Diplomarbeit, 2010
114 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Psychische Belastungsfaktoren und ihre Konsequenzen für Arbeitnehmer, Unternehmen und Volkswirtschaft
2.1 Herleiten beeinträchtigender Zustände psychischer Beanspruchung
2.1.1 Klassifizierung psychisch suboptimaler Beanspruchung sowie daraus resultierende Zustände
2.1.2 Betrachtung bedeutender Belastungsfaktoren/Stressoren
2.2 Produktionsausfälle und -einbußen durch psychisch bedingten Absentismus und Präsentismus
2.3 Resultate langanhaltender, psychisch suboptimaler Belastung
2.3.1 Arbeitssucht
2.3.2 Burnout
2.3.3 innere Kündigung
2.3.4 Boreout
2.4 Zusammenfassung
3. Begründung des Entstehens psychisch suboptimaler Belastung anhand ausgewählter theoretischer Ansätze
3.1 (neo-)behavioristische und stresstheoretische Ansätze
3.2 ausgewählte Ansätze des Neoinstitutionalismus
3.2.1 Transaktionskostentheorie
3.2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.3. Motivationstheorien
3.3.1 Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie
3.3.2 Zwei-Faktoren-Theorie
3.4 Zusammenfassung
4. ausgewählte Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.1 Verhaltensprävention
4.2 Verhältnisprävention
4.2.1 Unternehmenskultur und Arbeitnehmerpartizipation
4.2.2 Gestaltung des Personaleinsatzes
4.2.3 Personalentwicklung
4.2.4 Personalauswahl und –freisetzung
4.3 theoretische und empirische Gründe für die Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
5. Schlussbemerkung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen und Auswirkungen psychisch suboptimaler Belastungsfaktoren in Arbeitsbeziehungen aus personalwirtschaftlicher Sicht zu analysieren sowie wirksame präventive Lösungsstrategien für Unternehmen aufzuzeigen.
2.3.1 Arbeitssucht
Arbeitssucht bzw. workaholism wird in der heutigen Leistungsgesellschaft selten als Krankheit wahrgenommen, da sie zumeist mit positiven Aspekten wie Karrieremöglichkeiten, Produktivität und Leistungsvermögen assoziiert wird. Werden aktuell meist Manager oder Politiker als „Workaholics“ angesehen, besteht dennoch für jeden Arbeitnehmer, infolge tiefgreifender Veränderungen betrieblicher Rahmenbedingungen, eine potenzielle Gefahr. Schätzungsweise 200.000 bis 300.000 Arbeitnehmer in Deutschland sind arbeitssuchtgefährdet. Die Ursachen für eine ungesunde Intensivierung der Arbeitsleistung bei Beschäftigten sind vielfältig. Sie können einerseits in großer Hingabe und Verausgabungsbereitschaft aufgrund von Freude an der Arbeit und Enthusiasmus liegen. Andererseits kann eine verringerte Fremdbestimmung der Arbeit, z.B. durch erhöhte Eigenverantwortung für inhaltliche und zeitliche Arbeitsgestaltung eine Ursache sein, bei der ständige Verfügbarkeit und verschwimmenden Grenzen zwischen Beruf und Familie unbemerkt den Weg in die Arbeitssucht ebnen können. Des Weiteren ist es möglich, dass in ausgeprägt fremdbestimmter Arbeit der Auslöser liegt. Gründe dafür sind die Bereitschaft oder Pflicht zu zeitlicher Mehrarbeit infolge quantitativer Überforderung bei regulär vorgegebener Arbeitszeit, gepaart mit der Angst bezüglich des Arbeitsplatzverlustes, oder die Bewältigung mehrerer Jobs infolge prekärer Beschäftigung. Arbeitssucht kann somit auch temporär bestehen, bis eine als belastend empfundene Situation überstanden ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik psychisch suboptimaler Belastung in der modernen Arbeitswelt ein, thematisiert den steigenden Anpassungsdruck und formuliert die Forschungsfragen der Diplomarbeit.
2. Psychische Belastungsfaktoren und ihre Konsequenzen für Arbeitnehmer, Unternehmen und Volkswirtschaft: Dieses Kapitel erläutert Begriffe der psychischen Beanspruchung, analysiert Stressoren wie Zeitdruck und Flexibilität und beleuchtet negative Resultate wie Burnout, Arbeitssucht, innere Kündigung und Boreout.
3. Begründung des Entstehens psychisch suboptimaler Belastung anhand ausgewählter theoretischer Ansätze: Hier werden verhaltens- und stresstheoretische Modelle, neoinstitutionelle Ansätze und Motivationstheorien herangezogen, um das Entstehen psychischer Probleme wissenschaftlich zu begründen.
4. ausgewählte Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements: Dieser Abschnitt beschreibt konkrete verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen des Personalmanagements und bewertet deren Beitrag zur Reduktion psychischer Belastungen.
5. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflektion über die Dringlichkeit betrieblicher Gesundheitsförderung und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Psychische Belastung, Beanspruchung, Stress, Burnout, Arbeitssucht, innere Kündigung, Boreout, betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Motivationstheorie, Transaktionskostentheorie, Personalmanagement, Arbeitszufriedenheit, Personalfreisetzung, Arbeitsfähigkeit.
Die Arbeit behandelt die Problematik psychisch suboptimaler Belastungsfaktoren in Arbeitsbeziehungen und untersucht deren Ursachen, Folgen und potenzielle betriebswirtschaftliche Lösungsansätze.
Zentral sind die Identifikation von Stressoren (z.B. Zeitdruck), die Analyse krankhafter Folgen (Burnout, Arbeitssucht) sowie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Das Ziel ist es, die psychischen und monetären Auswirkungen von Fehlbelastungen aufzuzeigen und Strategien für die Personalabteilung zu entwickeln, um die Gesundheit, Zufriedenheit und Bindung der Arbeitnehmer nachhaltig zu fördern.
Es erfolgt eine theoretische Fundierung anhand von verhaltenspsychologischen Modellen, der neuen Institutionenökonomie (Transaktionskosten- und Prinzipal-Agenten-Theorie) sowie verschiedenen Motivationstheorien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation und Einordnung psychischer Belastungen, deren theoretische Begründung anhand ökonomischer und psychologischer Modelle sowie die detaillierte Darstellung präventiver Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Psychische Belastung, Burnout, Arbeitssucht, betriebliches Gesundheitsmanagement und Personalmanagement beschreiben.
Sie ist essentiell, da Verhaltensprävention den Einzelnen stärkt (z.B. durch Stressmanagement), während Verhältnisprävention strukturelle Bedingungen des Unternehmens (z.B. Arbeitsgestaltung) optimiert, um Belastungen direkt an der Quelle zu reduzieren.
Die Arbeit stellt Boreout als Folge von Unterforderung dar, die paradoxerweise zu ähnlichen negativen Folgen wie Burnout führen kann, jedoch eine völlig andere Ursache – mangelnde anstatt zu hohe Anforderungen – hat.
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