Fachbuch, 2011
56 Seiten
Vorwort
Die Mittelbronzezeit in Deutschland
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Ihre Siedlungen kennt man nicht
Die ältere Bronzezeit im westlichen Brandenburg von etwa 1500 bis 1200 v. Chr.
Die vorliegende Arbeit gibt einen detaillierten Einblick in die archäologischen Befunde der älteren Bronzezeit im westlichen Brandenburg. Ziel ist es, die materielle Kultur, die Bestattungssitten und die soziale Struktur der damaligen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer anhand der überlieferten Grab- und Depotfunde sowie einzelner Artefakte systematisch aufzuarbeiten.
Ihre Siedlungen kennt man nicht
Die Zeit von etwa 1500 bis 1200 v. Chr. wird im westlichen Teil von Brandenburg als ältere Bronzezeit (Periode II) bezeichnet. Zum westlichen Brandenburg gehören vor allem die Landschaften der Prignitz und das Ruppiner Rhin-Gebiet. Im östlichen Brandenburg existierte damals die Vorlausitzer Kultur.
Bei den Hinterlassenschaften der älteren Bronzezeit im westlichen Brandenburg handelt es sich überwiegend um Objekte aus Gräbern und Depots sowie um Einzelstücke. Funde dieser Kulturstufe wurden 1935 durch die Prähistorikerin Waldtraud Bohm (1890–1969) aus Berlin in der Publikation »Die ältere Bronzezeit in der Mark Brandenburg« beschrieben.
Die Gräber liegen heute oft an Sümpfen und Seen sowie unter dem derzeitigen Grundwasser. Als Ursache dafür gilt der schwankende Wasserstand infolge des Anstiegs des Meeresspiegels sowie des Rückstau von Elbe, Havel und Rhin. Der höhere Grundwasserspiegel wurde durch Aufstauungen und Bodenverbesserungen (Meliorationen) seit dem frühen Mittelalter hervorgerufen. Obwohl die Toten häufig unverbrannt bestattet wurden, weiß man nichts über die Körperhöhe und Krankheiten der damaligen Menschen. Denn nach den Körperbeisetzungen sind die Knochen im märkischen Sand vergangen. Von der Kleidung zeugt nur metallenes Zubehör. Dazu gehören bronzene Nadeln zum Zusammenhalten des Gewandes, Knöpfe, Schmuckscheiben und Gürtelscheiben.
Vorwort: Einleitende Worte zum Inhalt des Taschenbuches und Dank an die unterstützenden Experten.
Die Mittelbronzezeit in Deutschland: Erläuterung der zeitlichen Einordnung, der metallurgischen Fortschritte und der regionalen kulturellen Ausprägungen unter Berücksichtigung der Gliederung von Paul Reinecke.
Ihre Siedlungen kennt man nicht: Detaillierte Darstellung der archäologischen Fundlage zur älteren Bronzezeit im westlichen Brandenburg, insbesondere in Bezug auf Gräber, Depots, Schmuck und die Problematik fehlender Siedlungsspuren.
Ältere Bronzezeit, Westliches Brandenburg, Prignitz, Grabhügel, Depotfunde, Bronzeguss, Mittelbronzezeit, Paul Reinecke, Archäologie, Bestattungssitten, Schmuckscheiben, Randleistenbeil, Hügelgräber-Kultur, Siedlungsgeschichte, Metallurgie.
Die Arbeit befasst sich mit der Archäologie und der materiellen Kultur der älteren Bronzezeit im westlichen Teil Brandenburgs in der Zeit von etwa 1500 bis 1200 v. Chr.
Die zentralen Themen sind die Analyse von Grabhügeln, Depotfunden, bronzenen Artefakten wie Schmuck und Waffen sowie die Einordnung der Region in den überregionalen bronzezeitlichen Kontext.
Das Ziel ist die systematische Darstellung und Aufarbeitung der Hinterlassenschaften einer Region, deren Siedlungsspuren aufgrund ökologischer Veränderungen heute weitgehend unbekannt sind.
Der Autor stützt sich auf archäologische Fundberichte, typologische Vergleiche von Bronzeobjekten und historische Fachpublikationen zur Chronologie der Bronzezeit.
Der Hauptteil widmet sich der Beschreibung spezifischer Fundgruppen, der Bedeutung der Grabhügel, der Analyse von Metallobjekten sowie den theoretischen Gliederungen von Bronzezeit-Epochen.
Wichtige Begriffe sind Ältere Bronzezeit, Westliches Brandenburg, Grabhügel, Depotfunde und die Hügelgräber-Kultur.
Aufgrund von Grundwasseranstiegen und ökologischen Veränderungen seit dem Mittelalter sind die Siedlungsareale kaum archäologisch greifbar.
Depotfunde, wie der Fund von Berlin-Spandau, geben Hinweise auf rituelle Opferpraktiken an Flussübergängen und zeugen von einer hochentwickelten metallverarbeitenden Kultur.
Sadenbeck dient als ein zentrales Beispiel für die Grabhügelkultur, an dem Bestattungssitten und materielle Beigaben wie Schmuckscheiben wissenschaftlich untersucht wurden.
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