Diplomarbeit, 2003
120 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Motivation zum Thema
1.2 Zum methodischen Vorgehen
2 Was heißt Cultural Studies?
2.1 Definitionsversuch – gescheitert?
2.2 Historische Entwicklung
2.3 Theoretische Grundlagen
2.4 Grundbegriffe der Cultural Studies
2.4.1 Kultur
2.4.1.1 Kulturanalyse
2.4.1.2 Populärkultur
2.4.2 Kontextualismus
2.4.3 Diskurs
2.4.4 Text
2.4.5 Macht
2.4.6 Polysemie
2.5 Die Rezeption der Cultural Studies im deutschsprachigen Raum
2.5.1 Zwei Missverständnisse
2.5.2 Anfänge der Rezeption im deutschsprachigen Raum
2.5.3 Vier Rezeptionsstränge
3 Fernsehforschung in den Cultural Studies
3.1 Merkmale des Fernsehens
3.1.1 Segmentierung und syntagmatische Lücken
3.1.2 Intertextualität
3.1.2.1 Primärbeziehungen
3.1.2.2 Sekundärbeziehungen
3.1.2.3 Mündliche Kultur
3.1.2.4 Das Subjekt und die gesellschaftliche Form
3.1.3 Zeit und Serialität
3.1.4 Heteroglossie
3.2 Fernsehen als kulturelle Ware
3.3 Bardisches Fernsehen
3.3.1 Merkmale und Funktionen
3.3.2 Rituelle Kondensation
3.4 Polysemie
3.4.1 Encoding / Decoding
3.4.2 Methoden der Polysemie
3.4.2.1 Ironie
3.4.2.2 Metaphorik
3.4.2.3 Witze
3.4.2.4 Widersprüchlichkeit
3.4.2.5 Überfluss
3.4.3 Readerly versus writerly versus producerly Texte
4 Die Geschichte der Quizshow
4.1 Die Ursprünge des Wortes Quiz
4.2 Typologie
4.2.1 Die klassische Quizshow
4.2.2 Das Fernseh-Gesellschaftsspiel
4.2.3 Die handlungsorientierte Game Show
4.2.4 Die Game Show für Kinder und Jugendliche
4.3 Die Anfänge der Quizshow im amerikanischen Radio
4.3.1 Erste Preise für „KandidatInnen“
4.3.2 Drei Bausteine
4.3.3 Der erste Straßenfeger
4.3.4 Von der Quizshow zur Game Show
4.3.5 Das Quiz an der Front
4.3.6 Kommerzialisierung
4.4 Das Quiz im amerikanischen TV
4.4.1 Die ersten Fernsehshows
4.4.2 Zuschauereinbruch
4.4.3 Heart Line
4.4.4 Einführung des Rateteams
4.4.5 Der amerikanische Quiz-Skandal und seine Folgen
4.4.5.1 Die erste Big-Money-Show
4.4.5.2 Lust auf mehr
4.4.5.3 Das Ende der Euphorie
4.4.5.4 Die Folgen des Skandals
4.4.6 Die Amerikanischen Quiz- und Game Shows der letzten drei Jahrzehnte
4.5 Das Quiz im deutschsprachigen Raum
4.5.1 Anfang im Radio
4.5.2 Übernahme ins Fernsehen
4.5.3 Besondere Bedingungen in Österreich
4.5.4 Amerika-Import auch im Fernsehen
4.5.5 Gewicht auf Bildung/Information
4.5.6 Weniger Ernst in den 60er Jahren
4.5.7 Die 70er Jahre: Niveau neben Anspruchslosigkeit
4.5.8 Einführung der Game Show und Amerikanisierung in den 80er Jahren
4.5.9 Die 90er Jahre: Revival des klassischen Quiz
5 Das Genre der Quiz- und Game Shows aus dem Blickwinkel der Cultural Studies
5.1 Vergnügen
5.1.1 Drei Diskurse
5.1.2 Vergnügen, Spiel und Kontrolle
5.2 Spiele und Rituale
5.3 Wissen und Macht
5.4 Wissen und politische Ideologie
5.5 Glück
5.6 Konsumgesellschaft und aktive ZuseherInnen
5.7 Quizshows und Artikulation
5.8 Interessen der Konsumenten Versus Interessen der Produzenten
6 Zusammenfassung und Ergebnisse
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht das Genre der Quiz- und Game Shows aus der Perspektive der Cultural Studies. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftliche Vernachlässigung dieses populären Fernsehformats aufzuarbeiten, theoretische Ansätze zu systematisieren und das Genre als legitimen Gegenstand populärkultureller Forschung zu etablieren.
3.1.1 Segmentierung und syntagmatische Lücken
Williams (1974) charakterisiert die Fernseherfahrung als flow und meint damit den Mangel an textuellen Beschränkungen im Fernsehen. Ellis (1982) erweitert dieses Konzept und benutzt den Begriff Segmentierung, der über den Sinn des Ausdrucks flow hinausgeht. Segmentierte Texte zeichnen sich durch abrupte Übergänge von Segment zu Segment aus und diese Übergänge verlangen aktive, erfahrene und – was das Fernsehen angeht – versierte Zuschauer. Abrupte Wechsel von Plot zu Plot, z.B. bei Seifenopern, sind für nicht versierte Fernsehzuschauer sehr verwirrend. (Vgl. Fiske 1999, 242)
Daraus leitet Fiske den Begriff „Fernsehanalphabet“ (1999, 242) ab. Ein „Fernsehanalphabet“ ist ein Mensch, dessen textuelle Erfahrungen hauptsächlich solche mit Büchern, Kinofilmen oder Theater sind, bei denen sich textuelle Merkmale entscheidend von denen des Fernsehens unterscheiden.
1 Einleitung: Beschreibt die wissenschaftliche Vernachlässigung von Quiz- und Game Shows trotz ihrer hohen Popularität und legt das methodische Vorgehen dar.
2 Was heißt Cultural Studies?: Vermittelt die theoretischen Grundlagen, Grundbegriffe und die geschichtliche Entwicklung des Cultural Studies Ansatzes.
3 Fernsehforschung in den Cultural Studies: Erläutert zentrale Merkmale des Fernsehens aus Sicht der Cultural Studies, wie Segmentierung, Intertextualität und das Konzept des bardischen Fernsehens.
4 Die Geschichte der Quizshow: Nachzeichnung der historischen Entwicklung des Genres von den Anfängen im amerikanischen Radio bis zur Adaption im deutschen Fernsehen.
5 Das Genre der Quiz- und Game Shows aus dem Blickwinkel der Cultural Studies: Tiefergehende Analyse des Genres bezüglich Vergnügen, Machtstrukturen, Wissen und Konsumgesellschaft.
6 Zusammenfassung und Ergebnisse: Fazit der Arbeit, das die Notwendigkeit einer stärkeren Re-Theoretisierung von Quiz- und Game Shows betont.
Cultural Studies, Fernsehforschung, Quizshow, Game Show, Populärkultur, Polysemie, Fernsehen, Medienwissenschaft, Encoding Decoding, Zuschauerforschung, Konsumgesellschaft, Bedeutungsproduktion, Unterhaltung, Machtstrukturen, Artikulation
Die Diplomarbeit widmet sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung von Quiz- und Game Shows durch das theoretische Prisma der Cultural Studies.
Zentrale Felder sind die Geschichte des Genres, die theoretische Verortung im Medium Fernsehen sowie die gesellschaftspolitische Analyse von Macht, Wissen und Vergnügen innerhalb von Spielshows.
Ziel ist es, das meist belächelte Genre der Quiz- und Game Shows als wertvolles Forschungsobjekt der Cultural Studies zu legitimieren und die Literatur dazu systematisch aufzubereiten.
Es wird ein meta-analytischer Ansatz gewählt, um bestehende theoretische Untersuchungen und Auseinandersetzungen mit dem Genre systematisch zu bewerten und zu generalisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Einführung in die Cultural Studies, eine detaillierte Fernsehtheorie, einen historischen Abriss des Genres und eine intensive Analyse der Machtmechanismen und Konsumpraktiken in Quizsendungen.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Cultural Studies, Polysemie, Encoding Decoding, Artikulation, Populärkultur und das Konzept des bardischen Fernsehens.
Der Begriff „flow“ nach Williams beschreibt den Mangel an textuellen Beschränkungen im Fernsehen, was zu einer segmentierten Fernseherfahrung führt, die vom Zuschauer aktive Anpassungsleistungen verlangt.
Das Konzept beschreibt Fernsehen als Institution, die für die gesamte Kultur eine rituelle und verbindende Funktion übernimmt, ähnlich wie die Barden in traditionellen Gesellschaften.
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