksichtigung verschiedener fondsindividueller und familienspezifischer Determinanten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Bestimmung der Gestalt dieser Beziehung sowie die Identifikation von Einflüssen, die das Investorenverhalten und die Mittelströme im US-amerikanischen Markt determinieren.
1. Einleitung und Motivation der Arbeit
Bereits die Arbeiten von Spitz (1970) und Smith (1978) stellten einen positiven Zusammenhang zwischen Fondszuflüssen und der vergangenen Fondsperformance fest. Doch erst seit Ippolito (1992) als einer der ersten Autoren die asymmetrische Reaktion der Mittelzu- und -abflüsse gegenüber der vergangenen Performance dokumentierte, entwickelte sich in der akademischen Literatur eine rege Diskussion um die Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung und deren Determinanten.
Spätere Arbeiten folgten und entwickelten unterschiedliche Modelle und Erklärungsansätze für die konvexe Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung. Die Erklärungsansätze dieser Arbeiten reichen von Transaktions- und Informationskosten über den Einfluss von Management und Strategiewechseln bis hin zu behavioristischen Überlegungen. Obgleich unterschiedliche Modelle in verschiedenen Studien genutzt wurden, können sie zeigen, dass eine höhere vergangene Performance zu höheren Mittelzuflüssen führt, während schlechte Performance nicht in gleicher Höhe durch Mittelabflüsse bestraft wird. Diese asymmetrische Reaktion führt zu einer positiv konvexen Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung und ist trotz unterschiedlicher Modelle sehr robust.
1. Einleitung und Motivation der Arbeit: Einführung in die Thematik der Performance-Zufluss-Beziehung und Darstellung der Motivation sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische und empirische Grundlagen: Erläuterung der Performancepersistenz, theoretischer Modelle und verhaltenswissenschaftlicher Erklärungsansätze für die konvexe Gestalt der Beziehung.
3. Empirische Basis und Methodik: Beschreibung der Datengrundlage, der methodischen Vorgehensweise bei der Modellierung sowie der Definitionen von Fondszuflüssen und Performance.
4. Ergebnisse der empirischen Studie: Präsentation der Ergebnisse zur Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung sowie des Einflusses verschiedener Charakteristika und deren zeitlicher Variabilität.
5. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Abschluss der Arbeit durch Synthese der empirischen Erkenntnisse und Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
Fondsperformance, Fondszuflüsse, Performance-Zufluss-Beziehung, Performancepersistenz, Investmentfonds, Fondsmanagement, Marktsegmente, Fondsgebühren, verhaltenswissenschaftliche Finanzmarkttheorie, Behavioral Finance, Fondsgröße, Fondsalter, Mittelzuflüsse, Kapitalmarktanomalien, empirische Analyse.
Die Arbeit untersucht, inwieweit die vergangene Performance von Investmentfonds einen Einfluss auf die Zuflüsse neuer Mittel durch Investoren hat und welche weiteren Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen.
Zu den zentralen Themen gehören die Performancepersistenz, der Einfluss von Gebührenstrukturen, die Rolle von Fondsfamilien sowie die Anwendung verhaltenswissenschaftlicher Erklärungsansätze (Behavioral Finance) zur Interpretation des Anlegerverhaltens.
Die Arbeit zielt darauf ab, die Gestalt der Performance-Zufluss-Beziehung empirisch zu bestimmen und zu prüfen, ob diese positiv konvex ist und wie sich verschiedene Fonds- und Familiencharakteristika darauf auswirken.
Es wird eine empirische Analyse auf Basis eines umfassenden Datensatzes von US-amerikanischen Aktienfonds durchgeführt, wobei insbesondere abschnittsweise lineare Regressionen zur Modellierung der Konvexität zum Einsatz kommen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Herleitung des Regressionsmodells sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse unter Einbeziehung verschiedener Performance-Kennzahlen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Fondsperformance, Fondszuflüsse, Performance-Zufluss-Beziehung, Behavioral Finance und verschiedene Performance-Modelle wie das Jensen's Alpha aus.
Die Analyse zeigt, dass sich die Sensitivität der Investoren gegenüber Gebühren verändert hat; insbesondere für den Zeitraum ab 2000 konnte eine stärkere Sensibilität und ein negativer Einfluss von Gebühren nachgewiesen werden.
Gebühren wirken als zentrale Determinante; während einmalige Gebühren einen spezifischen Einfluss auf die Mittelzuflüsse haben, werden laufende Gebühren von Anlegern vermehrt als belastender Kostenfaktor wahrgenommen, was das Investorenverhalten maßgeblich beeinflusst.
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