Fachbuch, 2011
50 Seiten
1. Vorwort
2. Die Spätbronzezeit in Deutschland
2.1 Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
3. Mit dem Rasiermesser ins Grab
3.1 Die Ems-Hunte-Gruppe in der jüngeren Bronzezeit von etwa 1100 bis 800 v. Chr.
Dieses Buch bietet eine fundierte Übersicht über die Ems-Hunte-Gruppe, eine archäologische Kulturgruppe der jüngeren Bronzezeit in Niedersachsen, und bettet sie in den breiteren Kontext der spätbronzezeitlichen Kulturen Deutschlands ein. Dabei werden soziale Strukturen, materielle Hinterlassenschaften und Siedlungsweisen detailliert analysiert.
Mit dem Rasiermesser ins Grab
Zwischen den Flüssen Ems im Westen und Hunte im Osten lag in der jüngeren Bronzezeit von etwa 1100 bis 800 v. Chr. das Verbreitungsgebiet der Ems-Hunte-Gruppe. Es reichte ungefähr von Osnabrück im Süden bis Wildeshausen (Kreis Oldenburg) im Norden und umfasste die Kreise Grafschaft Bentheim, Emsland, Cloppenburg, Osnabrück, Vechta und Oldenburg.
Im Laufe der Forschungsgeschichte wurden die Funde aus diesem Gebiet unterschiedlichen Kulturen beziehungsweise Gruppen zugeordnet: 1930 zum Formenkreis der Unterweser, 1941/42 zum Ems-Weser-Kreis, 1957 zur Hase-Hunte-Kulturprovinz, 1968 zur Südgruppe im südlichen Oldenburg und 1979 von dem Prähistoriker Wolfgang Schlüter aus Osnabrück zum »Ems-Hunte-Kreis«. Für den so umrissenen Komplex schlug 1991 der Prähistoriker Otto Mathias Wilbertz aus Hannover den Begriff »Ems-Hunte-Gruppe« vor.
Über die Siedlungen der Ems-Hunte-Gruppe weiß man bisher wenig. Sie lagen wohl ebenso wie diejenigen der folgenden frühen Eisenzeit etwa 250 bis 500 Meter von den Friedhöfen entfernt und in unmittelbarer Nähe eines Gewässers. Unbekannt sind die Größe und Gliederung der Dörfer sowie die dort eventuell ausgeübten handwerklichen Tätigkeiten.
Vorwort: Einleitende Informationen zur geografischen und zeitlichen Einordnung des Buches sowie zum Autor und den beratenden Experten.
Die Spätbronzezeit in Deutschland: Überblick über die chronologische Einteilung und die wichtigsten Kulturgruppen wie die Urnenfelder-Kultur und die nordische Bronzezeit.
Mit dem Rasiermesser ins Grab: Detaillierte Untersuchung der Ems-Hunte-Gruppe, ihrer materiellen Kultur, Bestattungsbräuche und der Forschungsgeschichte.
Ems-Hunte-Gruppe, Bronzezeit, Spätbronzezeit, Archäologie, Niedersachsen, Kreisgrabenfriedhöfe, Rasiermesser, Urnenfelder-Kultur, Bestattungskultur, Bronzehandwerk, Prähistorik, Siedlungsgeschichte, Fundort, Grabhügel, Metallzeit.
Das Buch beschäftigt sich mit der Ems-Hunte-Gruppe, einer archäologischen Kultur der jüngeren Bronzezeit, die im Raum zwischen den Flüssen Ems und Hunte in Niedersachsen existierte.
Die Arbeit behandelt die materielle Kultur der Gruppe, wie Waffen, Schmuck und Werkzeuge, sowie die Bestattungspraktiken und die wirtschaftliche Lebensgrundlage der Menschen jener Zeit.
Ziel ist es, die Ems-Hunte-Gruppe als eigenständigen Komplex innerhalb der bronzezeitlichen Kulturlandschaft Deutschlands zu definieren und historisch sowie archäologisch einzuordnen.
Der Autor stützt sich auf eine Synthese archäologischer Fundberichte, Forschungsgeschichte und vergleichende Analysen typischer Artefakte, um die Entwicklung der Gruppe aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick zur allgemeinen Spätbronzezeit in Deutschland und eine spezifische Untersuchung der Ems-Hunte-Gruppe inklusive ihrer Grabfunde und Siedlungsstrukturen.
Wichtige Begriffe sind Ems-Hunte-Gruppe, Bronzezeit, Kreisgrabenfriedhöfe, Rasiermesser und Prähistorik.
Rasiermesser sind typische und besonders kunstvoll verzierte Beigaben in den Gräbern dieser Gruppe, die wertvolle Rückschlüsse auf handwerkliche Fähigkeiten und kulturelle Verbindungen zulassen.
Diese Anlagen sind charakteristisch für die Bestattungssitten der untersuchten Region und belegen spezifische soziale und rituelle Organisationsformen in der jüngeren Bronzezeit.
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