Magisterarbeit, 2008
122 Seiten, Note: 2,8
Diese Arbeit untersucht die geheime Kooperation zwischen Alfred von Kiderlen-Wächter und dem Alldeutschen Verband vor der zweiten Marokkokrise und deren weitreichende Folgen. Im Mittelpunkt steht die Analyse des Einflusses des organisierten Nationalismus, repräsentiert durch den ADV, auf die außenpolitische Entscheidungsfindung des Deutschen Kaiserreichs. Die Arbeit beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen innen- und außenpolitischen Faktoren und deren Auswirkungen auf die Entwicklung der "neuen Rechten".
Kapitel 1 beschreibt die schwierige außenpolitische Lage des Deutschen Reichs vor der zweiten Marokkokrise, geprägt vom Erbe Bülows und innenpolitischen Spannungen. Kapitel 2 analysiert die Entstehung und Ideologie des Alldeutschen Verbandes (ADV) und dessen radikalnationalistisches Weltbild. Kapitel 3 beleuchtet die Vorgeschichte der Agadirkrise und die ersten Kontakte zwischen Kiderlen-Wächter und dem ADV. Kapitel 4 beschreibt den "Panthersprung" nach Agadir und die darauf folgende Pressekampagne des ADV, sowie die Reaktionen der beteiligten Mächte. Kapitel 5 behandelt den Marokko-Kongo-Vertrag und die Folgen der Krise für die politische Entwicklung im Kaiserreich, inklusive der Reaktion des ADV und den Aufstieg der "Neuen Rechten".
Alfred von Kiderlen-Wächter, Alldeutscher Verband (ADV), Zweite Marokkokrise, organisierter Nationalismus, radikale Nationalismus, Außenpolitik, Innenpolitik, Deutsches Kaiserreich, wilhelminische Ära, Bethmann Hollweg, Heinrich Claß, Geopolitik, Kolonialpolitik.
Die Krise von 1911, auch Agadirkrise genannt, war ein internationaler Konflikt, der durch die Entsendung des deutschen Kanonenboots „Panther“ nach Marokko ausgelöst wurde.
Er war der deutsche Staatssekretär des Äußeren, der eine Risikostrategie verfolgte und dabei heimlich mit radikalnationalistischen Verbänden kooperierte.
Der ADV war der einflussreichste Agitationsverband des Kaiserreichs, der eine radikale Expansionspolitik und Weltmachtansprüche für Deutschland forderte.
Er führte zu massiven Spannungen mit Frankreich und England und endete im Marokko-Kongo-Vertrag, der im Inland als koloniale Niederlage wahrgenommen wurde und die „Neue Rechte“ radikalisierte.
Verbände wie der ADV drängten die Regierung zu einer aggressiven Außenpolitik, um von inneren Demokratisierungstendenzen und strukturellen Krisen der Monarchie abzulenken.
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