Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Trend zu künstlichen Erlebniswelten – Methodik und Vorgehen
1.1 Erlebniswelten auf dem Vormarsch – Das Erfolgsrezept
1.1.1 Vergnügungsparks: Ein historischer Rückblick
1.1.2 Erlebnishunger als Motor der Erlebniswelten
1.2 Eine fast positive Bilanz
1.2.1 Amerikanisierung der Themenparks befriedigt die Erlebenissucht
1.2.2 Freizeitparks fördern Gemeinschaftsgefühl
1.2.3 Auf der Suche nach Schwachpunkten
1.3 Fazit
2 Legolands Einzug in Günzburg – Methodik und Vorgehen
2.1 David gegen Goliath – Günzburg setzt sich gegen Tokio durch
2.1.1 Ansiedlungskriterien für den vierten Legoland Park
2.1.2 Standortvorteile im schwäbischen Barockwinkel
2.1.2.1 Lage und Verkehr
2.1.2.2 Das Gelände
2.1.2.3 Unterstützung aus der Politik
2.1.2.4 Unterstützung von Behörden
2.2 Fazit
3 Kommunikationsfahrplan der Behörden – Methodik und Vorgehen
3.1 Politik und Behörden ziehen an einem Strang
3.1.1 Projektverlauf – Arbeit der Projektgruppen
3.1.2 Projektgruppe Bauleitplanung
3.1.2.1 Exkurs: Bauleitplaner auf „Abwegen“
3.1.2.2 Ein Raumordnungsverfahren auf „andere Weise“
3.1.2.3 Bebauungsplan samt Einwänden
3.1.3 Projektgruppe Verkehr
3.1.4 Projektgruppe Entmunitionierung und Altlastensanierung
3.2 Akzeptanz in der Bevölkerung
3.2.1 Legolands Bemühungen um die Gunst der Bevölkerung
3.2.2 Akzeptanz des Großprojekts – Aus der Sicht der Lokalzeitung
3.2.3 Vorurteile lösen sich in Wohlgefallen auf
3.3.3 Fazit
4 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Methodik und Vorgehen
4.1 Bedeutung von Kommunikation
4.2 Pressearbeit der Günzburger Zeitung
4.3 Bedeutung und Möglichkeiten von Marketingmaßnahmen
4.3.1 Ein Leitbild als Grundlage erfolgreicher Marketingarbeit
4.3.2 Definition des Nutzens fördert die Projektakzeptanz
4.4 Marketingstrategien von Legoland
4.4.1 Das `Preview Center´ weckt Interesse
4.4.2 Pressekonferenzen locken Journalisten
4.4.3 Events erregen Aufmerksamkeit
4.4.4 `Tag der Region´ fördert die Akzeptanz der Landkreisbevölkerung
4.4.5 Klassische Werbemittel ziehen Besucher an
4.4.6 Evaluation deckt Verbesserungsmöglichkeiten auf
4.5 Fazit
5 Regionalmarketing im Landkreis Günzburg – Methodik und Vorgehen
5.1 Vor Legoland: Der Tourismus krankt im Landkreis Günzburg
5.2 Ein Leitbild entsteht
5.2.1 Aufgaben und Ziele des Regionalmarketings
5.2.2 Gründung der Regionalmarketing Günzburg GbR
5.2.3 Öffentlichkeitsarbeit für das Konzept der Regionalentwicklung
5.3 Projekte und Umsetzungsarbeit der Regionalmarketing
5.3.1 Nach Legolands Eröffnung: Der Tourismus boomt in der Region
5.3.2 Informationsservice für die Besucher und Landkreisbewohner
5.3.3 Identifikation fördern durch den `Tag der Region´
5.4 Zukünftige Projekte der Regionalmarketing
5.5 Ausblick
5.6 Fazit
6 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht den Kommunikationsprozess und die Pressearbeit im Rahmen der Ansiedlung des Legoland-Freizeitparks in Günzburg. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit und die Einbindung der lokalen Akteure eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht und der Landkreis als „Familien- und Kinderregion“ erfolgreich positioniert werden konnte.
3.1.2 Projektgruppe Bauleitplanung
In der Arbeitsgruppe Bauleitplanung arbeiteten neben dem Projektmanager, einer Beobachterin des Koordinationsgremiums, dem Projektleiter (Wilhelm Hofmann) auch Vertreter der Stadt Günzburg als Träger der städtebaulichen Planungshoheit mit ihren Planern, die Firma Lego als Vorhabensträger, sowie die Leiter der beiden anderen Arbeitsgruppen. Nach Bedarf wurden die Oberfinanzdirektion als Grundeigentümerin, die Autobahndirektion, das Straßenbauamt, das Wasserwirtschaftsamt, sowie weitere Fachstellen zu Rate gezogen.
Grundlage für die Aufnahme der Tätigkeit der Arbeitsgruppe Bauleitplanung war der Beschluss der Stadt Günzburg vom Dezember 1997, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan für den Freizeitpark aufzustellen. „Erstes Ziel der Arbeitsgruppe Bauleitplanung war die Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplanes, in dem alle wesentlichen Grundlagen der Nutzungsverteilung, der Verkehrsanbindung und der landschaftlichen Einbindung definiert und in ein abgestimmtes Gesamtkonzept umgesetzt werden sollten. Die Firma Lego wirkte von Anfang an engagiert mit und lieferte alle notwendigen Informationen. So konnte auf der Grundlage von Erfahrungswerten Legos aus den anderen Freizeitparks zur tages- und jahreszeitlichen Verteilung der Besucherströme ein Verkehrsgutachten der Straßenbauverwaltung erstellt werden. Nach grundsätzlicher Einigung in allen wesentlichen Planungs- und Finanzierungsfragen konnte der Masterplan bis Sommer 1998 erstellt und vom Stadtrat beschlossen werden.“ (Hofmann 2001, S. 27)
Einleitung: Einführung in das Thema der Pressearbeit im Kontext regionaler Großprojekte am Beispiel des Freizeitparks Legoland.
1 Trend zu künstlichen Erlebniswelten – Methodik und Vorgehen: Analyse der gesellschaftlichen Entwicklung von Vergnügungsparks und der wachsenden Nachfrage nach Erlebniskonsum.
2 Legolands Einzug in Günzburg – Methodik und Vorgehen: Detaillierte Betrachtung der Standortkriterien und der Faktoren, die zur Entscheidung für den Standort Günzburg führten.
3 Kommunikationsfahrplan der Behörden – Methodik und Vorgehen: Dokumentation der behördlichen Zusammenarbeit, des Projektmanagements und der Maßnahmen zur Steigerung der Bevölkerungsakzeptanz.
4 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Methodik und Vorgehen: Untersuchung der spezifischen Kommunikationsstrategien von Legoland und der Rolle der lokalen Presse bei der Imagebildung.
5 Regionalmarketing im Landkreis Günzburg – Methodik und Vorgehen: Beschreibung des Prozesses zur Etablierung des Leitbilds der „Familien- und Kinderregion“ und der damit verbundenen Projekte.
6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Einschätzung des Erfolgs des Projekts Legoland für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region.
Legoland, Regionalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit, Standortmarketing, Familien- und Kinderregion, Günzburg, Freizeitpark, Kommunikation, Bauleitplanung, Akzeptanz, Tourismus, Projektmanagement, Regionalmarketing, Wirtschaftsstandort
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Ansiedlung und regionalen Integration eines Freizeitparks, konkret am Beispiel des Legoland-Parks in Günzburg.
Im Fokus stehen die Standortfindung, die behördliche Kooperation, das Regionalmarketing und die aktive Kommunikation mit der Bevölkerung zur Sicherung der Projektakzeptanz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine professionelle und transparente Kommunikationsstrategie die Ansiedlung eines Großprojekts in einem kurzen Zeitrahmen erfolgreich und mit hoher Akzeptanz realisiert werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Feldforschung, insbesondere durch Experteninterviews mit Schlüsselpersonen aus Politik, Verwaltung, Presse und dem Legoland-Management.
Der Hauptteil analysiert den Kommunikationsfahrplan der Behörden, die verschiedenen Marketingstrategien von Legoland sowie die langfristige Regionalentwicklung und das Standortmarketing des Landkreises Günzburg.
Zentrale Begriffe sind Regionalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Standortmarketing, Bürgerakzeptanz, Kommunikationsmanagement und regionale Identität.
Durch die Einrichtung eines speziellen Koordinationsgremiums und den Aufbau von Projektgruppen, die fachübergreifend arbeiteten und bürokratische Prozesse durch eine enge Abstimmung beschleunigten, wurde der Zeitplan von 18 Monaten eingehalten.
Der Landkreis galt zuvor als profillos. Das Leitbild gab der Region eine klare Identität, die Synergien zwischen dem touristischen Angebot und dem Image von Legoland nutzte, um Wirtschaft und Tourismus nachhaltig zu stärken.
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