Bachelorarbeit, 2010
70 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht die sprachliche Konstruktion von Identität in Ingeborg Bachmanns Roman Malina. Sie analysiert die Erzählstruktur des Romans im Hinblick auf die Identitätsproblematik der Protagonistin und beleuchtet den untrennbaren Zusammenhang von Sprache und Identität. Die Arbeit verwendet soziologische Identitätstheorien, insbesondere den Symbolischen Interaktionismus, um die im Roman dargestellten Prozesse zu interpretieren.
Kapitel II (Sprache und Identität): Dieses Kapitel legt den theoretischen Rahmen für die Interpretation von Malina, indem es den Symbolischen Interaktionismus und die Identitätszuschreibung nach Goffman vorstellt.
Kapitel III (Die (Un-)Möglichkeit des Erzählens): Hier wird die Erzählstruktur von Malina analysiert, insbesondere die Montage verschiedener Textformen wie Telefongespräche, Briefe und Träume, im Hinblick auf die inhaltliche Uneinheitlichkeit und die Darstellung des Ichs und der Zeitlichkeit.
Kapitel IV (Die sprachliche Zurichtung von Identität in Malina): Dieses Kapitel interpretiert die drei Hauptteile des Romans. Der erste Teil („Glücklich mit Ivan“) wird als Dokumentation eines zerstörten Ichs gelesen und die Liebesbeziehung als utopische Projektion untersucht. Der zweite Teil konzentriert sich auf die Rekonstruktion der Identitätsdeformation anhand der Analyse der Träume. Der dritte Teil („Von letzten Dingen“) behandelt die Dialoge zwischen Ich und Malina und die Frage nach der Unhintergehbarkeit der symbolischen Ordnung.
Identität, Sprache, Ingeborg Bachmann, Malina, Erzählstruktur, Symbolischer Interaktionismus, Identitätszuschreibung, Träume, Sprachspiele, Montage, Identitätsdeformation.
"Malina" ist ein komplexer Roman über die Identitätskrise einer namenlosen Ich-Erzählerin in Wien. Er thematisiert ihre Beziehungen zu zwei Männern, Ivan und Malina, und endet mit ihrem symbolischen Verschwinden in einer Wand.
Der Roman zeigt, dass Identität durch Sprache konstruiert, aber auch zerstört werden kann. Die Erzählerin kämpft mit der Unmöglichkeit, traumatische Erfahrungen ("Unerzählbares") in einer männlich geprägten Sprache auszudrücken.
Es symbolisiert die endgültige Identitätsdeformation und das Aufgehen des weiblichen "Ich" in der männlichen rationalen Ordnung (repräsentiert durch Malina). Es ist ein Akt der Selbstauslöschung als letzte Konsequenz einer beschädigten Identität.
Das Kapitel "Der dritte Mann" nutzt Träume, um die tiefen psychologischen Verletzungen und die deformierte Identität der Erzählerin zu rekonstruieren. Die Traumsprache macht das Unbewusste und Verdrängte sichtbar.
Diese soziologische Theorie erklärt, wie Identität durch soziale Interaktion und Symbole (Sprache) entsteht. Im Roman wird deutlich, wie die Identitätszuschreibungen der Umwelt die Protagonistin in eine ausweglose Lage bringen.
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