Masterarbeit, 2011
101 Seiten, Note: 1,7
0 Einleitung
1 Frauen und Kunst
1.1 Historische und ästhetische Dimension
1.1.1 Künstlerinnen auf dem Weg ins 20. Jahrhundert
1.1.1.1 Bildende Künstlerinnen in der Gesellschaft
1.1.1.2 Studienbedingungen
1.1.1.3 Arbeitskultur
1.1.1.4 Kunst als Ausdruck männlicher Dominanz
1.1.1.5 Künstlermythos
1.2 Feministische und Ästhetische Dimension
1.2.1 Künstlerinnen im 20. Jahrhundert
1.2.1.1 Die Feministische Welle der 1960er und 1970er Jahre
1.2.1.2 Kunst und Feminismus nach 1989
1.2.2 Künstlerinnen im 21. Jahrhundert
1.2.2.1 Feministische Kunstwissenschaften
1.2.2.2 Die Problematik des LABELS „Feministische Kunst“
1.2.2.3 Die Bedeutung weiblicher Kunst
1.2.2.4 Studienbedingungen
1.2.2.5 Arbeitsbedingungen
1.2.2.6 Marktwert
1.3 Politische und Ökonomische Dimension
1.3.1 Beruf Künstler und Prekariat
1.3.2 Politische Instrumente
1.3.2.1 Gender Mainstreaming
1.3.2.2 Sozialpolitik
1.3.2.3 Familienpolitik
1.3.2.4 Stiftungen
1.3.3 Ökonomische Realität
2 Der Kunstmarkt
2.1 Marktmacht und Kanonisierungseffekte
2.2 Bedeutung weiblicher Kunst als Ware
2.3 Der Primärmarkt
2.3.1 Künstler und Künstlerinnen
2.3.2 Sammler
2.3.3 Galeristen
2.3.4 Art Consultants
2.3.5 Kunstkritiker
2.3.6 Künstlerische Bildungsstätten
2.3.6.1 Lehrende
2.3.6.2 Studenten
2.4 Der Sekundärmarkt
2.4.1 Museen
2.4.1.1 Museumsauftrag und –erfüllung
2.4.1.2 Museumspolitik und Gender
2.4.1.3 Museum und Markt
2.4.1.4 Feministischer Sonderweg - Frauenmuseen
2.4.2 Stiftungen, Preise und Stipendien
2.4.3 Messen
2.4.4 Auktionshäuser
3 Expositionskultur von Künstlerinnen in Berlin im 21. Jahrhundert
3.1 Berlin – Metropole Zeitgenössischer Kunst
3.1.1 Expositionskultur in Berlin
3.2 Methodischer Vorgang
3.3 Untersuchungsobjekte, Evaluation und Auswertung
3.3.1 Staatliches Museum
3.3.1.1 Der Hamburger Bahnhof
3.3.2 Landesmuseum
3.3.2.1 Die Berlinische Galerie
3.3.3 Stiftungsprojekt
3.3.3.1 Die Temporäre Kunsthalle
3.3.4 Kunstvereine
3.3.4.1 KW – Kunstwerke
3.3.4.2 NGBK – Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
4 Diskussion und Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Expositionskultur zeitgenössischer Kunst in Berlin im Zeitraum von 2000 bis 2010 unter besonderer Berücksichtigung der Beteiligung von Künstlerinnen. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit weibliche Kunst in Museen und Kunstinstitutionen repräsentiert ist, welche Faktoren – wie institutionelle Strukturen, der Kunstmarkt oder politische Instrumente – hierbei eine Rolle spielen und ob sich ein Wandel in Richtung Gleichberechtigung feststellen lässt.
1.1.1.4 Kunst als Ausdruck männlicher Dominanz
Ein besonderer Blick soll in diesem Zusammenhang auf die männliche Dominanz in der Malerei über die Jahrhunderte hinweg gerichtet werden. Dies betrifft nicht nur die überwiegend männlichen erfolgreichen Maler, sondern auch den durch Gesellschaft und Konvention vorgegeben Blick auf Frauen und das Formen ihrer sozialen Rolle. So spricht Carol Duncan in ihrem Essay über ,Virility and Domination’ zur Zeit des Fin de siecle über die Malweise und den damit einhergehenden Ausdruck der Schöpfer: „(...) European Artists began painting pictures with a similar and distinctive content. (...) these paintings forcefully asser the virile, vigorous and uninhibited sexual appetite of the artist. I am referring to the hundreds of pictures of nudes and women produced by the Fauves, Cubists, German Expressionists and other vanguard artists. As we shall see, these paintings often portray women as powerless, sexual subjugated beings. By portraying them thus, the artist makes visible his own claim as a sexually dominant presence.“18 Frauen waren also im Museum vorwiegend als männliche Projektionen und Imaginationen sichtbar. Diese Historie lässt sich nur schwer abschütteln, bzw. verleugnen und, so ist anzunehmen, wirkt auf die Entwicklung der heutigen Sichtweise nach. Gleichzeitig lassen sie in ihrer Reflektion aber auch ein Aufweichen festgefahrener und eingespielter Normen zu und geben in ihrer Erkenntnis Anlass zur Wandlung des status quo.
0 Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der feministischen Welle und deren Auswirkungen auf die heutige Situation von Künstlerinnen sowie die Relevanz der Untersuchung.
1 Frauen und Kunst: Beleuchtet die historischen, ästhetischen, politischen und ökonomischen Dimensionen, die die Stellung der Frau im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft prägen.
2 Der Kunstmarkt: Analysiert die Mechanismen des Primär- und Sekundärmarktes, einschließlich der Rolle von Sammlern, Galeristen und Kritikern sowie deren Einfluss auf die Kanonisierung von Kunst.
3 Expositionskultur von Künstlerinnen in Berlin im 21. Jahrhundert: Präsentiert die Untersuchung von Berliner Institutionen und analysiert die Beteiligungsquoten von Künstlerinnen in diesen Einrichtungen.
4 Diskussion und Resümee: Fasst die Ergebnisse der Evaluation zusammen, reflektiert über die Stärken und Schwächen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.
Künstlerinnen, Expositionskultur, Berlin, Kunstmarkt, Feminismus, Zeitgenössische Kunst, Gender Mainstreaming, Museumspolitik, Bildende Kunst, Prekariat, Appropriation Art, Kanonisierung, Frauenmuseen, Geschlechterrolle, Soziale Marktwirtschaft
Die Arbeit analysiert die Situation von Künstlerinnen auf dem Berliner Kunstmarkt im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts und untersucht, inwieweit sie in Ausstellungen repräsentiert sind.
Zentrale Themen sind die historische Benachteiligung von Frauen in der Kunst, der Einfluss ökonomischer Strukturen auf den Kunstmarkt sowie die Rolle politischer Instrumente bei der Förderung der Gleichstellung.
Das Ziel ist es, durch eine datengestützte Analyse ausgewählter Institutionen aufzuzeigen, wie es um die gleichberechtigte Präsenz von Künstlerinnen im Ausstellungsgeschehen bestellt ist.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Datenanalyse der Ausstellungsprogramme von fünf spezifischen Berliner Institutionen im Zeitraum von 2000 bis 2010.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Dimension der Frauenrolle in der Kunst, der Marktmacht und Kanonisierungseffekten sowie der detaillierten Evaluation der Ausstellungspraxis in verschiedenen Museen und Kunstvereinen.
Wichtige Schlagworte sind Künstlerinnen, Expositionskultur, Berlin, Kunstmarkt, Feminismus und Gender Mainstreaming.
Es dient als Beispiel für ein politisches Instrument, das traditionelle Familienmodelle bevorzugt und indirekt Karrierepläne von Frauen in gleichberechtigten Partnerschaften erschweren kann.
Der überkommene Mythos des männlichen Genies wirkt nach Ansicht der Autorin weiterhin als Barriere, da er die Wahrnehmung von Frauen in kreativen Führungspositionen und deren künstlerische Anerkennung erschwert.
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