Diplomarbeit, 2008
254 Seiten
1 Einleitung
1.1 Bedeutung von Coaching
1.2 Forderung nach Evaluation
1.3 Ziel der Arbeit
2 Theorie
2.1 Coaching als Personalentwicklungsinstrument
2.1.1 Definitionen von Coaching
2.1.2 Anlässe von Coaching
2.1.3 Abgrenzung von Coaching zu anderen Personalentwicklungs-maßnahmen
2.2 Wirkungen von Coaching
2.2.1 Erfolg und Nutzen als unspezifische Wirkungen von Coaching
2.2.2 Spezifische Wirkungen von Coaching
2.3 Zentrale Variablen für die vorliegende Studie
2.3.1 Zielerreichung als Wirkung von Coaching
2.3.2 Selbstreflexion als Wirkung von Coaching
2.3.3 Selbstwirksamkeit als Wirkung von Coaching
2.4 Selbstcoaching-Leitfäden zur Transferunterstützung
2.4.1 Definition von Selbstcoaching
2.4.2 Self-Monitoring als Teilfunktion von Selbstcoaching
2.4.3 Bisherige Studien zu Selbstcoaching
2.5 Evaluation von Coaching
2.5.1 Anforderungen an Evaluation
2.5.2 Bisherige Evaluation von Coaching
2.5.3 Anforderungen an die vorliegende Evaluationsstudie
2.6 Hypothesen
2.6.1 Hypothesen zur Zielerreichung
2.6.2 Hypothesen zu Selbstreflexion
2.6.3 Hypothesen zu Selbstwirksamkeitserwartung
2.7 Allgemeine Anmerkungen zur Intervention Coaching
2.7.1 Haltungen im systemischen Coaching
2.7.2 Coaching-Interventionen und Fragen
3 Methode
3.1 Untersuchungsdesign
3.1.1 Beschreibung des Untersuchungsablaufs
3.1.2 Realisierung der Anforderungen an die vorliegende Evaluation
3.2 Stichprobe
3.2.1 Coaching in der Commerzbank AG
3.2.2 Die Stichprobe der vorliegenden Studie
3.3 Beschreibung der Interventionen
3.3.1 Beschreibung der Intervention Coaching
3.3.2 Beschreibung der Intervention Selbstcoaching
3.4 Erhebungsinstrument Fragebogen
3.4.1 Hypothesengeleitete Fragebogenentwicklung
3.4.2 Reliabilitätsprüfung der Skalen
3.4.3 Ablauf der Erhebung
3.4.4 Diskussion der Erhebungsinstrumente
3.4.5 Grenzen bei der Realisierung der Studie
4 Ergebnisse
4.1 Datenbasis und vorbereitende Analyse
4.1.1 Demografische Beschreibung der Stichprobe
4.1.2 Prätestunterschiede der abhängigen und Kontrollvariablen
4.2 Varianzanalytische Interventionsprüfung
4.2.1 Zielerreichung
4.2.2 Selbstreflexion
4.2.3 Selbstwirksamkeit
4.2.4 Ergänzende abhängige Variablen: Verhaltensoptimierung
4.3 Stabilität der Effekte
4.3.1 Zielerreichung
4.3.2 Selbstreflexion
4.3.3 Selbstwirksamkeit
4.3.4 Ergänzende abhängige Variablen: Verhaltensoptimierung
4.4 Einflüsse von Moderatorvariablen
4.4.1 Einflüsse der demografischen Variablen
4.4.2 Einflüsse von Interesse, Zufriedenheit, Gestimmtheit und Motivation
4.4.3 Einflüsse der Variablen des Coachings und Selbstcoachings
4.5 Zufriedenheit der Untersuchungsteilnehmer
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.1.1 Zielerreichung
5.1.2 Selbstreflexion
5.1.3 Selbstwirksamkeit
5.1.4 Ergänzende abhängige Variablen: Verhaltensoptimierung
5.2 Kritische Schlussfolgerungen
5.2.1 Stabilität von abhängigen Variablen
5.2.2 Veränderungsmotivation der Teilnehmer
5.2.3 Zusammenhänge zwischen abhängigen Variablen
5.2.4 Nutzung des Selbstcoachings
5.3 Resümee der vorliegenden Untersuchung
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Coaching-Gesprächen und ergänzenden Selbstcoaching-Leitfäden als Instrumente der Personalentwicklung bei Nachwuchskräften. Das primäre Ziel ist es, einen empirischen Nachweis für die Wirksamkeit dieser Interventionen in Bezug auf die Erreichung beruflicher Ziele sowie auf Veränderungen in der Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit zu erbringen.
2.3.2.1 Definition von Selbstreflexion
„Selbstreflexion ist die Betrachtung und kritische Analyse eines Protokolls der eigenen Aktivitäten mit Hilfe von Prozessen der Rekapitulation und unter bestimmten Umständen der Rekonstruktion.“ (Tisdale, 1998, S. 7) Tisdale beschränkt die Selbstreflexion auf die Beobachtung und Untersuchung des Verhaltens und Handelns, während Greif (2000) auch Kognition und Emotion zum Gegenstand der Selbstreflexion deklariert: „Unter Selbstreflexion wird der von anderen Personen nicht beobachtbare, bewusste innere Prozess des Nachdenkens und der gedanklichen Verarbeitung der Informationen über sich selbst als Person und über das eigene Denken, Fühlen und Handeln, allein oder interaktiv mit anderen Personen verstanden“ (S. 19). In einer späteren Arbeit hebt Greif selbst den Bezug zum Selbstkonzept in der Definition der Selbstreflexion hervor und beschreibt Selbstreflexion dann als „bewusst explizierendes Nachdenken einer Person über Vorstellungen zum Selbstkonzept oder individuellen Handlungen mit Bezügen zu ihrem Selbstkonzept“ (2005, S. 12).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung von Coaching als Instrument der Personalentwicklung und identifiziert den Mangel an wissenschaftlich fundierten Wirksamkeitsstudien als Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit.
2 Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des systemischen Coachings, das Selbstcoaching sowie die zentralen Variablen Zielerreichung, Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit dargelegt und in Hypothesen überführt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das quasilängsschnittliche Untersuchungsdesign, die Stichprobenrekrutierung bei der Commerzbank AG sowie die eingesetzten Coaching-Interventionen und Fragebogen-Erhebungsinstrumente.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Datenanalyse werden präsentiert, wobei die Interventionswirkungen auf die Zielvariablen sowie die Stabilität der Effekte im Längsschnitt geprüft werden.
5 Diskussion: Die Befunde werden interpretiert, kritisch gewürdigt und in Bezug auf die Forschungslücke sowie Ansätze für zukünftige Studien reflektiert.
Coaching, Selbstcoaching, Evaluation, Systemisches Coaching, Zielerreichung, Selbstreflexion, Selbstwirksamkeit, Personalentwicklung, Nachwuchskräfte, Transferunterstützung, empirische Studie, Wirksamkeitsprüfung, Selbstaufmerksamkeit, Handlungsorientierung, Moderatorvariablen
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich die Wirksamkeit von Coaching-Gesprächen im beruflichen Kontext, insbesondere im Hinblick auf deren Nutzen für Nachwuchskräfte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Konzeption und Evaluation von Coaching, der Rolle von Selbstcoaching-Leitfäden zur Transferunterstützung sowie der Analyse psychologischer Variablen wie Zielerreichung, Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit.
Das Hauptziel besteht darin, einen empirischen Nachweis für die Wirksamkeit von Coaching zu erbringen und dabei zu klären, inwiefern Coaching zur Zielerreichung und zur Steigerung von Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit bei Klienten beiträgt.
Es wurde ein mehrfaktorieller Versuchsplan mit Messwiederholung angewandt. Die Wirksamkeit wurde mithilfe von Fragebögen zu vier Zeitpunkten erhoben und varianzanalytisch ausgewertet, wobei Kontrollgruppenvergleiche genutzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen, der Coaching-Konzepte fundiert, sowie einen detaillierten methodischen Teil zur Durchführung der Feldstudie und die anschließende Ergebnisanalyse.
Wichtige Begriffe sind Systemisches Coaching, Selbstwirksamkeitserwartung, Evaluation, Transferunterstützung und Zielorientierung.
Die Studie liefert konkrete Belege für die Wirksamkeit von Coaching und Selbstcoaching, was für Investitionsentscheidungen in der Personalentwicklung und zur Qualitätssicherung von Coaching-Maßnahmen von großer Relevanz ist.
Die Studie untersuchte den Mehrwert, den Teilnehmer durch die zusätzliche Nutzung von Selbstcoaching-Leitfäden im Vergleich zu reinem Coaching erhalten, und fand Hinweise auf eine positive Unterstützung der Zielannäherung.
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