Diplomarbeit, 2003
145 Seiten, Note: 5.5 (Schweizer Notensystem=1-2)
1 Einführung
1.1 Allgemeine Einleitung*
1.2 Begriff „Gesundheitskarte“
1.2.1 Patientenkarte*
1.2.2 Berufsausweis (Healthcare Professional Card)*
1.3 Umfeld und Marktlage*
1.4 Anspruchsgruppen der Gesundheitskarte
1.4.1 Die Krankenkassen*
1.4.2 Die Patienten*
1.4.3 Die Leistungserbringer im Gesundheitswesen
1.4.3.1 Ärzte, Spitäler und Altersheime*
1.4.3.2 Apotheker und Drogisten*
1.4.3.3 Weitere Dienstleister*
1.4.4 Die Lösungsanbieter „Gesundheitskarte“
1.5 Lösungen auf dem Markt
1.5.1 Kontaktlose Systeme (Key Motion)*
1.5.2 Kontaktsysteme (Chipkarte, SmartCard)*
1.5.3 Hybride Systeme (Hybrid-Karte, Kombi-Karte)*
1.5.4 Magnetstreifenkarte*
1.5.5 Mini-CD (Euromed-ID-System)*
1.5.6 Papierkarte*
1.5.7 USB-Token*
1.6 Eingrenzung der Arbeit*
2 Methodik
2.1 Einleitung
2.2 Synergienutzung
2.3 Aufbau der Arbeit
2.4 Ziel der Arbeit
2.5 Vorgehen
2.5.1 Analyse
2.5.1.1 Erhebung°
2.5.1.2 Auswertungen°
2.5.2 Lösungsentwicklung°
2.5.3 Lösungsfindung und Realisation
2.5.3.1 Bestimmung der zu realisierenden Massnahmen°
2.5.3.2 Beurteilung der Realisierbarkeit°
2.5.3.3 Umsetzungsvorschläge°
2.5.4 Diskussion der Ergebnisse
2.5.4.1 Ergebnisbetrachtung°
2.5.4.2 Killerfaktoren°
2.5.5 Schlussbetrachtung
2.6 Quickfinder der Punkte aus der Aufgabenstellung
3 Analyse
3.1 Einleitung
3.2 Desk Research: Aktuelle Situation
3.2.1 Laufende Abklärungen*
3.2.2 Politische Situation*
3.3 Empirie: Erwartungen an die Gesundheitskarte
3.3.1 Personenregister zur Erhebung
3.3.1.1 Quickfinder der vollständigen Erhebungsdaten
3.3.2 Resultate der Erhebung
3.3.2.1 Erwartungen im Überblick
3.3.2.2 Befürchtungen im Überblick
3.3.3 Erwartungen im Detail
3.3.4 Befürchtungen im Detail
3.4 Theorie I: Einführungsproblematik
3.4.1 Akzeptanz – die Bereitschaft zur Befürwortung
3.4.1.1 Akzeptanzproblematik
3.5 Auswertung I: Chancen (Nutzen)
3.5.1 Aggregation der Nutzen°
3.5.2 Nutzen im Überblick
3.5.3 Nutzen im Detail
3.5.4 Methodische Reflektion I: Polarisierung der Nutzen
3.5.5 Nutzenabschätzung in Bezug auf die Zeit
3.5.5.1 Begründung der Klassifizierung der Nutzewerte
3.6 Auswertung II: Risiken (Problembilder)
3.6.1 Aggregation der Problembilder°
3.6.2 Struktur der Problembilder°
3.6.3 Problembilder im Überblick
3.6.4 Klassifikationsschema°
3.6.5 Problembilder im Detail inklusive deren Klassifikation und Begründung
3.6.5.1 Anwendung
3.6.5.2 Gesellschaft
3.6.5.3 Gesetzgebung (Datenschutz)
3.6.5.4 Kommunikation
3.6.5.5 Technik
3.6.6 Auswertung der Klassifikation (Eingrenzung der Problembilder)
3.7 Fazit der Analyse
4 Lösungsentwicklung
4.1 Einleitung
4.2 Theorie II: Akzeptanzprozess
4.2.1 Phase des Wissenserwerbs
4.2.2 Phase der Urteilsbildung
4.3 Theorie III: Gewinnung des öffentlichen Vertrauens
4.3.1 Akzeptanzbereiche
4.3.2 Vertrauensbildung
4.3.3 Break: Fazit der Theorieteile I - III
4.4 Desk Research: Generierung der akzeptanzbildenden Faktoren°
4.4.1 Literaturliste des Desk Research
4.4.2 Strukturierung der akzeptanzbildenden Faktoren°
4.4.3 Anforderungen an die akzeptanzbildenden Faktoren
4.4.3.1 Anwendung
4.4.3.2 Gesetzgebung
4.4.3.3 Kommunikation
4.4.3.4 Technik
4.4.4 Akzeptanzbildende Faktoren im Überblick
4.4.5 Akzeptanzbildende Faktoren im Detail°
4.4.5.1 Anwendung
4.4.5.2 Gesetzgebung
4.4.5.3 Kommunikation
4.4.5.4 Technik
4.5 Fazit der Lösungsentwicklung
5 Lösungsfindung und Realisation
5.1 Einleitung
5.2 Entscheidungsprozess: Bestimmung der zu realisierenden Massnahmen°
5.2.1 Schritt 1: Bestimmung der Gewichtung der akzeptanzbildenden Faktoren
5.2.1.1 Hilfsmittel und Ablaufsidee
5.2.1.2 Bewertungsrahmen für die Gewichtung der akzeptanzbildenden Faktoren°
5.2.1.3 Methodische Reflektion II: Gewichtung der Nutzen
5.2.1.4 Evaluation der Gewichtung
5.2.2 Schritt 2: Bestimmung der effektiven Massnahmen
5.2.2.1 Hilfsmittel und Ablaufsidee
5.2.2.2 Bewertungsskala
5.2.2.3 Bewertung der akzeptanzbildenden Faktoren und deren Eingrenzung
5.2.3 Resultate des Entscheidungsprozesses
5.2.3.1 Anwendung
5.2.3.2 Gesetzgebung (Datenschutz)
5.2.3.3 Kommunikation
5.2.3.4 Technik
5.3 Beurteilung der Realisierbarkeit
5.3.1 Realisationsabschätzung der Massnahmen in Bezug auf die Zeit
5.3.1.1 Begründung der Klassifizierung der Massnahmen
5.3.1.2 Reflektion zur Realisationsabschätzung
5.4 Umsetzungsvorschläge
5.4.1 Flächendeckende Anwendbarkeit
5.4.2 Individuelle Beratung
5.4.3 Öffentlichkeitsarbeit (PR)
5.4.4 Werbeaktionen (Reklame)
5.5 Fazit der Lösungsfindung und Realisation
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Einleitung
6.2 Ergebnisbetrachtung
6.3 Killerfaktoren
6.4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie durch gezielte Maßnahmen eine breite Akzeptanz für eine geplante Gesundheitskarte in der Schweiz bei Patienten erreicht werden kann, um so das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten.
1.1 Allgemeine Einleitung*
Viele der heutigen Patientendaten werden zunehmend mit Mitteln der Informations- und Kommunikationstechnologie bearbeitet. Spitäler erweitern ihre Klinikinformationssysteme um Computerbasierte Patientendossiers, Arztpraxen führen elektronische Krankengeschichten, Apotheken lesen vor der Medikamentenabgabe die Versichertenkarte zu Abrechnungszwecken ein oder erfassen die Kundendaten von Hand in ihr System. Von wenigen Ausnahmen abgesehen handelt es sich dabei um Insellösungen. Die Einrichtungen des Gesundheitswesens verfügen über eine Vielzahl unterschiedlicher, untereinander nicht kompatibler Systeme (Eckhardt 2001, 4). Eine Vernetzung findet heute noch nicht statt (Eckhardt 2001, 4).
Der Einsatz von Gesundheitskarten wurde bereits verschiedentlich diskutiert. Mit den Fortschritten, welche in den letzten Jahren bei den webbasierten Systemen erzielt wurden, haben sich die Vorstellungen über die Rolle von Karten im Gesundheitswesen gewandelt. Aktuelle Kartenmodelle sind daher vermehrt auf die Zielvorstellung virtueller Patientendossiers zugeschnitten. Sie sollen also aus Sicht der Patienten lediglich den sicheren Zugang zu entsprechenden Netzwerken und die digitale Signatur von elektronisch gespeicherten und übermittelten Dokumenten ermöglichen (Eckhardt 2001, 5).
Die Idee, in der Schweiz eine Gesundheitskarte einzuführen, ist also nicht neu. Neu ist die technologische Entwicklung, die es möglich macht, die Informationen in digitaler Form fast ohne zeitlichen Verzug und zu immer geringeren Kosten auf der so genannten Datenautobahn zu verschieben.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet das Umfeld der geplanten Gesundheitskarte sowie die verschiedenen Interessengruppen im Schweizer Gesundheitswesen.
2 Methodik: Hier wird der methodische Ansatz der Diplomarbeit erläutert, inklusive der Synergienutzung mit einer parallelen Arbeit zur Ärzteschaft.
3 Analyse: Dieser Teil befasst sich mit der Erhebung der Patientenerwartungen und identifiziert zentrale Problembilder für die Einführung der Gesundheitskarte.
4 Lösungsentwicklung: Basierend auf den Analysen werden hier theoretisch fundierte, akzeptanzbildende Faktoren entwickelt.
5 Lösungsfindung und Realisation: In diesem Kapitel werden die entwickelten Faktoren gewichtet und zu konkreten Umsetzungsmaßnahmen verdichtet.
6 Diskussion der Ergebnisse: Den Abschluss bildet eine kritische Reflexion der erarbeiteten Ergebnisse und die Identifikation potenzieller Killerfaktoren.
Gesundheitskarte, Schweiz, Patientenakzeptanz, Datenschutz, elektronisches Patientendossier, Krankenkassen, Kostenoptimierung, Informations- und Kommunikationstechnologie, Vertrauensbildung, Patientenrechte, SmartCard, Digitalisierung, Prämiensenkung, Qualitätsverbesserung.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Einführung einer Gesundheitskarte in der Schweiz, speziell aus der Perspektive der Patienten, um deren Akzeptanz zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der aktuellen Marktlage, der Erwartungshaltung der Patienten, der Identifikation von Akzeptanzbarrieren sowie der Entwicklung konkreter Lösungsansätze.
Das Ziel ist die Erarbeitung von konkreten Maßnahmen, die eine hohe Akzeptanz der Patienten sicherstellen sollen, damit die Gesundheitskarte erfolgreich eingeführt werden kann.
Es wurde ein strukturierter Forschungsansatz gewählt, der auf Desk Research, einer empirischen Erhebung bei Experten sowie einer gewichteten Entscheidungsmatrix zur Maßnahmenbewertung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Ist-Situation, die Entwicklung von Erfolgsfaktoren (Lösungsentwicklung) und die konkrete Bewertung von Realisierungsmöglichkeiten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gesundheitskarte, Patientenakzeptanz, Datenschutz, eHealth und Kosten-Nutzen-Analyse im Gesundheitswesen.
Der Autor argumentiert, dass die allgemeine Masse durch ein "Massengehirn" langsam auf Veränderungen reagiert, während das Individuum fundierte Informationen benötigt, um sich von der Nützlichkeit der Karte überzeugen zu lassen.
Medien werden als essenzielle Multiplikatoren betrachtet, die frühzeitig als Partner eingebunden werden sollen, um informativ zu wirken und eine positive Stimmung bei der Bevölkerung zu erzeugen.
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