Fachbuch, 2011
51 Seiten
Vorwort
Die Spätbronzezeit in Österreich
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Grabhügel, Bronzepanzer, Sonnensymbole
Die Caka-Kultur
von etwa 1300 bis 1200 v. Chr.
Anmerkungen
Literatur
Bildquellen
Die wissenschaftliche Graphikerin
Friederike Hilscher-Ehlert
Der Autor Ernst Probst
Bücher von Ernst Probst
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die spätbronzezeitliche Caka-Kultur, die im Zeitraum von etwa 1300 bis 1200 v. Chr. insbesondere in der Slowakei sowie gebietsweise im Burgenland verbreitet war. Dabei werden die zentralen archäologischen Funde wie Grabhügel, Bronzepanzer und Keramiken analysiert, um das Leben und die Religion der damaligen Ackerbauern, Viehzüchter und Bronzegießer zu rekonstruieren.
Grabhügel, Bronzepanzer, Sonnensymbole
In einigen Gebieten des Burgenlandes existierte zu Beginn der Spätbronzezeit (Stufe D) von etwa 1300 bis 1200 v. Chr. die vor allem in der Slowakei heimische Caka-Kultur. Der Begriff Caka-Kultur wurde 1960 von den slowakischen Prähistorikern Anton Tocík (1918–1994) und Jozef Paulík eingeführt. Beide arbeiteten damals am Archäologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Nitra.
Die Caka-Kultur ist nach dem Dorf Caka in der südlichen Slowakei benannt. An diesem Fundort, etwa 13 Kilometer westlich von Zseliezovce entfernt, wurde 1950 und 1951 ein riesiger, einzeln stehender Grabhügel ausgegraben. Er hatte einen Durchmesser von 52 Metern und eine Höhe von mehr als fünf Metern.
In dem imposanten Grabhügel von Caka lagen ein schon zweimal geplündertes Hauptgrab (Grab I) und ein Brandgrab (Grab II), das wegen seiner reichen Beigaben als »Fürstengrab« bezeichnet wird. Das Grab I befand sich in der Mitte des Grabhügels, das Grab II an dessen südlichem Fuß in einer vier Meter langen und 2,50 Meter breiten rechteckigen Grabgrube.
Vorwort: Einleitende Informationen zur zeitlichen Einordnung der Caka-Kultur und eine Vorstellung des Autors sowie der beteiligten wissenschaftlichen Graphikerin.
Die Spätbronzezeit in Österreich: Darstellung der kulturellen Abfolge und der geografischen Verbreitung spätbronzezeitlicher Gruppen, wie der Urnenfelder-Kultur, in Österreich.
Grabhügel, Bronzepanzer, Sonnensymbole: Detaillierte Betrachtung der Caka-Kultur anhand von Fundberichten, Bestattungspraktiken und der Analyse spezieller Artefakte wie Bronzepanzer und Grabstelen.
Anmerkungen: Ergänzende wissenschaftliche Erläuterungen und Referenzen zu den behandelten Fundorten und Grabungen.
Literatur: Verzeichnis der herangezogenen Fachliteratur und Quellen.
Bildquellen: Nachweis der verwendeten Fotografien, Zeichnungen und Karten.
Die wissenschaftliche Graphikerin Friederike Hilscher-Ehlert: Ein Porträt der Illustratorin, die maßgeblich zur Visualisierung archäologischer Lebensbilder beigetragen hat.
Der Autor Ernst Probst: Biografischer Abriss über den Werdegang des Wissenschaftsautors.
Bücher von Ernst Probst: Ein Verzeichnis weiterer Publikationen des Autors.
Caka-Kultur, Spätbronzezeit, Österreich, Slowakei, Grabhügel, Fürstengrab, Bronzepanzer, Urnenfelder-Kultur, Archäologie, Siegendorf, Bestattungsriten, Steinkistengrab, Sonnensymbole, Keramik, Urgeschichte
Das Buch bietet einen spezialisierten Einblick in die Caka-Kultur, eine bronzezeitliche Kultur, die von etwa 1300 bis 1200 v. Chr. existierte.
Die Schwerpunkte liegen auf der geografischen Verbreitung der Kultur, ihren typischen Bestattungsformen wie Grabhügeln sowie der technologischen und künstlerischen Fertigkeit der Menschen, insbesondere in der Metallurgie.
Das Ziel ist die Vermittlung von fundiertem Wissen über die Lebensweise und Religion der Menschen der Caka-Kultur anhand archäologischer Befunde.
Der Autor nutzt eine archäologische Synthese, indem er Grabungsberichte, Fundanalysen und historische Trachtenrekonstruktionen zusammenführt.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Caka-Kultur, die Bedeutung des namengebenden Fundortes Caka und spezifische Funde im Burgenland wie das Steinkistengrab von Siegendorf.
Wichtige Begriffe sind Caka-Kultur, Spätbronzezeit, Archäologie, Bronzepanzer und Bestattungswesen.
Aufgrund der außergewöhnlich reichen Beigaben, darunter ein prachtvoller, mit einem Sternmotiv verzierter Bronzepanzer, wird das Grab als fürstlich interpretiert.
Diese Öffnungen in den Steinen wurden vermutlich angebracht, um den Seelen der Verstorbenen das symbolische Verlassen des Grabes zu ermöglichen.
Das Burgenland, insbesondere der Fundort Siegendorf-Schuschenwald, liefert wichtige Belege für die Verbreitung der Caka-Kultur außerhalb der Slowakei und bietet Erkenntnisse zu Bestattungsriten.
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