Diplomarbeit, 2011
57 Seiten
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Untersuchungsmethode
1.3 Vorgehensweise
2. Mundpropaganda im Tourismus
2.1 Was ist Mundpropaganda?
2.2 Was ist Mundpropaganda-Marketing?
2.3 Was ist Web 2.0
2.4 Tourismus 2.0
2.4.1 Daten und Fakten
2.4.2 Bewertungsportale -Kundenbewertungen und Meinungen-
2.4.3 Bewertungsportale des Reisemarkts
2.4.4 Psychologie der Nutzerbewertungen
3. Potenziale der sozialen Netzwerke
3.1 Was sind soziale Netzwerke?
3.2. Facebook -Geschichte und Zahlen
3.2.1 Was bietet Facebook dem Nutzer
3.2.2 Der virale Effekt
3.2.3 Social Graphs - Neue Perspektive
4. Primärerhebung
4.1 Ergebnisse der Onlinebefragung
5. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht das Potenzial digitaler Mundpropaganda in sozialen Netzwerken, mit einem besonderen Fokus auf Facebook, und analysiert, wie diese für die Tourismusbranche als effektives Marketinginstrument zur Kundengewinnung und Kundenbindung genutzt werden kann.
2.4.4 Psychologie der Nutzerbewertungen
Nutzergenerierte Bewertungen und Empfehlungen erfüllen während der verschiedenen Phasen des Entscheidungsprozesses unterschiedliche psychologische Funktionen. Es lassen sich grundsätzlich zwei Entscheidungsmodi unterscheiden:
I. In der frühen Inspirations- und Informationsphase erfolgt die Rezeption der nutzergenerierten Inhalte hauptsächlich ergebnisoffen. Dies bedeutet, dass sich die Nutzer durch die Bewertungen und Empfehlungen positiv sowie negativ beeinflussen lassen.
II. Je weiter jedoch der Entscheidungsprozess fortschreitet, desto selektiver erfolgt die Rezeption des User Generatet Content. Die Nutzer schenken demnach nicht mehr der gesamten Bandbreite an Meinungen und Kommentaren ihre Aufmerksamkeit. Vielmehr prägt selektive Informationssuche und Wahrnehmung den Entscheidungsprozess. Es geht nicht mehr darum, ein objektives Bild eines Reiseziels oder Reiseangebots zu erlangen, sondern Gründe für oder gegen eine eventuell schon getroffene Entscheidung zu finden.
In der ergebnisoffenen Phase geht es um Inspiration und Informationssammlung für eine Reise, wobei sich in der späten Phase der Reiseentscheidung (Buchung, Bestätigung, Nachkaufphase) alles um die Beibehaltung bzw. Wiederherstellung eines möglichst positiven Urlaubsbildes dreht. Das Social Web unterliegt den Wirkmechanismen der sozialen Gruppe. Somit kann das Nutzerverhalten mithilfe validierter Theorien aus der Sozialpsychologie erklärt werden. Zunächst muss geklärt werden, ob der Nutzer bei der Verarbeitung von Nutzermeinungen nach dem Summen- oder Durchschnittsmodell vorgeht. Hier spricht vieles dafür, dass die Nutzer innerlich einen Durchschnittswert bilden.
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung, der Bedeutung des Marketings im Tourismus 2.0 sowie die Erläuterung der gewählten Untersuchungsmethode.
2. Mundpropaganda im Tourismus: Theoretische Grundlagen zu Mundpropaganda und Marketing, Web 2.0 sowie eine detaillierte Analyse der Reisebranche im Kontext von Bewertungsportalen.
3. Potenziale der sozialen Netzwerke: Analyse der Struktur sozialer Netzwerke mit Fokus auf Facebook, dem viralen Effekt und der Bedeutung von Social Graphs.
4. Primärerhebung: Präsentation und Auswertung einer Onlinebefragung unter Facebook-Nutzern hinsichtlich ihres Verhaltens bei Reiseentscheidungen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über die Notwendigkeit für Tourismusunternehmen, sich aktiv und professionell in sozialen Netzwerken zu präsentieren.
Mundpropaganda, Tourismus 2.0, Web 2.0, Soziale Netzwerke, Facebook, Bewertungsportale, Online-Marketing, Nutzerbewertungen, Viral-Marketing, Reisebranche, Kundenbindung, Kaufentscheidung, Empfehlungsmarketing, User Generated Content, Onlinebefragung
Die Arbeit untersucht, wie digitale Mundpropaganda in sozialen Netzwerken, insbesondere auf Facebook, die Entscheidungsprozesse von Reisenden beeinflusst und welche Chancen sich daraus für Tourismusunternehmen ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen von Mundpropaganda-Marketing, der Entwicklung des Web 2.0 im Tourismus, der psychologischen Wirkung von Online-Bewertungen sowie dem Potenzial viraler Effekte.
Ziel ist es, das Potenzial von Facebook als Kommunikations- und Marketingplattform für die Tourismusbranche zu analysieren und Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wird eine Primärerhebung in Form einer Onlinebefragung unter Facebook-Nutzern durchgeführt, um Trends und Einstellungen zur digitalen Mundpropaganda empirisch zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Web 2.0, Tourismus 2.0, Mundpropaganda-Marketing) sowie die Untersuchung der Potenziale sozialer Netzwerke (insb. Facebook) und die Auswertung der durchgeführten Onlineumfrage.
Wichtige Begriffe sind Mundpropaganda, Tourismus 2.0, Social Networks, Facebook, Bewertungsportale, viraler Effekt und Empfehlungsmarketing.
In der frühen Phase suchen Nutzer ergebnisoffen nach Informationen, während sie später selektiv vorgehen, um bereits getroffene Entscheidungen durch konsonante Informationen zu bestätigen.
Die Umfrage ergab, dass persönliche Gespräche aufgrund des hohen Vertrauens in den Gesprächspartner und der Möglichkeit, Emotionen besser zu vermitteln, nach wie vor bevorzugt werden.
Negative Bewertungen wirken laut Arbeit als Entscheidungshilfe, wobei sie bei einer Vielzahl an positiven Eindrücken auch dissonanzfördernd wirken oder Buchungen verhindern können, sofern sie nicht durch positive Bestätigung abgemildert werden.
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