Lizentiatsarbeit, 2009
103 Seiten, Note: 5.6
TEIL 1: THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage und Problemstellung
1.2. Zielsetzungen
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. E-Health
2.2. Plastische Chirurgie
3. Nutzen des Medienkonsums
3.1. Nutzen- und Gratifikationsansatz
3.2. Das aktive Publikum
3.3. Selektion des Mediums
3.4. Nutzen und Gratifikationen in Neuen Medien
4. Internet-Foren
4.1. Entwicklung
4.2. Virtuelle Gemeinschaft
4.3. Herstellung und Weitergabe von Wissen
4.4. Usability von Diskussionsforen
5. E-Health
5.1. Entwicklung
5.2. Inhalt von E-Health-Angeboten
5.3. Chancen und Risiken
5.4. Auswirkungen von E-Health auf die Arzt-Patient-Beziehung
5.5. Weitere Auswirkungen von E-Health
5.6. Rechtliche Schranken
6. Schönheitsoperationen
6.1. Bedeutung in der Gesellschaft
6.2. Entscheidungsfaktoren
6.3. Spezifische Informationsbedürfnisse
TEIL 2: EMPIRISCHER TEIL
7. Methodisches Vorgehen
7.1. Forschungsfragen
7.2. Auswahl der Untersuchungseinheiten
7.3. Forschungsmethode und Datenerhebung
7.4. Pretest
7.5. Untersuchungseinheiten
8. Inhaltsanalyse
8.1. Gesuchte Inhalte
8.2. Gründe für die Wahl von Diskussionsforen
8.3. Erhaltene Gratifikationen in Diskussionsforen
8.4. Einfluss auf die Arzt-Patient-Beziehung
9. Diskussion und Fazit
9.1. Geeignete Diskussionsforen
9.2. Trends in der Schönheitschirurgie
9.3. Intimchirurgie
9.4. Schönheitschirurgie als Unterhaltung
9.5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Informationsbedürfnis von Patienten im Vorfeld ästhetischer Eingriffe sowie die Rolle, die Diskussionsforen und E-Health-Angebote bei deren Meinungsbildung und Entscheidungsfindung spielen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Patienten das Internet als Medium nutzen, um sich auf ärztliche Beratungsgespräche vorzubereiten und wie sich dieses Verhalten auf die Arzt-Patient-Beziehung auswirkt.
4.2. Virtuelle Gemeinschaft
„Virtuelle Gemeinschaften sind soziale Zusammenschlüsse, die dann im Netz entstehen, wenn genug Leute […] öffentliche Diskussionen lange genug führen und dabei ihre Gefühle einbringen, so dass im Cyberspace ein Geflecht persönlicher Beziehungen entsteht“ Diese Gemeinschaften entstehen und währen, weil im Beisein von konkurrierenden Gesellschaften jede Gruppe nur dann existieren kann, wenn ihre Mitglieder erkennen, dass es ein Ziel von Wert gibt, das nur gemeinsam in der Gruppe erreicht werden kann. Dabei ist vor allem die wechselseitige Interaktivität von Bedeutung – jeder Teilnehmer ist gleichzeitig Fragender und Antwortender: „Reziprozität sichert eine Win-win-Situation und macht eine Community attraktiv.“ Da viele Mitglieder eines Forums demselben lange verbunden bleiben, entsteht eine gemeinsame Geschichte – etwa wenn ein Patient in einem medizinischen Diskussionsforum die anderen Teilnehmer laufend über seine Operation informiert, von der Entscheidung bis hin zur Nachbehandlung.
Der Aufbau eines Wir-Gefühls in einer Gemeinschaft sichert auch das Vertrauen. Zum einen das Vertrauen in die vermittelten Informationen und zum anderen das Vertrauen in Authentizität der anderen Teilnehmer. Viele Forenteilnehmer kommen ursprünglich wegen der Inhalte in das Diskussionsforum, doch sie bleiben wegen der zwischenmenschlichen Beziehungen. In den meisten Internetforen gibt es daher die Möglichkeit für Teilnehmer, ein persönliches Profil anzulegen. Dies gibt ihnen das Gefühl, ihre Persönlichkeit in das Forum einbringen zu können und gleichzeitig erlaubt ein Profil einander besser kennen zu lernen – zumindest so weit, wie es der Einzelne zulässt. Einige Foren schaffen zudem Anreizsysteme für Aktivität und besondere Leistungen: Beispielsweise können Titel wie „Foren Legende“ oder „Foren Ass“ erreicht werden, wenn das Mitglied eine bestimmte Anzahl von Beiträgen erstellt hat. Diese Titel motivieren einerseits die Mitglieder, möglichst aktiv zu sein und andererseits dienen sie als Indikator für neue Forenteilnehmer, wer schon länger angemeldet ist und wer selber erst seit kurzem dabei ist.
1. Einleitung: Beleuchtet die Ausgangslage der Informationsbeschaffung im Gesundheitswesen und definiert die Relevanz von E-Health für Patienten.
2. Begriffliche Grundlagen: Klärung der Termini E-Health sowie der Definition und Kategorisierung plastischer Chirurgie.
3. Nutzen des Medienkonsums: Theoretische Einbettung durch den Nutzen- und Gratifikationsansatz sowie Erläuterung der Publikumsaktivität.
4. Internet-Foren: Analyse der Entwicklung, der sozialen Dynamik virtueller Gemeinschaften und der Bedeutung von Usability.
5. E-Health: Detaillierte Betrachtung der Entwicklung, Chancen, Risiken und der Auswirkungen auf die Arzt-Patient-Interaktion.
6. Schönheitsoperationen: Untersuchung der gesellschaftlichen Bedeutung, der Entscheidungsfaktoren und der spezifischen Informationsbedürfnisse der Zielgruppe.
7. Methodisches Vorgehen: Darlegung der Forschungsfragen, der Methodenwahl (qualitative Befragung) und des Stichprobendesigns.
8. Inhaltsanalyse: Auswertung der gesuchten Inhalte, Motive für die Forenwahl und der Einfluss auf das Arzt-Patient-Verhältnis.
9. Diskussion und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Foren-Eignung, aktueller Trends wie Intimchirurgie und die zukünftige Entwicklung der Schönheitschirurgie.
E-Health, Plastische Chirurgie, Schönheitsoperationen, Internetforen, Nutzen- und Gratifikationsansatz, Arzt-Patient-Beziehung, Informationsverhalten, Gesundheitskommunikation, Usability, virtuelle Gemeinschaften, Patientenbedürfnisse, Online-Marktplätze, Selbstzahlerleistungen, medizinische Informatik, Patientenautonomie.
Die Lizentiatsarbeit untersucht, wie Patienten das Internet und insbesondere Diskussionsforen nutzen, um sich auf Schönheitsoperationen vorzubereiten, und welchen Einfluss diese neuen Medien auf ihr Verhältnis zum behandelnden Arzt haben.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Nutzen- und Gratifikationsansatz, der Rolle des Internets als Informationsquelle für medizinische Laien sowie den spezifischen Anforderungen an die Usability von Foren im Gesundheitssektor.
Das Ziel ist es, die Motive für die Informationssuche in Foren zu identifizieren, zu kategorisieren und aufzuzeigen, ob und wie diese neuen digitalen Möglichkeiten die Autonomie des Patienten sowie die Arzt-Patient-Interaktion beeinflussen.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz, der eine Kombination aus Fallstudie und schriftlicher Befragung nutzt, um die individuellen Beweggründe und Erlebnisse der Patienten tiefgehend zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Medienwirkungsforschung und einen empirischen Teil, in dem die Daten aus einer Befragung von Forenmitgliedern analysiert und mit Trends in der plastischen Chirurgie verknüpft werden.
Zentrale Begriffe sind E-Health, Patientenautonomie, Diskussionsforen, Schönheitschirurgie sowie der Nutzen- und Gratifikationsansatz als theoretischer Rahmen.
E-Health kann zu einer Stärkung der Patientenautonomie beitragen, da Patienten informierter in Beratungsgespräche gehen können, birgt aber auch das Risiko von Verunsicherung durch Falschinformationen oder übersteigerte Erwartungen.
Die Anonymität senkt die Hemmschwelle bei Tabuthemen wie Schönheitsoperationen und ermöglicht einen offenen Austausch, birgt jedoch Risiken hinsichtlich der Qualitätssicherung der Informationen und fördert vereinzelt aggressives Kommunikationsverhalten (Flaming).
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

