Bachelorarbeit, 2011
38 Seiten, Note: 1,7
1 him hanfang war das wort: Einleitung
2 tohuwabohu: Methoden das Komische zu erforschen
2.1 toobaba: Ein theoretischer Überblick
2.2 tohuwaababa: Jandl mit und über Komik
3 wo bleibb da: Formen der Komik am Beispiel
3.1 hummoooa: Ironie, Satire, Zynismus und das Naive
3.1.1 famalaleikum (1958)
3.1.2 wien : heldenplatz (1962)
3.2 hummmoooooa: Sinn, Unsinn, Assoziation, obszöner Witz
3.2.1 fünfter sein (1968)
3.2.2 loch (1964)
4 luslustigtig: Verflechtung des Komischen in Jandls Sprache
4.1 k uns t: Formebene
4.2 vünv vrösche: Wortschöpfung und Grammatik
4.3 lieber : tee: Semantik
5 krims krams: Rezeption des Komischen
6 ssso: Fazit
7. Bibliografie
Diese Arbeit untersucht die Rolle der Komik in der Lyrik von Ernst Jandl während der 1950er und 1960er Jahre. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jandl durch sprachliche Experimente, Wortschöpfungen und spielerische Provokationen komische Wirkungen erzielt und welche Reaktionen er damit bei seinem Publikum hervorruft.
3.1.1 famalaleikum (1958)
Mit vierzehn Jahren und damit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde Ernst Jandl mit der Angst konfrontiert, eingezogen zu werden und sein Leben lassen zu müssen. Diese von der Sorge ums Überleben geprägte Jugend lässt auch in den Gedichten Jandls eine ständige Auseinandersetzung mit dem Krieg erkennen. Es bestand ein Bedürfnis sich von der Kultur, die die Nazis förderten, abzusetzen und neue Wege zu finden. Dies gelang ihm durch die Veränderung seiner ästhetischen Mittel. Während andere bei Rilke oder Weinheber blieben, ist die politische Dichtung Jandls an Brecht orientiert. Der Brecht’sche Pathos verflüchtigte sich jedoch mehr und mehr zur konkreten Poesie und Lautgedichten, für die Ernst Jandl heute bekannt ist. Bei längerer Betrachtung der Lautgedichte, lässt sich ein sozial-kritischer Jandl entdecken.
So kommt es, dass im 1966 publizierten Gedichtband Laut und Luise der dritte Abschnitt mit krieg und so überschrieben wurde.
Neben wien : heldenplatz und schtzngrmm ist auch famalaleikum ein, wie Jandl es bezeichnet, „Antikriegsgedicht“, das trotz des ernsten Inhalts zum Lachen anregt. Das Sprechgedicht, welches beim Lesen noch wirksamer wird, entwickelt aus der Wortneuschöpfung famalaleikum Buchstabenreihen, in denen sich dem Leser mehr und mehr ein Sinn erschließt, obwohl keine Großbuchstaben den Text gliedern. Die Interpunktion besteht einzig und allein aus einem Punkt im vorletzten Vers und einem Fragezeichen am Schluss.
1 him hanfang war das wort: Einleitung: Diese Einleitung führt in die Lyrik von Ernst Jandl ein und definiert das Forschungsziel der Untersuchung zur Rolle der Komik in seinen Texten der 50er und 60er Jahre.
2 tohuwabohu: Methoden das Komische zu erforschen: Das Kapitel bietet einen Überblick über theoretische Ansätze zur Komik und ordnet Jandls eigenes Verständnis von Spiel, Sprache und dem „Grotesken“ ein.
3 wo bleibb da: Formen der Komik am Beispiel: Hier werden ausgewählte Gedichte wie famalaleikum, wien : heldenplatz, fünfter sein und loch detailliert analysiert, um die Vielfalt der komischen Mittel zu illustrieren.
4 luslustigtig: Verflechtung des Komischen in Jandls Sprache: Das Kapitel untersucht, wie Jandl durch die Formebene, Grammatik und Semantik seiner Texte gezielt komische Effekte innerhalb seiner Sprache erzeugt.
5 krims krams: Rezeption des Komischen: Hier wird betrachtet, wie das zeitgenössische Publikum und die Literaturkritik auf Jandls experimentelle, komische Lyrik reagierten.
6 ssso: Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert über die Funktion der Komik als Instrument für Jandl, um spielerisch mit ernsten Themen umzugehen.
7. Bibliografie: Eine Auflistung der in der Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Ernst Jandl, Lyrik, Komik, das Komische, Sprachspiel, Lautgedicht, konkrete Poesie, Wortschöpfung, Satire, Grotesk, Rezeption, experimentelle Dichtung, Sprachkritik, 50er Jahre, 60er Jahre.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion des Komischen in der Lyrik von Ernst Jandl während der 1950er und 60er Jahre.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Komik, das Sprachspiel, die Verbindung von Sprache und Politik in Jandls Werk sowie dessen Rezeption.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen Methoden Jandl komische Wirkungen in seinen Texten erzielt und wie diese beim Rezipienten ankommen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Definitionen der Komik mit der Untersuchung konkreter Textbeispiele verknüpft.
Der Hauptteil analysiert ausgewählte Gedichte wie famalaleikum und loch sowie die spezifische sprachliche Gestaltung, die Jandls Lyrik charakterisiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Ernst Jandl, Komik, Sprachspiel, Lautgedicht, konkrete Poesie und Sprachkritik.
Jandl bezieht sich teilweise auf den Dadaismus und dessen Tradition, um konventionelle Sprachgrenzen zu sprengen und neue Ausdrucksformen zu finden.
Jandl arbeitet oft mit „heruntergekommener Sprache“, Wortneuschöpfungen und dem Verzicht auf traditionelle Syntax, um den Leser zu irritieren oder zum Lachen anzuregen.
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