Fachbuch, 2011
60 Seiten
1. Vorwort
2. Die Frühbronzezeit in Österreich
2.1 Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
3. Gute Beziehungen zum Nachbarn
3.1 Die Wieselburger Kultur von etwa 2000 bis 1600 v. Chr.
Dieses Taschenbuch bietet einen detaillierten Einblick in die Wieselburger Kultur der Bronzezeit, die etwa zwischen 2000 und 1600 v. Chr. im östlichen Österreich, Westungarn und der Südwestslowakei existierte. Ziel der Arbeit ist es, die Lebensweise der damaligen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer anhand archäologischer Funde ganzheitlich zu rekonstruieren und ihre kulturellen Besonderheiten sowie Handelsbeziehungen darzustellen.
Gute Beziehungen zum Nachbarn
Östlich des Wienerwalds im südlichen Niederösterreich, im Gebiet des Neusiedler Sees im nördlichen Burgenland sowie in Westungarn und in der Südwestslowakei existierte von etwa 2000 bis 1600 v. Chr. die Wieselburger Kultur. Sie wurde 1921 durch den an der Universität Wien lehrenden Prähistoriker Oswald Menghin (1888–1973) nach dem östlich vom Neusiedler See gelegenen westungarischen Komitat Wieselburg (ungarisch: Moson) benannt. Dort hatte man 1887 die ersten Gräber in Mosonszenjános und 1897 bei Gattendorf (ungarisch: Gáta) entdeckt.
Selbst Oswald Menghin sprach diese neue Keramikform 1915 zunächst als Gattendorfer Typus an. Die ungarische Forschung ist bis heute dabei geblieben und verwendet die Begriffe Gáta-Typus, Gáta-Gruppe und Gáta-Kultur: so zum Beispiel in zusammenfassenden Arbeiten von Kálmán von Miske (1860–1943), Pál Patay und István Bóna. Dagegen hat sich der Name Mosonska-Kultur nicht behaupten können. Die Wieselburger Kultur ist bisher schlecht erforscht.
Die Untersuchung der im Gräberfeld von Hainburg-Teichtal (Niederösterreich) bestatteten Menschen ergab, dass dort die Männer bis zu 1,68 Meter und die Frauen bis zu 1,50 Meter groß wurden. Nach einer inzwischen als überholt angesehenen Meinung hatte ein Teil der in Hainburg-Teichtal beerdigten Toten fremdartige Flachgesichter. Es sollte es sich bei ihnen angeblich um Mischlinge zweier Kulturen oder um Einwanderer aus dem Osten beziehungsweise Südosten gehandelt haben.
Vorwort: Einführung in das Thema der Wieselburger Kultur, ihre zeitliche und geografische Einordnung sowie eine kurze Vorstellung des Autors.
Die Frühbronzezeit in Österreich: Ein Überblick über die chronologische Gliederung und die verschiedenen regionalen Kulturgruppen der österreichischen Frühbronzezeit.
Gute Beziehungen zum Nachbarn: Detaillierte Analyse der Wieselburger Kultur, ihrer Entdeckung, ihrer Siedlungen, der Keramikfunde, Schmuckstücke, Bestattungsriten und Handelskontakte.
Wieselburger Kultur, Bronzezeit, Niederösterreich, Burgenland, Archäologie, Gräberfeld, Hainburg-Teichtal, Keramik, Bronzeguss, Tauschhandel, Bestattungssitten, Siedlungsgeschichte, Oswald Menghin, Frühbronzezeit, Urgeschichte
Die Arbeit befasst sich mit der Wieselburger Kultur, einer archäologischen Kultur der frühen Bronzezeit im heutigen Österreich, Ungarn und der Slowakei.
Die Schwerpunkte liegen auf der Siedlungsweise, der materiellen Kultur (insbesondere Keramik und Schmuck), der Anatomie der Menschen und den Bestattungspraktiken.
Ziel ist die Zusammenfassung des Forschungsstandes über diese Kultur und die Rekonstruktion des Lebens der damaligen Bevölkerung basierend auf archäologischen Grabungsbefunden.
Die Arbeit stützt sich primär auf die archäologische Fundauswertung und die Analyse prähistorischer Grabungsberichte.
Der Hauptteil analysiert detailliert Fundorte wie Hainburg-Teichtal, beschreibt die typische Keramik sowie die Bedeutung von Schmuckstücken und Waffen für die soziale Struktur.
Wieselburger Kultur, Bronzezeit, Hainburg-Teichtal, Archäologie und Siedlungsgeschichte sind die zentralen Begriffe.
Aufgrund unterschiedlicher Forschungsansätze, insbesondere der ungarischen Forschung, die Begriffe wie Gáta-Kultur verwendet, sowie der teilweise lückenhaften Ausgrabungsdokumentation ist die einheitliche Einordnung schwierig.
Es dient als einer der wichtigsten Referenzpunkte für die Wieselburger Kultur, da hier zahlreiche Funde zur Bestattungskultur, Kleidung und sozialen Differenzierung gemacht wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

