Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Motivation zum Thema
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Das Wesen des Spielens
2.1.1 Begriff der Kindheit
2.1.2 Spielhistorie
2.1.3 Spielformen
2.2 Das Berufsbild der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (GKKP)
2.2.1 Ausbildungsinhalt
2.2.2 Bedeutung des Spielens im Krankenhaus
2.2.3 Bedeutung des Spielens für die GKKP
2.2.4 Arbeitszufriedenheit
2.3 Salutogenese
2.3.1 Sozialkapital
2.3.2 Spielen als Copingstrategie für die GKKP?
3. Forschungsfrage und Hypothese
4. Literaturrecherche
5. Forschungsstand
5.1 Recherche Fach- und Allgemeinliteratur
5.2 Aktuelle Studienlage
5.3 Eigene Untersuchung
5.3.1 Der Fragebogen
5.3.2 Die Untersuchung
6. Ergebnisse
7. Fazit und Diskussion
8. Verzeichnisse
8.1 Literaturverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis
8.3 Abkürzungsverzeichnis
9. Anhang
9.1 Fragebogen
9.2 Danksagung
Die Arbeit untersucht das Berufsbild der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (GKKP) im Kontext der Salutogenese und analysiert, ob „Spielen“ im beruflichen Alltag als obligater Arbeitsinhalt dazu beitragen kann, die Arbeitszufriedenheit und das Wohlbefinden der Pflegenden positiv zu beeinflussen.
2.2.2 BEDEUTUNG DES SPIELENS IM KRANKENHAUS
Wenn ein Kind krank ist und ins Krankenhaus kommt, so ändern sich seine Befindlichkeiten und natürlich auch sein Spielverhalten. Um diesen besonderen kindlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist 1988 die „EACH-Charta“ in den Niederlanden verabschiedet wurden. Sie beschreibt 10 Rechte eines Kindes im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt und deren verbindliche Umsetzung in den Mitgliedstaaten. Als ein Recht gilt die kindgerechte Beschäftigung (vgl. Hoehl und Kullick, 2008, S.202). Die EACH-Charta steht im Einklang mit den vom 20. 11. 1989 vereinbarten Rechten der UN-Kinder-Konvention (vgl. Bründel & Hurrelmann, 1996; Hoehl & Kullick, 2008, S.203).
Spielen hat für das Kind im Krankenhaus große Bedeutung, es lenkt ab und bringt ein Stück Normalität in den veränderten Tagesablauf. Im Spiel, besonders im Rollenspiel, kann es seine Angst gut verarbeiten. Das Spiel bedeutet für das Kind Selbstbestätigung und Entspannung, auch wenn es in anderen Bereichen vielleicht eingeschränkt ist. Es versucht für sich eine vertraute Umgebung zu schaffen (vgl. Wagner, 2008).
Die amerikanische Spielverhaltensforscherin Virginia M. Axline formuliert:
„Wenn einmal ein Kind nicht isst, so ist das für die Eltern (oder Schwestern) oft ein großer Anlass zur Sorge. Wenn ein Kind aber nicht richtig spielt, dann wird das häufig gar nicht bemerkt. Dabei ist Letzteres meist ein viel ernsteres Alarmzeichen.“ (zitiert in Wagner, 2008, S.547)
Was im Umkehrschluss bedeutet, dass das Wohlbefinden eines Kindes nicht zuletzt am Spielverhalten gemessen werden kann. Zu diesem Ergebnis kommen auch Spitz (1945) und Bowlby (1969) (vgl. Fuhrer, 2005, S.191).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel und steigende Arbeitsbelastungen im Gesundheitswesen, welche ein Umdenken hin zu mehr Prävention und Gesundheitsförderung erfordern.
2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Spiel, Kindheit und Kindheitsentwicklung, beschreibt das Berufsbild der GKKP sowie die Bedeutung der Salutogenese und Stressbewältigungsstrategien.
3. Forschungsfrage und Hypothese: Die Arbeit stellt die zentrale Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit von Pflegekräften und ihrer spielerischen Tätigkeit im Alltag.
4. Literaturrecherche: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Suche nach Fachliteratur, Studien und grauer Literatur im In- und Ausland dokumentiert.
5. Forschungsstand: Dieses Kapitel fasst aktuelle Literatur, S3-Leitlinien sowie relevante Studien zusammen, die das Spielverhalten von Kindern und die Arbeitszufriedenheit von Pflegekräften thematisieren.
6. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren sowohl Erkenntnisse aus der Literaturanalyse als auch die Daten der durchgeführten Fragebogenerhebung in einer teilnehmenden Einrichtung.
7. Fazit und Diskussion: Die Autorin resümiert, dass zwar keine spezifische Korrelation zwischen Spieltätigkeit und Arbeitszufriedenheit belegt werden konnte, das Spielen jedoch als wertvolle personale Ressource im Pflegealltag anzusehen ist.
8. Verzeichnisse: Dieser Abschnitt umfasst das Literatur- und Abbildungsverzeichnis sowie das Abkürzungsverzeichnis zur Sicherung der wissenschaftlichen Transparenz.
9. Anhang: Der Anhang enthält den verwendeten Fragebogen sowie die Danksagung der Autorin.
Spiel, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Phänomen, Salutogenese, Sozialkapital, immaterielle Ressource, Berufszufriedenheit, Pflegequalität, Stressbewältigung, Coping, Kindheitsforschung, Patientenwohlbefinden, Arbeitsgestaltung, Prävention, Krankenhausaufenthalt
Die Arbeit untersucht das Phänomen „Spielen“ in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und dessen Bedeutung als personale Ressource für das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Pflegekräfte.
Die Schwerpunkte liegen auf der Spieltheorie, dem Berufsbild der GKKP, den Ansätzen der Salutogenese sowie der Analyse von Arbeitsbedingungen und Faktoren der Arbeitszufriedenheit.
Das Ziel ist zu klären, wie in der Wissenschaft das Thema Arbeitszufriedenheit der GKKP im Zusammenhang mit ihrem spielerischen Handeln im pflegerischen Alltag diskutiert wird.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche, die Auswertung aktueller Studien sowie eine eigene explorative Fragebogenerhebung bei GKKP in stationären Einrichtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Darstellung des Forschungsstandes inklusive einer Analyse relevanter Studien sowie die eigene Untersuchung und Diskussion der Ergebnisse.
Die zentralen Schlagworte sind neben „Spiel“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ vor allem „Salutogenese“, „Berufszufriedenheit“ und „immaterielle Ressource“.
Es konnte kein direkter statistischer Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit und der Häufigkeit des Spielens festgestellt werden; die Ergebnisse geben jedoch wichtige Hinweise auf die Bedeutung des Spielens als individuelle Ressource.
Das Spielen wird als eine nicht zu unterschätzende personelle Ressource eingestuft, die zur Erhöhung der Pflegequalität und zur persönlichen Entwicklung der Pflegenden beitragen kann.
Ja, Zeitdruck, strenge Hierarchien und Unsicherheiten bezüglich des Stellenwerts des Spielens im Vergleich zu pflegerischen Aufgaben werden als Hinderungsgründe identifiziert.
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