Fachbuch, 2011
49 Seiten
Vorwort
Die Frühbronzezeit in Österreich
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Keramikdepots und Scheingräber
Die Leithaprodersdorf-Gruppe
Dieses Werk bietet eine fundierte Übersicht über die Leithaprodersdorf-Gruppe, eine der ältesten frühbronzezeitlichen Kulturstufen in Österreich, die etwa von 2300/2200 bis 2000 v. Chr. im östlichen Niederösterreich und im Burgenland existierte. Ziel der Arbeit ist es, die Lebensweise dieser Menschen sowie ihre materielle Kultur umfassend darzustellen.
Keramikdepots und Scheingräber
Die Leithaprodersdorf-Gruppe gilt als eine der ältesten frühbronzezeitlichen Kulturen in Österreich. Sie war von etwa 2300/2200 bis um 2000 v. Chr. östlich des Wienerwalds in Niederösterreich und im Burgenland verbreitet. Der Name dieser Gruppe erinnert an das 1950 ausgegrabene Gräberfeld von Leithaprodersdorf im Burgenland. Dort hatte der Landesarchäologe Alois Ohrenberger (1920–1994) aus Eisenstadt insgesamt 50 Bestattungen der Leithaprodersdorf-Gruppe und weitere aus späterer Zeit freigelegt.
Die Bezeichnung »Leithaprodersdorf-Gruppe« geht auf Alois Ohrenberger zurück, der 1956 vom Typus Loretto-Leithaprodersdorf sprach. Der 1977 von der Wiener Prähistorikerin Elisabeth Ruttkay (1926–2009) mündlich vorgeschlagene und 1981 von ihr publizierte etwas einprägsamere Ausdruck Leitha-Gruppe konnte sich nicht durchsetzen, weswegen sich der Begriff Leithaprodersdorf-Gruppe einbürgerte.
Wie die Landschaft zur Zeit der Leithaprodersdorf-Gruppe in der Gegend des Leithagebirges und des Ruster Höhenzuges aussah, hat 1986 der Wiener Botaniker Gustav Wendelberger rekonstruiert. Seinen Erkenntnissen zufolge breitete sich dort eine aufgelockerte Mischung von Wald und Steppe aus.
Vorwort: Einleitende Worte des Autors über den Inhalt des Buches, die zeitliche Einordnung der Kulturstufe und eine Würdigung der fachlichen Unterstützung bei der Entstehung des Werkes.
Die Frühbronzezeit in Österreich: Dieser Abschnitt erläutert die zeitliche Gliederung der Frühbronzezeit in Österreich sowie die verschiedenen Kulturgruppen und deren regionale Verbreitung.
Keramikdepots und Scheingräber: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert die Siedlungsweisen, die charakteristische Keramik, das Kupferhandwerk, die Bestattungssitten sowie die wissenschaftliche Entdeckungsgeschichte der Leithaprodersdorf-Gruppe.
Leithaprodersdorf-Gruppe, Frühbronzezeit, Österreich, Niederösterreich, Burgenland, Keramik, Bestattungssitten, Kupferdolch, Siedlungsarchäologie, Alois Ohrenberger, Elisabeth Ruttkay, Scheingräber, Trausdorf-Tasse, Jennyberg, Urgeschichte
Das Buch liefert eine umfassende Darstellung der Leithaprodersdorf-Gruppe, einer frühbronzezeitlichen Kultur in Österreich, und beleuchtet deren Lebensweise und materielle Hinterlassenschaften.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig Siedlungsstrukturen, keramische Funde, kupferzeitliche Metallobjekte, Grabfunde und die historische Forschung zu dieser Kultur.
Das Ziel ist die Dokumentation und verständliche Aufbereitung archäologischer Erkenntnisse über eine der ältesten Kulturen der Frühbronzezeit im Raum Niederösterreich und Burgenland.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung archäologischer Grabungsberichte, Publikationen von Fachwissenschaftlern und die Interpretation materieller Überreste wie Keramik und Grabbeigaben.
Der Hauptteil widmet sich den Siedlungsgebieten, der Keramiktypologie (Leithaprodersdorf- und Trausdorf-Tasse), dem Kupferhandwerk sowie den Bestattungsriten, einschließlich der mysteriösen Scheingräber.
Zentrale Begriffe sind Bronzezeit, Leithaprodersdorf-Gruppe, Archäologie, Österreich, Gräberfelder und keramische Typologie.
Scheingräber oder Kenotaphe enthielten keine sterblichen Überreste und dienten möglicherweise dem Gedenken an Personen, die in der Ferne verstorben sind.
Die Höhensiedlung auf dem Jennyberg bei Mödling zeichnet sich durch ihre strategisch geschützte Lage aus, die bereits seit der Badener Kultur genutzt wurde.
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