Bachelorarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 BÖRSENHANDEL
2.1 TRANSAKTIONSPROZESS DER BÖRSE
2.1.1. MARKTTEILNEHMER UND PRODUKTE
2.1.2. ORDERS
2.1.3 PREISBILDUNG UND MATCHING
2.2 DER WANDEL ZUR ELEKTRONISCHEN PLATTFORM
2.2.1 COMPUTERISIERUNG DES WERTPAPIERHANDELS
2.2.2 ATS
2.3 LIQUIDITÄT
3 FLASH CRASH
3.1 BERICHT DER SEC/CFTC – ABLAUF DES FLASH CRASH
3.2 LÖSUNG DER CFTC/SEC
3.2.1 LIQUIDITÄTSKRISE BEIM E-MINI
3.2.2 LIQUIDITÄTSKRISE ETF UND AKTIEN
3.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN DES BERICHTES
3.4 KONSEQUENZEN
3.4.1 STORNIERUNG VON TRADES
3.4.2 VERÄNDERUNGEN DER REGELN
3.4.3 GEPLANTE SCHUTZMAẞNAHMEN
3.5 WEITERE FAKTOREN
3.5.1 HIGH FREQUENCY TRADER ALS AUSLÖSER
3.5.2 TOXIZITÄT IM MARKT
3.5.3 QUOTE STUFFING
3.5.4 INTERMARKET SWEEP ORDER
3.5.5 WECHSELKURSSCHWANKUNGEN
3.5.6 FAT-FINGER-THEORIE
4 ALGORITHMIC TRADING
4.1 EIGENSCHAFTEN DES ALGORITHMIC TRADING
4.2 HFT
5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG
Diese Arbeit analysiert die Ursachen und Auswirkungen des „Flash Crash“ vom 6. Mai 2010, bei dem es zu einem kurzfristigen, massiven Kurseinbruch an den US-Finanzmärkten kam. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern strukturelle Veränderungen durch den elektronischen Handel und algorithmische Strategien zu diesem extremen Ereignis beigetragen haben.
3.5.3 Quote Stuffing
Die NANEX veröffentlichte eine Theorie die das Quote Stuffing als Mitauslöser für den Flash Crash sieht. Beim Quote Stuffing werden in kürzester Zeit tausende Kauf- und Verkaufsaufträge, die meist knapp über oder unter dem aktuellen Kurs liegen, für eine Aktie generiert. Fast so schnell wie die Wertpapierhandelsaufträge von den High Frequency Tradern im Markt platziert werden, stornieren sie diese wieder. Diese Scheinorders können das Marktvolumen stark erhöhen und die Mikrostruktur des Marktes verändern, indem sie den Kurs beeinflussen und die Volatilität erhöhen.
Aktuell gibt es neun verschiedene Börsen und alternative Handelssysteme die Orders zu an der NYSE gelistete Aktien weiterleiten. Jede Börse bietet einen Geld und Briefkurs für die von ihnen gehandelten Aktien an. Der höchste Geldkurs und niedrigste Briefkurs werden zum „National Bid Best Offer“ (NBBO) angeboten. Die unterschiedlichen Börsen konkurrieren um den besten Geld und Briefkurs, damit die Aufträge an ihre Systeme übermittelt werden. Ferner versuchen sie Kursdifferenzen untereinander zu vermeiden, da sonst High Frequency Trader diese minimalen Preisdifferenzen für Arbitrage-Geschäfte nutzen könnten.
Anhand von CQS-Daten ist zu erkennen, dass während dem Flash Crash bis zu 5000 Quotes pro Sekunde für Aktien gestellt wurden. D.h., dass zu viele Aufträge an das System der New Yorker Börse gesandt und wieder storniert wurden. Folge war eine Verzögerung der Daten. Größtenteils waren die übermittelten Aufträge weit entfernt vom NBBO. Durch die große Anzahl an Handelsaufträgen lieferte die NYSE CQS-Daten mit einer Verzögerung von bis zu 24 Sekunden. Die mitgelieferte Zeitmarke der Quotes suggerierte, dass die Daten gültig waren.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen des Flash Crash am 6. Mai 2010 und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 BÖRSENHANDEL: Beschreibung der Transaktionsprozesse, Marktteilnehmer sowie der Entwicklung hin zu elektronischen Handelsplattformen.
3 FLASH CRASH: Detaillierte Analyse des Ablaufs, der behördlichen Lösungsansätze sowie der verschiedenen Ursachenfaktoren des Flash Crash.
4 ALGORITHMIC TRADING: Erläuterung der Grundlagen des computergestützten Handels und der spezifischen Charakteristika von High-Frequency-Trading.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE WÜRDIGUNG: Kritische Reflexion der Ereignisse, der Rolle der HFT und Diskussion zukünftiger regulatorischer Anforderungen.
Flash Crash, Börsenhandel, High Frequency Trading, HFT, Liquidität, Algorithmic Trading, SEC, CFTC, Quote Stuffing, Marktstruktur, Volatilität, Finanzmärkte, Orderbuch, elektronischer Handel, Risikomanagement.
Die Arbeit behandelt den sogenannten „Flash Crash“ vom 6. Mai 2010, bei dem es an den US-Börsen zu einem blitzartigen und drastischen Kursverfall kam.
Die zentralen Themen sind die Struktur elektronischer Handelsplattformen, die Funktionsweise von Algorithmen und High-Frequency-Trading sowie deren Einfluss auf die Marktliquidität.
Das Ziel ist die umfassende Analyse der Ursachen des Flash Crashs, um zu verstehen, wie technologische Veränderungen im Aktienhandel zur Instabilität beigetragen haben.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Berichtsanalyse, insbesondere basierend auf dem offiziellen Abschlussbericht der US-Aufsichtsbehörden CFTC und SEC.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des modernen Börsenhandels dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Rekonstruktion des Crash-Ablaufs und einer Diskussion verschiedener Auslösefaktoren.
Wichtige Begriffe sind Flash Crash, High Frequency Trading (HFT), Marktliquidität, Algorithmic Trading und regulatorische Schutzmaßnahmen.
Die Theorie vermutete einen Tippfehler bei einem großen Aktienverkauf, wurde jedoch durch Analysen als eher nachgelagertes Ereignis entkräftet, da der Markt bereits zuvor eingebrochen war.
Quote Stuffing führte durch eine Flut an Scheinorders zu einer enormen Auslastung des Handelssystems und Datenverzögerungen, was die Marktlage unübersichtlich machte und Liquidität entzog.
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