Diplomarbeit, 2011
121 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1. Problemaufriss und Forschungsfrage
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Kommunikation: Phänomen aus Wahrnehmung und Interpretation
2.1.1. Leistung und Zufriedenheit im Kontext von Kommunikationsstrukturen
2.1.2. Arten der Kommunikation
2.1.3. Unternehmenskommunikation
2.2. Change-Kommunikation
2.2.1. Funktion und Bedeutung der Kommunikation im Change-Prozess
2.2.2. Stellenwert der Kommunikation im Change-Prozess
2.2.3. Change-Kommunikation im Spannungsfeld von Effektivität und Effizienz
2.2.4. Erfolgsfaktoren in der Veränderungskommunikation
2.2.5. Kommunikationskanäle und -instrumente im Change-Prozess
2.2.5.1. Widerstände vermeiden
2.2.5.2. Anforderungen und Gestaltung von Change-Kommunikation
2.2.5.3. Werkzeugkasten der Kommunikation im Wandel
2.3. Reaktionen Betroffener auf Veränderungen (Veränderungskurve)
2.3.1. Managen von Übergängen und Übergangsphasen
2.3.2. Änderungswiderstände als zentrale Herausforderung
2.4. Zusammenfassung der Erkenntnisse
3. Praxisbezogene Anwendung von Change-Kommunikation am Projekt „ÖVAGplus“
3.1. Begründung der Datenerhebungsmethode und Art der Befragung
3.2. Erkenntnisinteresse und Methodik
3.3. Untersuchungsdesign
3.3.1. Aufbau und Inhalt des Fragebogens
3.3.2. Zielpersonen
3.3.3. Ablauf, Durchführung und Dokumentation der Datenerhebung
3.4. Fakten und geschichtlicher Hintergrund der untersuchten Unternehmen
3.4.1. Geschichte Investkredit Bank AG
3.4.2. Geschichte Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG)
3.4.3. Zusammenführung ÖVAG mit Investkredit und weitere Entwicklung
3.5. Die Rahmenbedingungen für das Projekt „ÖVAGplus“
3.6. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse aus dem Fragebogen
3.6.1. Beschreibung der Kommunikationsangebote
3.6.2. Auswertung Frage 1 des Fragebogens
3.6.3. Auswertung Frage 2 und 3 des Fragebogens
3.6.4. Auswertung Frage 4 des Fragebogens
3.7. Fazit
3.7.1. Gegenüberstellung der Ergebnisse mit den theoretischen Grundlagen
3.7.2. Beantwortung der Forschungsfrage
3.7.3. Kritik an der Untersuchungsmethode
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit bewertet die interne Change-Kommunikation bei der Zusammenführung der Österreichischen Volksbanken-AG (ÖVAG) und der Investkredit Bank AG im Rahmen des Projekts "ÖVAGplus". Ziel ist es zu analysieren, wie Führungskräfte und Mitarbeiter die angewandten Kommunikationsinstrumente in der Anfangsphase wahrnehmen, welchen Wirkungsgrad diese erzielen und inwiefern sie zur Akzeptanz und aktiven Mitgestaltung des Veränderungsprozesses beitragen.
2.2.5.3. Werkzeugkasten der Kommunikation im Wandel
Change Prozesse stellen sich meist komplex und mehrdimensional dar. Deshalb bedarf es einer integrierten Veränderungskommunikation, um interne und externe Kommunikation inhaltlich und gestalterisch stimmig, unter Zuhilfenahme entsprechender Werkzeuge, zu planen. Die Kernbotschaften müssen für alle Zielgruppen identisch sein und können nur um spezifische Inhalte ergänzt werden. In der zeitlichen Abfolge werden zuerst Führungskräfte und Mitarbeiter, dann Kunden und Lieferanten zeitgleich mit den Aktionären (z.B. bei einer Publikumsgesellschaft) und anderen externen Stakeholdern (Presse etc.) informiert. Der Informationsfluss erfolgt top down und von innen nach außen. Die Kommunikation erfolgt in einem konsistenten Kommunikationsstil, mit wieder erkennbarer Gestaltung und gleich bleibender Kernbotschaft, aber sie variiert mit abnehmender Informationsdichte und -tiefe in unterschiedlichen Medien. Wichtig ist die ständige Wiederholung der (Kern-)Botschaften, auch wenn es für das Management eintönig und nicht sinnvoll erscheint. „Erst wenn das neue Verhalten tausendmal wiederholt worden ist, sind neue Normen und Wertsetzungen verankert, die dann einen Teil der Verhaltenssteuerung übernehmen können.“
Die Change Kommunikation hat generell den Vorrang gegenüber der Regelkommunikation, die parallel dazu passiert. Mit welchen Werkzeugen die relevanten Zielgruppen angesprochen werden, kann nach zwei Aspekten sortiert werden, erstens nach der Reichweite (das ist die erreichbare Größe der Zielgruppe) und zweitens nach der Wirkungstiefe, d.h. ob die Verantwortlichen der Change Kommunikation mit dem jeweiligen Tool nur einen oberflächlichen Impuls oder einen deutlichen Denkanstoß geben wollen, bzw. ob sie damit sogar eine Verhaltensänderung bewirken können. Das verdeutlicht Abbildung 5.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Change-Kommunikation im Kontext steigender Unternehmensdynamik ein und formuliert die Forschungsfrage zur Bewertung des Projekts "ÖVAGplus".
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die kommunikationstheoretischen Fundamente, die spezifischen Anforderungen an die Change-Kommunikation sowie Modelle der psychologischen Veränderungskurve und des Transitionmanagements erarbeitet.
3. Praxisbezogene Anwendung von Change-Kommunikation am Projekt „ÖVAGplus“: Dieses Kapitel beschreibt das empirische Untersuchungsdesign, stellt die beteiligten Banken vor und wertet die Befragungsergebnisse zu den verschiedenen Kommunikationsinstrumenten differenziert aus.
4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Bedeutung professioneller, zielgruppengerechter Change-Kommunikation für den nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Change-Kommunikation, Veränderungsmanagement, Unternehmenskommunikation, Dialog-Kommunikation, ÖVAGplus, Führungskommunikation, Mitarbeiterbindung, Widerstandsmanagement, Veränderungskurve, Zweiweg-Kommunikation, Unternehmenskultur, Interne Kommunikation, Change-Tools, Transformationsprozess.
Die Arbeit untersucht die Bewertung und Wirksamkeit von Kommunikationsmaßnahmen während des Veränderungsprojekts "ÖVAGplus", welches die Zusammenführung der Österreichischen Volksbanken-AG und der Investkredit Bank AG begleitet.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der Kommunikation in Organisationen, das spezifische Change Management und die empirische Analyse von Kommunikationsinstrumenten im Praxiskontext.
Das Ziel ist zu bewerten, wie die Change-Kommunikation von Führungskräften und Mitarbeitern in der Anfangsphase des Projekts wahrgenommen wurde und welche Tools den besten Wirkungsgrad zur Motivierung und Akzeptanz erzielten.
Es wird ein quantitativer und qualitativer Ansatz gewählt. Dies umfasst eine empirische Befragung mittels Fragebögen (offene und geschlossene Fragen), die anschließend aggregiert und teilweise statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte der Change-Kommunikation und eine detaillierte praxisbezogene Fallstudie des Projekts "ÖVAGplus" mit einer umfassenden Auswertung der erhobenen Mitarbeiter- und Führungskräftebefragungen.
Wichtige Begriffe sind Change-Kommunikation, Veränderungsmanagement, Führungskommunikation, Dialog-Kommunikation, Unternehmenskultur und Transformationsprozess.
Das Modell dient dazu, die unterschiedlichen emotionalen Phasen der Mitarbeiter zu verstehen, um zielgerichtete Kommunikationswerkzeuge wählen zu können, die den jeweiligen Bedürfnissen in der Krise oder im Wandel entsprechen.
Es wird als quantitative Erhebungsmethode analysiert, um die Wirksamkeit der Change-Maßnahmen zu evaluieren, wobei die Arbeit kritisch aufzeigt, dass die fehlende Kommunikation der Ergebnisse an die Mitarbeiter zu Enttäuschung führen kann.
Der Autor schlussfolgert, dass Zweiweg-Kommunikation (Dialog) der Einweg-Kommunikation im Change-Prozess überlegen ist, da sie echtes Engagement ermöglicht, Ängste abbaut und die Akzeptanz für notwendige Veränderungen signifikant erhöht.
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