Masterarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Thematische Abgrenzungen
2 Grundlagen
2.1 Grundlagen des Konzernabschlusses
2.1.1 Begriff und Bedeutung
2.1.2 Aufgaben und Grundsätze des Konzernabschlusses
2.1.3 Aufstellungspflicht und Konsolidierungskreis
2.1.4 Grundsatz der Einheitlichkeit
2.2 Grundlagen der Steuerabgrenzung
2.2.1 Begriff und Definition latenter Steuern
2.2.2 Grundlagen der Abgrenzung latenter Steuern
2.2.3 Konzepte und Methoden der Steuerabgrenzung
2.2.3.1 Timing-Konzept
2.2.3.2 Temporary-Konzept
2.2.3.3 Deferred-, Liability- und Net-of-tax-Methode
2.3 DRSC, DSR und DRS 18
3 Latente Steuern im Konzernabschluss
3.1 Überblick
3.2 Entstehungsursachen latenter Steuern
3.3 Latenzen aus der Übernahme von Einzelabschlüssen (HB I)
3.4 Latenzen aus der Überleitung zur Handelsbilanz II (HB II)
3.4.1 Vereinheitlichung von Ansatz und Bewertung nach HGB
3.4.2 Vereinheitlichung von Ansatz und Bewertung nach IFRS
3.4.3 Währungsumrechnung nach HGB
3.4.4 Währungsumrechnung nach IAS/IFRS
3.5 Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen
3.5.1 Kapitalkonsolidierung
3.5.1.1 Grundlagen
3.5.1.2 Ansatz nach HGB
3.5.1.2.1 Stille Reserven und stille Lasten
3.5.1.2.2 Geschäfts- oder Firmenwert/Unterschiedsbetrag
3.5.1.2.3 Steuerliche Verlustvorträge
3.5.1.3 Ansatz nach IAS/IFRS
3.5.1.3.1 Goodwill/Unterschiedsbetrag
3.5.1.3.2 Steuerliche Verlustvorträge
3.5.1.4 Quotenkonsolidierung
3.5.1.5 At-Equity-Konsolidierung
3.5.2 Schuldenkonsolidierung
3.5.3 Zwischenergebniskonsolidierung
3.5.4 Aufwands- und Ertragskonsolidierung
3.6 Besteuerung beim Anteilseigner (Outside Basis Differences)
4 Bewertung latenter Steuern im Konzernabschluss
4.1 Anwendbarer Steuersatz
4.2 Diskontierung
5 Ausweis und Angaben im Konzernabschluss
5.1 Ausweis im Konzernabschluss
5.1.1 Ausweis in der Konzernbilanz nach HGB
5.1.2 Ausweis in der Konzernbilanz nach IAS/IFRS
5.1.3 Ausweis in der GuV nach HGB
5.1.4 Ausweis in der GuV nach IAS/IFRS
5.2 Angaben im Konzernabschluss
5.2.1 Angaben im Konzernanhang nach HGB
5.2.2 Angaben im Konzernanhang nach IAS/IFRS
6 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Das primäre Ziel dieser Master-Thesis ist die detaillierte Gegenüberstellung der Regelungen zur Bilanzierung latenter Steuern im Konzernabschluss nach BilMoG unter besonderer Berücksichtigung von DRS 18 im Vergleich zu den internationalen Vorschriften nach IAS/IFRS. Die Arbeit untersucht dabei kritisch, in welchen Bereichen sich die Regelungssysteme annähern und wo weiterhin Unterschiede bestehen.
3.5.1.2.1 Stille Reserven und stille Lasten
Nach den Vorschriften des § 301 Abs. 1 HGB muss die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode erfolgen. Das nach HGB a. F. bestandene Wahlrecht zwischen der Buchwert- und der Neubewertungsmethode bei der Erstkonsolidierung wurde mit dem BilMoG aufgehoben.
Durch die Neubewertungsmethode nach HGB erfolgt zunächst eine vollständige Neubewertung aller erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden, was zu einer Aufdeckung sämtlicher Unterschiede zwischen dem beizulegenden Wert und dem Buchwert der Vermögensgegenstände und Schulden führt.
Der Ansatz mit den Zeitwerten erfolgt in der sog. Handelsbilanz III. Dabei entsteht die Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten in der Handelsbilanz III immer vollständig. Gemäß § 301 Abs. 1 Satz 1 HGB wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet, selbst wenn dadurch ein passivischer Unterschiedsbetrag entsteht oder ein bereits bestehender erhöht wird (keine sog. Anschaffungskostenrestriktion, d. h. keine Begrenzung der Aufdeckung stiller Reserven auf die Anschaffungskosten der Beteiligung).
Durch Aufdeckung der stillen Reserven bzw. Lasten ergeben sich i. d. R. von der Steuerbilanz abweichende Werte im Konzernabschluss. Der Wechsel eines Anteileigners führt nach deutschem Steuerrecht zu keiner Änderung in der Steuerbilanz. Dabei erfolgt die Aufdeckung der stillen Reserven bzw. Lasten erfolgsneutral, da die einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens an die Stelle des Beteiligungsbuchwertes treten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der latenten Steuern ein, erläutert die Relevanz des BilMoG und definiert die Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen: Das Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen zum Konzernabschluss sowie zum Konzept der Steuerabgrenzung und stellt die relevanten Gremien wie das DRSC vor.
3 Latente Steuern im Konzernabschluss: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Entstehungsursachen und Ebenen von Steuerlatenzen bei Konsolidierungsmaßnahmen und deren Behandlung nach HGB und IFRS.
4 Bewertung latenter Steuern im Konzernabschluss: Hier werden die Regeln zur Wahl des Steuersatzes sowie das Diskontierungsverbot bei der Bewertung von Latenzen erläutert.
5 Ausweis und Angaben im Konzernabschluss: Das Kapitel behandelt die spezifischen Anforderungen an den Bilanz- und GuV-Ausweis sowie die notwendigen Anhangangaben nach den jeweiligen Rechnungslegungsnormen.
6 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Der Abschluss fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch über die erreichte Annäherung sowie verbleibende Komplexität der Regelungen.
Latente Steuern, Konzernabschluss, BilMoG, HGB, IFRS, DRS 18, Temporary-Konzept, Kapitalkonsolidierung, Steuerlatenz, Bilanzierung, Bewertung, Konsolidierung, Unterschiedsbetrag, Steuerbilanz, IAS 12.
Die Arbeit analysiert die Bilanzierung latenter Steuern im Konzernabschluss unter Berücksichtigung des deutschen Handelsrechts (HGB nach BilMoG) und der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).
Zentral sind die Abgrenzung latenter Steuern bei Konsolidierungsmaßnahmen, der Übergang vom Timing- zum Temporary-Konzept und die Unterschiede in Ausweis- und Bewertungsvorschriften.
Ziel ist der systematische Vergleich der nationalen und internationalen Regelungssysteme zur Steuerabgrenzung, um Gemeinsamkeiten und Differenzen aufzuzeigen und kritisch zu bewerten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die nationale Gesetzestexte, den Standard DRS 18 und internationale Standards (IAS/IFRS) gegenüberstellt und die aktuelle Forschungsliteratur auswertet.
Der Hauptteil fokussiert auf die Entstehungsursachen latenter Steuern, insbesondere durch Konsolidierungsschritte wie Kapitalkonsolidierung, Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung.
Wichtige Begriffe sind Latente Steuern, BilMoG, Temporary-Konzept, Kapitalkonsolidierung, IAS 12 und DRS 18.
Nach HGB besteht für den Geschäfts- oder Firmenwert ein Ansatzverbot für latente Steuern, was der Argumentation als "Residualgröße" entspricht; dieses Verbot findet sich in ähnlicher Weise im IFRS-Regelwerk wieder.
Währungsumrechnungsdifferenzen bei ausländischen Tochtergesellschaften führen zu Outside Basis Differences. Während das HGB diese in der Regel von der Steuerabgrenzung ausschließt, können sie unter IFRS zur Erfassung latenter Steuern führen.
DRS 18 konkretisiert die durch das BilMoG in §§ 274 und 306 HGB geschaffenen Regelungen, um Interpretationsspielräume zu schließen und die praktische Anwendung bei der Abgrenzung latenter Steuern zu vereinheitlichen.
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