Fachbuch, 2011
51 Seiten
1. Vorwort
2. Die Frühbronzezeit in Österreich
2.1 Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
3. Versunkene Dörfer auf dem Seegrund
3.1 Die Attersee-Gruppe von etwa 1800 bis 1500 v. Chr.
4. Anmerkungen
5. Literatur
6. Bildquellen
7. Der Autor Ernst Probst
8. Bücher von Ernst Probst
Dieses Taschenbuch bietet einen fundierten wissenschaftlichen Überblick über die Attersee-Gruppe, eine bedeutende Kulturstufe der Bronzezeit, die etwa von 1800 bis 1500 v. Chr. im Salzkammergut, an der Donau bei Linz und am Inn südlich von Passau existierte.
Versunkene Dörfer auf dem Seegrund
An den Seen im Salzkammergut setzten in der entwickelten Frühbronzezeit die Menschen der Attersee-Gruppe eine Tradition fort, deren Anfänge in Österreich bis in die Jungsteinzeit um etwa 3700 v. Chr. zurückreichen. Bereits damals hatten die Angehörigen der Mondsee-Gruppe eine seltsame Vorliebe dafür entwickelt, ihre Siedlungen an den Ufern von Seen zu gründen. Diese Bauerndörfer wurden früher als »Pfahlbausiedlungen« bezeichnet – ein Begriff, der später aus der Mode gekommen ist.
Zwischen der langlebigen Mondsee-Gruppe, die sich vermutlich von etwa 3700 bis 2900 v. Chr. oder sogar noch etwas länger behaupten konnte, und der älteren Stufe der Attersee-Gruppe, die von ungefähr 1800 bis 1500 v. Chr. dauerte, lag eine Zeitspanne von etwa einem Jahrtausend, in der im Salzkammergut keine Seeufersiedlungen bewohnt wurden.
Den Begriff »Attersee-Gruppe« hat 1981 die am Naturhistorischen Museum, Wien, arbeitende Prähistorikerin Elisabeth Ruttkay (1926–2009) geprägt, als sie die Funde aus der 1977 bei Vermessungsarbeiten des Bundesdenkmalamts Wien entdeckten Seeufersiedlung Abtsdorf I im Attersee beschrieb. Sie verstand darunter eine Kulturgruppe, die etwa zur gleichen Zeit wie die niederösterreichische Böheimkirchener Gruppe der Veterov-Kultur existierte und im Salzkammergut, an der Donau im Raum Linz und am Inn südlich von Passau siedelte. Die Attersee-Gruppe war eine einheimische Entwicklung. Sie zeichnete sich durch verstärkte östliche Kontakte aus.
Vorwort: Das Vorwort führt in die zeitliche und geographische Eingrenzung der Attersee-Gruppe ein und würdigt die wissenschaftliche Unterstützung durch Experten wie Dr. Elisabeth Ruttkay.
Die Frühbronzezeit in Österreich: Dieses Kapitel erläutert die chronologische Gliederung der Bronzezeit A in Österreich und beschreibt die Verbreitungsgebiete verschiedener Kulturen wie der Aunjetitzer Kultur oder der Unterwölblinger Gruppe.
Versunkene Dörfer auf dem Seegrund: Der Hauptteil fokussiert auf die Siedlungsweise am Seeufer, die Entdeckung und Erforschung der Attersee-Gruppe sowie die angewandten Untersuchungsmethoden und Datierungsverfahren.
Anmerkungen: In diesem Abschnitt werden ergänzende bibliographische Hinweise und Kontextinformationen zu den einzelnen Forschungsentdeckungen gegeben.
Literatur: Hier wird das für die Arbeit herangezogene Fachverzeichnis dokumentiert.
Bildquellen: Dieses Verzeichnis weist die Urheber und Herkunft der verwendeten historischen Zeichnungen, Fotos und Karten nach.
Der Autor Ernst Probst: Eine kurze biographische Darstellung des Verfassers und seines wissenschaftlichen Werdegangs.
Bücher von Ernst Probst: Eine Auflistung der zahlreichen weiteren Publikationen des Autors zu verschiedenen archäologischen und historischen Themen.
Attersee-Gruppe, Bronzezeit, Frühbronzezeit, Salzkammergut, Seeufersiedlungen, Pfahlbauten, Elisabeth Ruttkay, Archäologie, Österreich, Radiokarbonmethode, Metallfunde, Siedlungsgeschichte, Mondsee-Gruppe, Unterwasserarchäologie, Prähistorie.
Das Buch bietet einen wissenschaftlichen Überblick über die Attersee-Gruppe, eine spezielle Kulturstufe der Bronzezeit im Raum Oberösterreich und angrenzender Gebiete.
Zentrale Themen sind die Siedlungsgeschichte an den Salzkammergut-Seen, die kulturelle Abfolge der Frühbronzezeit sowie die Methoden der archäologischen Fundbergung.
Das Ziel ist die Dokumentation der Lebensweise, der materiellen Hinterlassenschaften und der zeitlichen Einordnung der Attersee-Gruppe im Kontext der österreichischen Urgeschichte.
Die Arbeit basiert auf archäologischer Literaturanalyse, der Auswertung von Fundberichten und der Anwendung naturwissenschaftlicher Datierungsmethoden wie der 14C-Methode.
Der Hauptteil behandelt die Entdeckung der Seeufersiedlungen, die Merkmale der Metallobjekte und Keramik sowie die historischen Bemühungen um deren Erforschung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Attersee-Gruppe, Pfahlbauten, Bronzezeit, Salzkammergut und Seeufersiedlungen.
Elisabeth Ruttkay war eine maßgebliche Prähistorikerin, die den Begriff "Attersee-Gruppe" im Jahr 1981 prägte und deren Forschungsarbeit einen Kernpunkt der vorliegenden Untersuchung bildet.
Das Alter der Bauerndörfer wurde unter anderem durch die Radiokohlenstoff-Methode (C14-Methode) an gefundenen Holzpfählen präzise ermittelt.
Die Wahl der Standorte bot strategische Vorteile wie Schutz vor Feinden durch Palisaden sowie direkten Zugang zu Wasser für Landwirtschaft, Viehtränke und handwerkliche Tätigkeiten.
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