Bachelorarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 2.0
1 Einführung
2 Die Mitarbeiterzeitschrift
2.1 Definition
2.2 Geschichtlicher Hintergrund
2.2.1 Die Anfänge
2.2.2 Entwicklung
2.3 Aktuelle Situation
2.4 Funktion
3 Journalistische Qualität
3.1 Die Problematik der Messung journalistischer Qualität
3.2 Das RAGERsche Qualitätsmodell
3.2.1 Aktualität
3.2.2 Relevanz
3.2.3 Richtigkeit
3.2.4 Vermittlung
3.3 Gewichtung der Qualitätskriterien
4 Bewertung ausgewählter Mitarbeiterzeitschriften anhand von Qualitätskriterien
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Aktualität:
4.1.2 Relevanz:
4.1.3 Richtigkeit:
4.1.4 Vermittlung:
4.2 Die Gewinner des inkom. Grand Prix 2006
4.2.1 Bosch-Zünder (Bosch)
4.2.2 autogramm (Volkswagen)
4.2.3 kontakt (ABB)
4.2.4 Clartext (Clariant)
4.3 Die zweiten Plätze beim „inkom. Grand Prix 2006“
4.3.1 Folio (Evonik)
4.3.2 O.Ton (O2)
4.3.3 Das Beste (HVB)
4.3.4 Opel Post (Opel)
4.3.5 go ahead (Münchener Rück)
5 Möglichkeiten und Grenzen der Qualitätssteigerung
5.1 Handlungsmöglichkeiten
5.1.1 Aktualität
5.1.2 Relevanz
5.1.3 Richtigkeit
5.1.4 Vermittlung
5.2 Grenzen
6 Fazit
Die Arbeit untersucht das Verbesserungspotenzial journalistischer Qualität bei Mitarbeiterzeitschriften in Deutschland, indem sie ausgewählte Publikationen, die beim "inkom. Grand Prix 2006" ausgezeichnet wurden, anhand eines auf den klassischen Journalismus adaptierten Qualitätsmodells von Rager analysiert.
3.1 Die Problematik der Messung journalistischer Qualität
Es gibt zahlreiche Debatten zum Thema journalistische Qualität. Bereits die Duden Definition zu Qualität, verdeutlicht, dass der Qualitätsbegriff mehrere Aspekte umfasst: „Beschaffenheit, Güte und Wert“ wird dort für Qualität angegeben. „Beschaffenheit“ ist objektiv definierbar. Ein Objekt kann in seinen einzelnen Komponenten oder in seiner Gesamtheit beschrieben werden. „Güte“ und „Wert“ hingegen sind subjektiv. So kann das gemalte Bild eines Vorfahren für eine Person wertvoll sein, für eine andere Person hingegen völlig wertlos.
Ein weiterer Grund für die Komplexität der Qualitätsdebatte liegt in der Vielfalt möglicher Bezugsaspekte. So ist journalistische Qualität möglicherweise danach zu bewerten, wie gut es einer Redaktion gelingt, mit dem gesetzten Budget, ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Es ist strittig, welche Aspekte die gewichtigsten sind.
„Qualitätsdebatten werden auch dadurch komplex, dass konfligierende Prinzipien, Maßstäbe, Normen, Regelungen ins Spiel kommen: Maßstäbe aus den Bereichen des Medienrechts, des Persönlichkeitsschutzes, weltanschauliche und religiöse Prinzipien, Handwerks- und How-to-do-Regeln, redaktionsspezifische Vereinbarungen oder medienethische Grundsätze. Was handwerklich gefordert sein kann, beispielsweise die Veröffentlichung einer recherchierten Information, kann unter Umständen gegen den Persönlichkeitsschutz verstoßen oder den Informationsschutz tangieren.“
Journalistische Qualität wird auch in der Praxis aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Das hängt vom Selbstbild des Journalisten über seinen Beruf ab. WALLISCH nennt mehrere Formen des Journalismus. Dazu gehören unter anderem Informationsjournalismus, Anwaltschaftlicher Journalismus und Meinungsjournalismus.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzliche Informationspflicht von Betrieben und stellt die Frage nach dem ungenutzten Verbesserungspotenzial bei Mitarbeiterzeitschriften.
2 Die Mitarbeiterzeitschrift: Dieses Kapitel definiert das Medium, skizziert dessen historischen Hintergrund von den Anfängen bis zur Moderne und erläutert seine Funktionen sowie die aktuelle Bedeutung in der internen Kommunikation.
3 Journalistische Qualität: Hier wird die Problematik der Qualitätsmessung erörtert und das RAGERsche Modell mit seinen fünf Dimensionen (Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Vermittlung und Ethik) zur Anwendung in der Unternehmenskommunikation vorgestellt.
4 Bewertung ausgewählter Mitarbeiterzeitschriften anhand von Qualitätskriterien: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil, in dem das Untersuchungsdesign erläutert und die Gewinner sowie Zweitplatzierten des "inkom. Grand Prix 2006" systematisch anhand der definierten Hypothesen analysiert werden.
5 Möglichkeiten und Grenzen der Qualitätssteigerung: Auf Basis der Analyse werden konkrete Handlungsempfehlungen für Redaktionen abgeleitet und systembedingte Grenzen der Qualitätsoptimierung aufgezeigt.
6 Fazit: Die abschließende Zusammenfassung bestätigt die Relevanz des RAGERschen Modells für Mitarbeiterzeitschriften und verdeutlicht, dass auch ausgezeichnete Publikationen erhebliches Verbesserungspotenzial aufweisen.
Mitarbeiterzeitschrift, Journalistische Qualität, Interne Kommunikation, RAGERs Qualitätsmodell, Unternehmenskommunikation, Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Vermittlung, Nachrichtenfaktoren, Unternehmensziel, Quellenvielfalt, Genrevielfalt, Unternehmenspublizistik, Medienqualität.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die journalistische Qualität führender deutscher Mitarbeiterzeitschriften durch die Anwendung eines wissenschaftlichen Qualitätsmodells gesteigert werden kann.
Im Zentrum stehen die Definition und Funktion von Mitarbeiterzeitschriften, die Übertragung journalistischer Qualitätskriterien auf interne Unternehmenspublikationen sowie die praktische Evaluation dieser Qualität anhand preisgekrönter Beispiele.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen der Qualitätssteigerung bei bereits bewährten Mitarbeiterzeitschriften aufzuzeigen, indem Verbesserungspotenziale mithilfe des RAGERschen Qualitätsmodells identifiziert werden.
Es wird eine systematische Analyse durchgeführt, bei der die Aufmacher von Mitarbeiterzeitschriften mittels eines Kriterienkatalogs (Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Vermittlung) auf Basis aufgestellter Hypothesen evaluiert werden.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Untersuchungsdesign, der detaillierten Analyse der Gewinner- und zweitplatzierten Publikationen des "inkom. Grand Prix 2006" sowie der Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der definierten Qualitätsdimensionen.
Wesentliche Begriffe sind Mitarbeiterzeitschrift, journalistische Qualität, Interne Kommunikation, Qualitätsmodell, Unternehmenskommunikation und Nachrichtenfaktoren.
Es wurde gewählt, weil es die verschiedenen Aspekte journalistischer Qualität systematisiert und die Untersuchung gezeigt hat, dass dieses Modell auch auf die spezifischen Anforderungen und Restriktionen der internen Unternehmenskommunikation sehr gut übertragbar ist.
Der Autor stellt fest, dass selbst bei den bedeutendsten und ausgezeichneten deutschen Mitarbeiterzeitschriften noch erhebliches Verbesserungspotenzial existiert, insbesondere in Bereichen wie Aktualitätsmanagement, Quellenvielfalt und professioneller grafischer Unterstützung.
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