Diplomarbeit, 2011
144 Seiten, Note: sehr gut
1 GEGENSTAND DER EU-OSTERWEITERUNG
2 WETTBEWERB ZWISCHEN SÄCHSISCHEN UNTERNEHMEN UND UNTERNEHMEN DER NEUEN EU-LÄNDER
2.1 Wettbewerb im wirtschaftlichen Sinn
2.2 Wettbewerbsfähigkeit als Anpassung an den Wettbewerb
2.3 Wettbewerbsstrategien
2.3.1 Kostenführerschaft
2.3.2 Produktdifferenzierung
2.3.3 Marktsegmentierung
2.3.4 Kooperationsstrategie
3 DIE UNTERNEHMERISCHE STANDORTWAHL ÜBER STANDORTFAKTOREN
3.1 Harte Standortfaktoren
3.1.1 Beschaffungsseitige Standortfaktoren
3.1.1.1 Anzahl der Erwerbspersonen
3.1.1.2 Verfügbarkeit von Arbeitskräften
3.1.1.3 Qualifikation der Beschäftigten
3.1.1.4 Lohnstückkosten
3.1.1.5 Infrastruktur
3.1.1.6 Bildungsinfrastruktur sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen
3.1.1.7 Grundstücke und Mieten
3.1.1.8 Zugang zu Finanzmitteln
3.1.1.9 Beschaffungskontakte
3.1.1.10 Transportkosten
3.1.2 Produktionsbezogene Standortfaktoren
3.1.3 Absatzseitige Standortfaktoren
3.1.4 Staatliche und öffentliche Faktoren
3.2 Weiche Standortfaktoren
3.2.1 Weiche unternehmensbezogene Standortfaktoren
3.2.2 Weiche personenbezogene Standortfaktoren
4 AUSWIRKUNGEN AUF INDUSTRIE UND HANDEL IN SACHSEN
4.1 Vergleich der sächsischen Industrie und der Industrie der NMS
4.2 Positive Auswirkungen der Erweiterung
4.3 Negative Auswirkungen
4.4 Fazit
5 AUSWIRKUNGEN AUF DEN DIENSTLEISTUNGS- UND HANDWERKSSEKTOR IN SACHSEN
5.1 Zusammensetzung des sächsischen Dienstleistungs- und Handwerkssektor
5.2 Positive Auswirkungen
5.3 Negative Auswirkungen
5.4 Fazit
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE POLITIK UND FÜR SÄCHSISCHE UNTERNEHMEN ZUR LANGFRISTIGEN SICHERUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DES STANDORTES
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Freistaat Sachsen sechs Jahre nach dem Beitritt zu analysieren und zu bewerten, um daraus Schlussfolgerungen für die zukünftige Standortattraktivität sowie Empfehlungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit abzuleiten.
3.1.1.1 Anzahl der Erwerbspersonen
Die Anzahl der Erwerbspersonen ist in Sachsen tendenziell rückläufig. Während im Jahr 2005 noch ca. 2,29 Mio. Erwerbspersonen in Sachsen vorhanden waren, werden es bis zum Jahr 2030 bis zu 30 % weniger sein, auch wenn sich die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen durch einen späteren Rentenbeginn, sowie jüngerer Menschen durch verkürzte Ausbildungszeiten wahrscheinlich leicht erhöhen wird. Weiterhin ist zu vermerken, dass der Altersdurchschnitt der Erwerbspersonen auf Grund des Geburtendefizits in Sachsen in den Jahren von 1990 bis 2010 und der hohen Wanderungsverluste vor allem von jungen Menschen in den Jahren 1990 bis 2009, nach den Feststellungen des Statistischen Landesamtes steigen wird. Nach den Berechnungen der statistischen Landesämter bestand im Jahr 2005 das Erwerbspersonenpotenzial in Sachsen zu knapp drei Viertel aus unter 50-jährigen und zu gut einem Viertel aus 50-jährigen und älteren Personen. Der Anteil der älteren Erwerbspersonen wird bis 2020 auf ca. 37 % ansteigen.
Bereits im Jahr 2007 konnte von einer beginnenden Überalterung des Arbeitsmarktes ausgegangen werden. Diese hat sich bis 2010 noch weiter verstärkt. Vom sogenannten demografischen Wandel sind insbesondere die Landkreise, weniger hingegen die kreisfreien Städte betroffen. Für die Zukunftsorientierung der Unternehmen ist dieser Trend als negativ zu werten, weil die Auswahl an qualifizierten Beschäftigten tendenziell zurückgeht. Allein über leicht steigende Geburtenzahlen und Zuwanderung kann dieser Trend kurz- und mittelfristig nicht gestoppt werden.
1 GEGENSTAND DER EU-OSTERWEITERUNG: Erläuterung der EU-Erweiterungsrunden, der neu eingeführten EU-Grundfreiheiten und der damit verbundenen Übergangsfristen für Deutschland.
2 WETTBEWERB ZWISCHEN SÄCHSISCHEN UNTERNEHMEN UND UNTERNEHMEN DER NEUEN EU-LÄNDER: Definition der Wettbewerbsbegriffe sowie Darstellung verschiedener Wettbewerbsstrategien, die Unternehmen zur Anpassung an den globalen Markt nutzen.
3 DIE UNTERNEHMERISCHE STANDORTWAHL ÜBER STANDORTFAKTOREN: Detaillierte Analyse harter (beschaffungs-, produktions- und absatzseitiger) sowie weicher Standortfaktoren und deren Bedeutung für die Ansiedlungsentscheidung von Unternehmen.
4 AUSWIRKUNGEN AUF INDUSTRIE UND HANDEL IN SACHSEN: Untersuchung der spezifischen Auswirkungen der EU-Integration auf die Industrie, unterteilt in einen Branchenvergleich sowie eine Bewertung von Chancen und Risiken.
5 AUSWIRKUNGEN AUF DEN DIENSTLEISTUNGS- UND HANDWERKSSEKTOR IN SACHSEN: Analyse der Dienstleistungsstrukturen und der Wettbewerbssituation, insbesondere unter Berücksichtigung der arbeitsintensiven und grenznahen Dienstleistungsbereiche.
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE POLITIK UND FÜR SÄCHSISCHE UNTERNEHMEN ZUR LANGFRISTIGEN SICHERUNG DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT DES STANDORTES: Zusammenfassende Empfehlungen für Unternehmen und politische Akteure zur Stärkung der Innovationskraft und Standortqualität Sachsens.
EU-Osterweiterung, Sachsen, Wettbewerbsfähigkeit, Standortfaktoren, NMS, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstandort, Demografischer Wandel, Dienstleistungssektor, Industrie, Standortwahl, Infrastruktur, Humankapital, Unternehmensförderung, Wettbewerbsstrategie
Die Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Wirtschaftsstandort Sachsen sechs Jahre nach dem Beitritt der neuen Mitgliedstaaten.
Die zentralen Felder sind die unternehmerische Standortwahl, der Wettbewerb zwischen sächsischen Unternehmen und Firmen aus den neuen EU-Ländern sowie Auswirkungen auf Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen.
Das Ziel ist die Analyse und Bewertung der tatsächlichen wirtschaftlichen Folgen für Sachsen, um Schlussfolgerungen für die Attraktivität des Standorts und Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Sekundärdaten, aktuellen Statistiken, Studien sowie einer Analyse von Standortfaktoren im Kontext der EU-Integration.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Standortfaktoren, gefolgt von einer Untersuchung der Auswirkungen auf Industrie, Handel sowie Dienstleistungs- und Handwerkssektor.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen EU-Osterweiterung, Wettbewerbsfähigkeit, Standortfaktoren, Sachsen, Arbeitsmarkt und Demografischer Wandel.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Sachsen über eine günstigere Infrastrukturausstattung verfügt, die deutlich über dem Standard der neuen Mitgliedstaaten liegt, wenngleich der Ausbau in Sachsen noch leicht unter dem westdeutschen Niveau rangiert.
Der Autor rät von einer Einführung gesetzlicher Mindestlöhne ab, da er befürchtet, dass dadurch die preisbedingten Wettbewerbsnachteile sächsischer Unternehmen weiter verschärft würden und die Attraktivität des Standorts in einigen Bereichen stark gemindert würde.
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