Examensarbeit, 2001
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Talentbegriff
2.1.1 Statischer Talentbegriff
2.1.2 Dynamischer Talentbegriff
2.2 Fußballtalent
3 Abgrenzung der Kernbegriffe
3.1 Talentsichtung
3.1.1 Talenterkennung und -prognose
3.1.2 Leistungsdiagnostik im Fußball
3.1.3 Eigene Stellungnahme
3.2 Talentauswahl
3.2.1 Fluktuation
3.2.2 Eigene Stellungnahme
4 Talentförderung
4.1 Training und Wettkampf
4.1.1 Das Mehr-Komponenten-Modell
4.1.2 Methoden Akzeleration und Enrichment
4.1.3 Eigene Stellungnahme
4.2 Altersthematik
4.3 Talentförderung in der DDR
5 DFB-/NFV-Talentsichtung
5.1 Vorbemerkungen
5.2 Talentsichtung U 10
5.2.1 Vorsichtung: „Tag des Talents“
5.2.1.1 Organisation
5.2.1.2 Spielmodus
5.2.2 Hauptsichtung
5.3 Talentsichtung U 11 - U 19
5.4 Eigene Stellungnahme
6 DFB-Nachwuchs-Konzept „Talente fordern und fördern“
6.1 Hintergründe
6.2 Die drei Bereiche des Konzepts „Talente fordern und fördern“
6.2.1 Juniorennationalmannschaften
6.2.2 Nachwuchszentren in den Lizenzvereinen
6.2.3 Das DFB-Talentförderprogramm
6.2.3.1 Die Talentsichtung
6.2.3.2 Die Spezialförderung
6.2.3.2.1 Die Spieler
6.2.3.2.2 Das Training
6.2.3.2.3 Die Trainer
6.2.3.2.4 Statistische Angaben
6.3 DFB-Talentförderprojekt
7 Talentsichtung und Talentförderung bei Ajax Amsterdam
7.1 Das Talentsichtungssystem
7.2 Anforderungsprofil eines Ajax-Talents
7.3 Leitlinien der Nachwuchsausbildung
Die vorliegende Arbeit liefert eine aktuelle Situationsbeschreibung der Talenterkennung und Talentförderung im Fußballsport, mit einem besonderen Fokus auf die Strukturen des DFB und des NFV sowie einen internationalen Vergleich anhand des Modells von Ajax Amsterdam. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Talente effizient gesichtet und systematisch gefördert werden können, um langfristige sportliche Höchstleistungen zu ermöglichen.
3.1.2 Leistungsdiagnostik im Fußball
„Leistungsdiagnostik beinhaltet das Erkennen und Benennen des individuellen Niveaus der Komponenten einer sportlichen Leistung oder eines sportlichen Leistungszustandes“ (RÖTHIG 1992, S. 277).
Die Leistungsdiagnostik stellt zusammen mit der Trainingsplanung die entscheidende Voraussetzung für die Trainingssteuerung dar. An leistungsdiagnostischen Verfahren können unterschieden werden:
• Befragung, Interview
• Beobachtung (durch Trainer/Berater; mit Dokumentation, Raster, Video/Film, Computer u.ä.)
• Sportmotorische Tests
• Sportpsychologische Verfahren
• Sportmedizinische (kardiologische, physiologische und biochemische) Verfahren
• Funktionell-anatomische Verfahren
• Biomechanische Verfahren
(vgl. WEINECK 1997, S. 51)
Bei der Durchführung von leistungsdiagnostischen Tests ist zum einen auf entsprechende Gütekriterien, zum anderen auf ihre Durchführbarkeit zu achten. Unter den Aspekt der Durchführbarkeit fallen die Praktikabilität, der organisatorische Aufwand und die eventuell anfallenden Kosten. Aus sportwissenschaftlicher Sicht wird zwischen Hauptgütekriterien (Exaktheitskriterien) und Nebengütekriterien unterschieden. Nebengütekriterien sind vor allem bezüglich der praktischen Umsetzbarkeit von Bedeutung.
Hauptgütekriterien:
• Die Gültigkeit (Validität) eines Tests gibt an, in welchem Ausmaß er wirklich das erfasst, was er entsprechend seiner Fragestellung erfassen soll.
• Die Zuverlässigkeit (Reliabilität) eines Tests gibt den Grad der Genauigkeit an, mit der das entsprechende Merkmal gemessen wird (Messgenauigkeit).
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der Nachwuchsproblematik im deutschen Fußball und skizziert das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Definiert den Talentbegriff unter statischen und dynamischen Gesichtspunkten und arbeitet sportartspezifische Anforderungen für Fußballtalente heraus.
3 Abgrenzung der Kernbegriffe: Erläutert die begrifflichen Unterschiede und Zusammenhänge von Talentsichtung, -erkennung, -auswahl und -förderung im Kontext des Fußballs.
4 Talentförderung: Analysiert den langfristigen Trainingsaufbau sowie Ansätze zur Beschleunigung (Akzeleration) gegenüber einer breiten Anreicherung (Enrichment) und beleuchtet das DDR-Modell.
5 DFB-/NFV-Talentsichtung: Detaillierte Darstellung der praktischen Sichtungsmaßnahmen für verschiedene Altersklassen im Zuständigkeitsbereich des Niedersächsischen Fußballverbandes.
6 DFB-Nachwuchs-Konzept „Talente fordern und fördern“: Vorstellung der strukturellen Reformen des DFB zur Nachwuchsförderung, inklusive der Nachwuchszentren und Spezialförderung.
7 Talentsichtung und Talentförderung bei Ajax Amsterdam: Erläutert das international anerkannte, hochgradig systematisierte Nachwuchsausbildungskonzept des niederländischen Spitzenvereins.
Talenterkennung, Talentförderung, Fußballsport, Leistungsdiagnostik, Talentsichtung, DFB, NFV, Nachwuchstraining, Talentauswahl, Spitzensport, Ajax Amsterdam, Akzeleration, Enrichment, Sportmotorik, Spielintelligenz.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Talenterkennung und Talentförderung im Fußballsport in Deutschland mit dem Ziel, eine Situationsbeschreibung und Bewertung bestehender Konzepte zu liefern.
Neben theoretischen Definitionen des Talentbegriffs bilden die Sichtungs- und Auswahlverfahren des DFB und NFV, sowie der Vergleich mit dem erfolgreichen Ausbildungskonzept von Ajax Amsterdam, die Schwerpunkte.
Die Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung einer systematischen, langfristig orientierten Talentförderung hervorzuheben und die Notwendigkeit von Verbesserungen in der Talentsichtung aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf Expertenwissen, welches der Autor durch persönliche Gespräche und seine eigene Tätigkeit als DFB-Stützpunkttrainer eingebracht hat.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsabgrenzung, die praktische Durchführung der DFB-/NFV-Sichtung, die Analyse des DFB-Konzepts „Talente fordern und fördern“ sowie die Fallstudie zu Ajax Amsterdam.
Zentrale Begriffe sind Talenterkennung, Talentförderung, Leistungsdiagnostik, systematisches Training, Talentsichtung und die Differenzierung zwischen statischem und dynamischem Talentbegriff.
Der Autor hält das System für schlüssig, kritisiert jedoch die starke Abhängigkeit von punktuellen Sichtungsereignissen und fordert eine engere, organisierte Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern vor Ort.
Der Erfolg beruht auf einem langfristigen, 12-jährigen Ausbildungsmodell mit einheitlichen Spielphilosophien und einer intensiven, auf das Anforderungsprofil „TIPS“ ausgerichteten individuellen Förderung der Spieler.
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