Diplomarbeit, 2008
73 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise
1.3 Unternehmensvorstellung der HDI- Gerling Leben Vertriebsservice AG
2. Bisherige Besteuerung von Kapitalerträgen
2.1 Die Einkunftsarten
2.1.1 Gewinneinkünfte
2.1.2 Überschusseinkünfte
2.2 Halbeinkünfteverfahren
2.3 Private Veräußerungsgeschäfte
2.4 Sparer- Freibetrag
2.5 Ausländische Kapitalerträge
2.5.1 Doppelbesteuerungsabkommen
2.5.2 Quellensteuer
3. Die Abgeltungsteuer
3.1 Eckpunkte der Abgeltungsteuer
3.2 Anwendungsbereich
3.3 Der Abgeltungsteuersatz
3.4 Veranlagungsoptionen
3.4.1 Freiwillig zum Pauschaltarif
3.4.2 Verpflichtung zum Pauschaltarif
3.4.3 Verpflichtung zum Individualtarif
3.4.4 Freiwillig zum Individualtarif (Günstigerprüfung)
3.5 Steuerpflichtige Kapitalerträge aus dem Ausland
3.6 Ausnahmen von der Abgeltungswirkung
3.6.1 Back-to-back Finanzierung
3.6.2 Nahe stehende Personen
3.6.3 Kapitalerträge aus Lebensversicherungen
4. Das System der Abgeltungsteuer
4.1 Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens
4.1.1 Einführung eines Teileinkünfteverfahrens
4.2 Werbungskostenabzug
4.3 Sparer- Pauschbetrag
4.4 Verlustverrechnung
4.4.1 Verlustverrechnungstopf
4.4.1.1 Aktienverluste
4.4.1.2 Altverluste
4.5 Wegfall der Spekulationsfrist
4.6 Einschränkung beim Kontenabruf
4.6.1 Kontenabruf für außersteuerliche Zwecke
4.6.2 Kontenabruf für steuerliche Zwecke
4.7 Depotübertragung
4.7.1 Depotübertragung auf ein anderes Institut
4.7.2 Depotübertragung auf einen anderen Anleger
4.8 Übergangsregelungen
4.9 Kapitalertragssteuerabzug
4.10 Kirchensteuer
5. Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf private Kapitalanlagen
5.1 Kapitalanlagen
5.1.1 Aktien
5.1.2 Investmentfonds
5.1.2.1 Aktienfonds
5.1.2.2 Dachfonds
5.1.2.3 Offene Immobilienfonds
5.1.3 Immobilien
5.1.4 Geschlossene Fonds
5.1.5 Genussrechte
5.1.6 Anleihen
5.1.6.1 Aktienanleihen
5.1.7 Zertifikate
5.1.7.1 Garantiezertifikate
5.1.8 Termingeschäfte
5.1.9 Finanzinnovationen
5.1.10 Real Estate Investment Trusts
5.1.11 Kapitallebensversicherungen
5.1.12 Staatlich geförderte Altersvorsorge
5.2 Gewinner und Verlierer der Abgeltungsteuer
6. Anlagekonzepte der HDI- Gerling Leben Vertriebsservice AG
6.1 ASPECTA DEPOT.invest
6.2 HDI- Gerling Triple Fund System
7. Ausblick
7.1 Mögliche Schlupflöcher
7.1.1 Riester- Fondssparpläne
7.1.2 Sachwerte
7.2 Mögliche Verfassungswidrigkeiten
8. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der zum 01.01.2009 eingeführten Abgeltungsteuer auf private Kapitalanlagen. Dabei werden die Chancen und Risiken verschiedener Anlageformen analysiert, kritische Vergleiche zur bisherigen Besteuerung gezogen und Handlungsempfehlungen für Anleger abgeleitet. Zudem wird die Eignung spezieller Produktkonzepte der HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG als Alternative zu konventionellen Anlagen geprüft.
5.1.6.1 Aktienanleihen
Bei einer Aktienanleihe hat der Emittent das Wahlrecht die Rückzahlung entweder in bar oder in Aktien durchzuführen. Es wird im Vorhinein bereits festgelegt welche Aktie bei der Rückzahlung in Erwägung kommt. Ebenfalls wird zu Beginn ein Verhältnis von Aktie zu Nennwert gebildet. Somit entsprechen z.B. 10 ABC- Aktien 200 Euro Nennwert. Aktienanleihen gehören, ähnlich wie die Garantiezertifikate, zu den Finanzinnovationen. Dementsprechend werden Kursgewinne und Zinsen dieser Anleihen, unabhängig von der Haltefrist, mit dem individuellen Einkommensteuersatz versteuert115. Dies führt bislang dazu, dass die Steuerbelastung der Aktienanleihen gegenüber anderen Finanzprodukten relativ hoch ist.
Ab 2009 werden die Erträge der Aktienanleihen allerdings mit der 25%igen Abgeltungsteuer belegt. Folglich sinkt die steuerliche Belastung der meisten Anleger deutlich. Dies führt zu einer zusätzlichen Attraktivität der Aktienanleihen. Ferner bieten Aktienanleihen einen deutlich höheren Zinssatz als andere Anleihen. Oftmals wird ein Zinskupon im zweistelligen Prozentbereich geboten116.
Dieser hohe Zinskupon birgt aber auch Risiken. Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit hängt stark von der Entwicklung der Aktie ab. Fällt die Aktie unter den Basispreis, so entscheidet sich der Emittent oft zu einer Rückzahlung in Aktien. Dies ist oft mit erheblichen Einbußen gegenüber dem Nennbetrag verbunden, die auch nicht durch den hohen Zinskupon ausgeglichen werden können. Eine komplette Rückzahlung des Nennbetrages, wie bei klassischen Anleihen, ist bei Aktienanleihen keinesfalls die Regel. Entwickelt sich die Aktie positiv, so sind jedoch auch hohe Renditen von bis zu 15% möglich.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass Aktienanleihen eine höchst rentable Anlageform sind und durch die Abgeltungsteuer eine nicht gekannte Attraktivität erlangen können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Unternehmensteuerreform 2008 ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und stellt das Unternehmen HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG vor.
2. Bisherige Besteuerung von Kapitalerträgen: Es erfolgt eine detaillierte Differenzierung der sieben Einkunftsarten sowie eine Erläuterung der vor 2009 gültigen Besteuerungsverfahren, inklusive Halbeinkünfteverfahren und Spekulationsfristen.
3. Die Abgeltungsteuer: Dieses Kapitel legt die wesentlichen Eckpunkte der neuen Abgeltungsteuer, den Anwendungsbereich, den Steuersatz sowie die verschiedenen Veranlagungsoptionen dar.
4. Das System der Abgeltungsteuer: Hier werden die neuen steuerlichen Komponenten, wie der Wegfall von Werbungskosten und Spekulationsfristen sowie Änderungen in der Verlustverrechnung, detailliert behandelt.
5. Auswirkungen der Abgeltungsteuer auf private Kapitalanlagen: Dieser empirische Teil analysiert die Auswirkungen auf verschiedene Anlageformen von Aktien bis hin zur geförderten Altersvorsorge und leitet Handlungsempfehlungen ab.
6. Anlagekonzepte der HDI- Gerling Leben Vertriebsservice AG: Es wird die Tauglichkeit spezieller Produkte wie ASPECTA DEPOT.invest und HDI-Gerling Triple Fund System im Kontext der neuen Steuergesetzgebung geprüft.
7. Ausblick: Hier werden potenzielle Schlupflöcher zur Umgehung der Steuer sowie kritische Aspekte hinsichtlich einer möglichen Verfassungswidrigkeit diskutiert.
8. Fazit: Das Fazit reflektiert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und ordnet die Chancen und Risiken der Abgeltungsteuer für verschiedene Anlegertypen ein.
Abgeltungsteuer, Kapitalanlagen, Unternehmensteuerreform, Aktien, Investmentfonds, Dachfonds, Immobilien, HDI-Gerling, Steuervorteile, Veranlagungsoptionen, Besteuerung, Anleihen, Finanzinnovationen, Risikostreuung, Altersvorsorge.
Die Arbeit analysiert die steuerlichen Auswirkungen der zum 01.01.2009 eingeführten Abgeltungsteuer auf verschiedene Formen privater Kapitalanlagen in Deutschland.
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise der Abgeltungsteuer, ein Vergleich zur vorherigen Besteuerung, die Analyse der Auswirkungen auf spezifische Anlageklassen und die Vorstellung innovativer Versicherungsprodukte als Steueroptimierungsstrategie.
Das Ziel ist es, Anlegern die Chancen und Risiken der neuen Besteuerung zu verdeutlichen und Handlungsempfehlungen zu geben, wie sie ihr Kapital steueroptimal verwalten können.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Analyse der steuerrechtlichen Grundlagen, ergänzt durch Modellrechnungen für die verschiedenen Anlageformen, um die Auswirkungen der Steueränderungen praxisnah aufzuzeigen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem System der Abgeltungsteuer, untersucht die spezifischen Auswirkungen auf Anlageformen wie Aktien, Fonds, Immobilien und Anleihen und evaluiert die Anlagekonzepte der HDI-Gerling Leben Vertriebsservice AG.
Die wichtigsten Begriffe sind Abgeltungsteuer, Kapitalanlagen, Steueroptimierung, Anlagestrategie, Fondspolicen, Verlustverrechnung und steuerliche Rahmenbedingungen.
Als Gewinner werden insbesondere Dachfonds, Anleihen, Termingeschäfte und bestimmte Finanzinnovationen identifiziert, da sie von der pauschalen Besteuerung profitieren oder Flexibilität bei der Steuergestaltung bieten.
Aktien und Zertifikate werden als die "großen Verlierer" eingestuft, da durch den Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens und der Spekulationsfrist ein klarer steuerlicher Nachteil entsteht.
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