Diplomarbeit, 2002
113 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Schwerpunkte der internationalen Brechtforschung
2. Leben und Werk Bertolt Brechts in der Übersicht
2.1 Leben und Arbeiten bis 1932
2.1.1 Jugendjahre – Krieg, Studium, erste Werke
2.1.2 Die Novemberrevolution – Brechts Arbeiten bis 1924
2.1.3 Erste Jahre in Berlin. Versuche für ein neues Theater. Sammlung der Lyrik ( 1924 – 1927)
2.1.4 Die Beschäftigung mit der marxistischen Lehre (1927 – 1929)
2.1.5 Die Lehrstücke ( 1929 – 1932 )
2.2 Im Exil
2.2.1 In Dänemark
2.2.2 In Schweden
2.2.3 In Finnland
2.2.4 In den USA
2.2.5 In der Schweiz
2.3 Brecht in der Deutschen Demokratischen Republik
3. Das epische Theater Brechts
4. Der Verfremdungseffekt
Begriffsbestimmung:
5. Brechts Aktualität heute unter besonderer Berücksichtigung des Brecht – Jahres 1998
5.1 Der Brecht- Dialog 1998
5.2 Brecht am Schnittpunkt der Jahrtausende
6. Zur Rezeption des literarischen Werkes von Bertolt Brecht in Rumänien
6.1 Die Aufnahme von Brechts Werk in den deutschsprachigen Medien Rumäniens zu seinen Lebzeiten ( 1956 )
6.1.1 Die Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg
6.1.2 In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tode (1956)
6.2 Die Brechtrezeption in deutscher Sprache in Rumänien nach seinem Tod bis in die Gegenwart
6.2.1 Die aufsteigende Linie bis Ende der siebziger Jahre
6.2.2 Die absteigende Linie der Brecht – Rezeption in den achtziger Jahren und nach der Wende bis heute
6.3 Schlussfolgerungen zur Brecht – Rezeption in Rumänien
Schlussfolgerung
Die Diplomarbeit untersucht Bertolt Brechts Leben, sein theatertheoretisches Werk – insbesondere den Verfremdungseffekt und das epische Theater – sowie dessen internationale und spezifisch rumäniendeutsche Rezeption, um Brechts anhaltende Relevanz und künstlerische Tradition als unbequemer Zeitgenosse kritisch zu würdigen.
4. Der Verfremdungseffekt
Es gibt in der Literaturgeschichte wenige Begriffe, die gleichermaßen einander widersprechende Stellungnahmen und Missverständnisse hervorgerufen haben wie der Verfremdungseffekt ( V – Effekt ). Brecht kommt das Verdienst zu, den V – Effekt theoretisch begründet und daraufhin in seine Theaterpraxis eingeführt zu haben. Er hat schon früh in seinem dramatischen Schaffen Elemente des V – Effekts verwendet, aber erst in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre den Begriff formuliert. Unter den Wissenschaftlern gab es einige, die die Ansicht vertraten, Brecht habe den Begriff von der sowjetischen formalistischen Schule entlehnt. In seiner Brecht - Monographie setzt sich Ilja Fradkin eingehend mit diesem Vorwurf auseinander.
Andere Germanisten wie Reinhold Grimm, Paul Böckmann, Hans Egon Holthusen schlossen sich später Willetts These an. In seiner Argumentation gegen diese Auslegung der Herkunft des Verfremdungseffekts bei Brecht geht Fradkin davon aus, dass man die Frage nach Verwendung des Begriffs von der nach der Verwendung des Kunstmittels als solchem trennen müsse. Im folgenden gibt er Beispiele dafür, wie Brecht schon seit den frühen zwanziger Jahren sich mit dem Phänomen auseinandergesetzt und es mit Begriffsbestimmungen umrissen habe, die sich der Definierung als V – Effekt näherte.
1. Schwerpunkte der internationalen Brechtforschung: Ein Überblick über die Forschungsgeschichte und die wichtigsten Phasen der Brecht-Rezeption.
2. Leben und Werk Bertolt Brechts in der Übersicht: Detaillierte Darstellung von Brechts Leben, unterteilt in die Phasen vor 1932, das Exil und seine Zeit in der DDR.
3. Das epische Theater Brechts: Analyse der theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung des epischen Theaters als Gegenentwurf zum aristotelischen Theater.
4. Der Verfremdungseffekt: Tiefgehende Untersuchung des zentralen Begriffs der Brechtschen Dramaturgie sowie seiner verschiedenen Anwendungsformen in Inszenierungen und Texten.
5. Brechts Aktualität heute unter besonderer Berücksichtigung des Brecht – Jahres 1998: Erörterung der Brecht-Rezeption am Ende des 20. Jahrhunderts anhand der Veranstaltungen zum 100. Geburtstag.
6. Zur Rezeption des literarischen Werkes von Bertolt Brecht in Rumänien: Eine spezifische Untersuchung der Brecht-Rezeption in Rumänien, unterteilt nach zeitlichen Epochen und dem Einfluss der deutschsprachigen Minderheit.
Bertolt Brecht, Episches Theater, Verfremdungseffekt, DDR-Literatur, Theatergeschichte, Rezeptionsgeschichte, Literaturwissenschaft, Dramentheorie, Politische Literatur, Marxistische Ästhetik, Exilliteratur, Rumäniendeutsche Literatur, Brecht-Jahr 1998, Dialektik, Schauspielkunst
Die Arbeit analysiert das Leben und das dramatische Werk Bertolt Brechts sowie dessen theater-theoretische Konzepte, mit einem besonderen Fokus auf die Rezeption seines Werkes in Rumänien.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des epischen Theaters, die Definition und Funktion des Verfremdungseffekts, sowie die gesellschaftspolitische Bedeutung von Brechts Dramatik im Wandel der Zeit.
Das Ziel ist es, Brechts Bedeutung als unbequemen, kritischen Autor im 20. Jahrhundert herauszuarbeiten und die verschiedenen Phasen seiner Rezeption, insbesondere in Rumänien, zu dokumentieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Rezeptionsanalyse, die historische Ereignisse, zeitgenössische Kritik und theaterwissenschaftliche Diskurse in einen chronologischen Zusammenhang setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Übersicht, die theoretische Grundlegung des epischen Theaters und des Verfremdungseffekts sowie eine ausführliche Fallstudie zur Rezeption in Rumänien von den Anfängen bis zur Post-Wende-Zeit.
Schlüsselbegriffe sind Verfremdungseffekt, Episches Theater, Dialektik, Brecht-Rezeption, DDR-Literatur und rumäniendeutsche Kritik.
Sie betont die maßgebliche Rolle der deutschsprachigen Minderheit in Rumänien, die als Vermittler zwischen dem Autor und der lokalen Rezeption fungierte und durch eigene Literaturkritik aktiv an der Gestaltung des Brecht-Bildes mitwirkte.
Das Gedenkjahr 1998 wird als ein entscheidender Moment der wissenschaftlichen und medialen Bilanzierung verstanden, an dem die andauernde Krise, aber auch die ungebrochene Aktualität von Brechts Texten in einem neuen politischen Kontext deutlich wurde.
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