Fachbuch, 2011
62 Seiten
Vorwort
Die Spätbronzezeit in Deutschland
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Die Funde von der Walkemühle
Die jüngere Bronzezeit im südlichen Niedersachsen von etwa 1100 bis 800 v. Chr.
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die archäologischen Erkenntnisse zur jüngeren Bronzezeit, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Siedlungsfunden im südlichen Niedersachsen. Sie beleuchtet die kulturellen Entwicklungen, Lebensweisen und die materielle Hinterlassenschaft der damaligen Gesellschaft zwischen ca. 1100 und 800 v. Chr.
Die Funde von der Walkemühle
Im Bereich der südlichen niedersächsischen Regierungsbezirke Hannover und Braunschweig ließen sich bisher für die jüngere Bronzezeit von etwa 1100 und 800 v. Chr. keine Regionalgruppen ermitteln. Das gilt für die heutigen Kreise Göttingen, Osterrode, Hildesheim, Hannover, Diepholz, Nienburg/Weser, Wolfenbüttel, Braunschweig und Helmstedt.
Die Funde aus dem erwähnten Abschnitt werden von den Archäologen nur allgemein der jüngeren Bronzezeit zugerechnet. Ob es im südlichen Niedersachsen eigenständige Kulturgruppen gab oder ob lediglich Einflüsse aus Nachbargebieten vorlagen, ist gegenwärtig unklar.
Holzkohleresten an der Walkemühle in Göttingen zufolge wuchsen dort Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea), Rotbuche (Fagus sylvatica), Hainbuche (Carpinus betulus), Esche (Fraxinus excelsior), Ahorn (Acer), Erle (Alnus), Weide (Salix) und Birke (Betula). Möglicherweise gediehen in dieser Gegend auch Weißdorn (Crataegus laevigata) oder Vogelbeere (Sorbus aucuparia) oder Wildbirne (Pyrus pyraster) oder Wildapfel (Malus sylvestris). Bei letzteren vier Baumarten ist die Holzkohle nur schwer zu unterscheiden.
Vorwort: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über den behandelten Zeitraum von 1100 bis 800 v. Chr. und nennt die unterstützenden Experten des Autors.
Die Spätbronzezeit in Deutschland: Hier wird die zeitliche und kulturelle Gliederung der Bronzezeit in Deutschland, basierend auf den Modellen von Paul Reinecke und Oscar Montelius, dargelegt.
Die Funde von der Walkemühle: Dieser zentrale Abschnitt analysiert archäologische Funde aus Siedlungen wie der Walkemühle, um Aussagen über Wirtschaft, Handwerk, Bestattungsriten und das Alltagsleben der Menschen zu treffen.
Bronzezeit, Spätbronzezeit, Walkemühle, Niedersachsen, Urnenfelder-Kultur, Archäologie, Siedlungsgeschichte, Bronzehandwerk, Bestattungssitten, Landwirtschaft, prähistorische Funde, Keramik, Hängebecken, Getreideanbau, regionale Gruppen
Die Arbeit behandelt die jüngere Bronzezeit in Deutschland, insbesondere die kulturellen Abfolgen und die spezifischen Siedlungsfunde im südlichen Niedersachsen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Siedlungsstruktur, der Handwerkskunst (insbesondere Bronzeguss), der Landwirtschaft, den Bestattungsformen und der chronologischen Einordnung der Epoche.
Das Ziel ist die Aufarbeitung und Zusammenfassung archäologischer Funddaten, um das Leben der Menschen zwischen etwa 1100 und 800 v. Chr. in der Region nachvollziehbar zu machen.
Die Arbeit nutzt die Auswertung archäologischer Fundberichte, Datierungen sowie den Vergleich mit etablierten kulturhistorischen Gliederungsmodellen der prähistorischen Forschung.
Der Hauptteil konzentriert sich detailliert auf die Siedlung an der Walkemühle bei Göttingen und vergleicht deren Fundmaterial mit anderen regionalen Fundplätzen in Niedersachsen.
Bronzezeit, Siedlungsarchäologie, Niedersachsen, Fundplatz Walkemühle, Urnenfelder-Kultur, prähistorische Wirtschaftsweisen.
Sie dienen als Beleg dafür, dass in der Siedlung Schafwolle gesponnen und Textilien gewebt wurden, was ein Licht auf die häusliche Produktion wirft.
Die Funde deuten darauf hin, dass die Höhle in der jüngeren Bronzezeit als Ort für Menschenopfer genutzt wurde, was eine spezifische religiöse Praxis dieser Zeit belegt.
Es gilt als das bisher größte seiner Art und diente als Behältnis für Leichenbrand, was auf eine gehobene soziale Stellung oder besondere Rituale hinweist.
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