Examensarbeit, 2011
118 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1 Problem-/Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Kontext
2.1 Selbstorganisiertes Lernen
2.1.1 Begriffserklärung
2.1.2 Gründe für die Förderung des SOL
2.1.3 Ziele im Detail
2.1.4 Ansätze zur Förderung
2.1.5 Unterrichtsentwicklung und Planungshilfen
2.2 Die Webquestmethode
2.2.1 Begriffserklärung
2.2.2 Didaktisches Modell
2.2.3 Ziele, Vorteile und Nachteile
2.2.4 Struktur
3. Darstellung der praktischen Umsetzung der Unterrichtseinheit
3.1 Didaktische Analyse
3.1.1 Bedingungsfelder
3.1.1.1 Schülervoraussetzung (Probandenbeschreibung)
3.1.1.2 Angaben zur Ausstattung des DV-Raumes
3.1.2 Entscheidungsfelder
3.1.2.1 Stoffauswahl und Abgrenzung
3.1.2.2 Lernziele
3.1.2.3 Methodische Entscheidungen
3.2 Verlaufsplan
4. Untersuchungsdesign
4.1 Erhebungsinstrumente
4.2 Auswertungsverfahren
5. Ergebnisse
5.1 Reflexion der Unterrichtseinheit
5.2 Analyse der resultierenden Effekte und des Lernprozesses
5.3 Analyse des Lehr-Lernarragement
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht, inwieweit der strukturierte Einsatz der Webquestmethode im Informatikunterricht der Eingangsklasse eines Wirtschaftsgymnasiums dazu beiträgt, das selbstorganisierte Lernen (SOL) zu fördern und welche Auswirkungen dies auf motivationale Effekte sowie den Lernprozess der Schüler hat.
1.1 Problem-/Fragestellung
In den Vorbemerkungen des Lehrplans für das Fach Informatik der Eingangsklasse des beruflichen Wirtschaftsgymnasiums wird deutlich, dass die Schule von heute nicht nur ein Angebot von Faktenwissen bereitstellen soll, sondern darüber hinaus den Gymnasiasten als mündigen Bürger zu fördern. Dabei soll im Einzelnen zur Studierfähigkeit junger Menschen beigetragen und innerhalb des Faches Informatik, Einschätzung von Nutzen/Chancen durch den Einsatz von Informationssystemen sowie die Beschaffung/Aufbereitung von Informationen, ermöglicht werden (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2008), S. 2). So erlangt der Schüler eine Grundlage um seine Entscheidungen begründet zu treffen.
Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es jedoch eine Verbesserung der Unterrichtsqualität bzw. die Weiterentwicklung der Aufgaben – und Lernkultur. Eine zentrale didaktische Bedeutung hat vor diesem Hintergrund das selbstorganisierte Lernen (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2003), S. 3). Diese didaktisch-methodische Konzeption zur Stärkung der Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Lernenden (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (2003), S. 3) ist die pädagogische Antwort auf den Wandel der Arbeitswelt, Informationsgesellschaft und Medienlandschaft. Dabei soll der Schüler unter Anleitung der Lehrperson von dem rezeptiven Beobachter hin zu einem aktiven, selbstbestimmenden Akteur des Unterrichts, Berufs und Alltags geführt werden.
Die Frage nach dem „Wie ist dies im Einzelnen umzusetzen?“ kann vielfältig beantwortet werden. Eine Antwort ist die Durchführung der Webquestmethode innerhalb und außerhalb des Unterrichts. Das Webquest bietet für die oben genannten Ziele einen guten Ausgangspunkt, da es durch seine didaktische Struktur dem Schüler ein eigenständiges Vorgehen erlaubt, jedoch eine ziel- bzw. planlose Informationsbeschaffung verhindert (vgl. Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, S. Warum Webquests?). Dem zufolge kann das Webquest als Werkzeug für selbstorganisiertes Lernen angesehen werden.
Für die einzelnen Lehrpersonen, die eine Förderung des selbstorganisierten Lernens mithilfe der Webquestmethode erreichen wollen, bleiben jedoch offene Fragen, die in den aktuellen Diskussionen nur unzureichend beantwortet werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert die Relevanz des selbstorganisierten Lernens für den Informatikunterricht sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Theoretischer Kontext: Hier werden der theoretische Rahmen des selbstorganisierten Lernens sowie das didaktische Modell der Webquestmethode ausführlich erörtert.
3. Darstellung der praktischen Umsetzung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel beschreibt die detaillierte didaktische Analyse und den konkreten Verlaufsplan der siebenstündigen Unterrichtseinheit.
4. Untersuchungsdesign: Es werden die eingesetzten Erhebungsinstrumente, insbesondere die Fragebögen, sowie das methodische Vorgehen bei der Datenauswertung dargelegt.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Reflexion der Unterrichtseinheit sowie die empirische Analyse der Auswirkungen auf die Schüler und das Lehr-Lernarrangement.
6. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die aufgestellten Hypothesen auf Basis der empirischen Daten bewertet.
Selbstorganisiertes Lernen, SOL, Webquest, Informatikunterricht, Selbststeuerung, Motivation, Metakognition, Lernprozess, Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Selbstlernkompetenz, Didaktik, empirische Untersuchung, Unterrichtseinheit, Wirtschaftsgymnasium.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz der Webquestmethode als Instrument zur Förderung des selbstorganisierten Lernens (SOL) im Informatikunterricht an einem Wirtschaftsgymnasium.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von SOL, die didaktische Struktur von Webquests sowie die praktische Planung und empirische Evaluation einer spezifischen Unterrichtseinheit zum Thema "Informatik und Gesellschaft".
Das primäre Ziel ist es, Auswirkungen eines strukturierten Webquest-Einsatzes auf motivationale Effekte (z.B. Motivation, Angst) und Lernprozesse (z.B. Selbstkontrolle, Zeitplanung) zu prüfen.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz mit Fragebögen, die vor und nach der Unterrichtseinheit erhoben und mit deskriptiven Statistiken sowie dem t-Test für unabhängige Stichproben ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der praktischen Umsetzung (Didaktische Analyse und Verlaufsplan), das Untersuchungsdesign sowie die Auswertung der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Selbstorganisiertes Lernen (SOL), Webquest, Selbstlernkompetenz, Metakognition, Motivation und Handlungsorientierung.
Dieser Lehrplaninhalt dient als konkreter inhaltlicher Kontext, um Themen wie Urheberrechte, Missbrauch von Informationssystemen und Angriffe/Schutzmöglichkeiten handlungsorientiert mittels Webquest zu bearbeiten.
Die Schüler bewerteten die didaktische Struktur größtenteils positiv, wobei insbesondere der Arbeitsplan und das Sandwich-Prinzip als nützlich hervorgehoben wurden, während die Navigation teilweise kritisiert wurde.
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