Bachelorarbeit, 2011
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Rechtliche Grundlagen der Open Source-Software
2.1 Definition Open Source
2.1.1 Abgrenzung zu proprietärer Software
2.1.2 Abgrenzung zu weiteren Softwarearten
2.2 Open Source Lizenzmodelle
2.2.1 Lizenzen mit strenger Copyleft-Klausel
2.2.2 Lizenzen mit beschränkter Copyleft-Klausel
2.2.3 Lizenzen ohne Copyleft-Klausel
2.2.4 Weitere Lizenzierungen
2.3 Rechtsverbindlichkeit von Open Source Lizenzen
2.3.1 Urheberrechte
2.3.2 Anspruchsgrundlage bei Lizenzverletzung
3 Die Entwicklergemeinde der Open Source Software
3.1 Die Historie des Open Source Modells
3.2 Motivation der privaten Entwickler
3.3 Anreizfaktoren der Unternehmen
4 Geschäftsmodelle auf der Basis von Open Source Software
4.1 Die Wertschöpfung von Software
4.2 Komplementäre Dienstleistungen
4.3 Komplementäre Produkte
4.3.1 Komplementäre Software
4.3.2 Komplementäre Hardware
4.3.3 Sonstige Geschäftsmodelle
4.4 Bewertung der Geschäftsmodelle
5 Einsatz von Open Source Software im öffentlichen Sektor
5.1 Schwäbisch Hall
5.1.1 Hintergrund und Motivation der Einsatzentscheidung
5.1.2 Ablauf der Migration und aktueller Stand
5.2 München
5.2.1 Hintergrund und Motivation der Einsatzentscheidung
5.2.2 Ablauf der Migration und aktueller Stand
5.3 Das Auswärtige Amt
5.3.1 Hintergrund und Motivation der Einsatzentscheidung
5.3.2 Ablauf der Migration und aktueller Stand
5.4 Chancen und Risiken aus der Praxiserfahrung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen bei der Entwicklung und dem Betrieb von Open Source Software. Dabei wird insbesondere analysiert, warum sich sowohl private Entwickler als auch profitorientierte Unternehmen an der Erstellung quelloffener Software beteiligen und wie diese durch komplementäre Dienstleistungen oder Produkte Geschäftsmodelle erfolgreich umsetzen können, wobei der Einsatz von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung als Praxisbeispiel dient.
2.1.1 Abgrenzung zu proprietärer Software
Das Hauptmerkmal proprietärer Software ist die Geheimhaltung ihres Quellcodes. In der Literatur wird die proprietäre Software auch als Closed Source oder kommerzielle Software bezeichnet. Genau genommen wird die proprietäre Software jedoch erst zur kommerziellen Software, wenn die Nutzung kostenpflichtig ist, sprich Lizenzgebühren zu entrichten sind. Die wohl bekanntesten Beispiele hierfür sind Microsoft Produkte wie das Betriebssystem Windows oder die Microsoft Office Software. In der Praxis fallen diese Eigenschaften oft zusammen – müssen aber nicht.
Das Interesse des Herstellers, dieses Produktgeheimnis zu verbergen, ist nachvollziehbar, wenn berücksichtigt wird, welche Menge an Produktionsfaktoren wie Arbeit, Zeit und Geld in der Entwicklung einer Software steckt und Unternehmen eine Gewinnerzielung beabsichtigen. Die Software wird dem Anwender ausschließlich in kompilierter Form, sprich als maschinenlesbares Binärprogramm, verkauft. Diese Version lässt eine Verwendung zu, gewährt jedoch keinen Einblick in die Programmierung, um Anpassungen oder Änderungen durchzuführen. Darüber hinaus werden in der Regel dem Nutzer durch Lizenzbestimmungen jegliche Vervielfältigungen, Weiterverbreitungen, Modifikationen oder Dekompilierungen untersagt. Mit dem Kauf wird also lediglich ein Nutzungsrecht zugesprochen, wobei Rechtsinhaber und somit Eigentümer der Software der Anbieter bleibt.
Der Nachteil für den Nutzer ist die starke Abhängigkeit vom Hersteller. Da der Anwender selbst den Quellcode nicht einsehen oder ändern kann, liegt es ausschließlich in der Hand des Herstellers bei Softwarefehlern, Weiterentwicklungen oder Anpassungen an individuelle Bedürfnisse, Änderungen vorzunehmen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Open Source Software für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Rechtliche Grundlagen der Open Source-Software: Das Kapitel definiert den Begriff Open Source, grenzt ihn von proprietären Modellen ab und erläutert verschiedene Lizenzmodelle sowie die urheberrechtlichen Aspekte bei Lizenzverletzungen.
3 Die Entwicklergemeinde der Open Source Software: Hier wird der historische Kontext der Softwareentwicklung beleuchtet und die Motivation privater Entwickler sowie die strategischen Anreizfaktoren für Unternehmen zur Beteiligung an Open Source Projekten analysiert.
4 Geschäftsmodelle auf der Basis von Open Source Software: Das Kapitel untersucht, wie Unternehmen Wertschöpfungsketten in der Open Source Welt nutzen, um durch komplementäre Dienstleistungen und Produkte profitable Geschäftsmodelle zu etablieren.
5 Einsatz von Open Source Software im öffentlichen Sektor: Anhand der Fallbeispiele Schwäbisch Hall, München und das Auswärtige Amt werden die Hintergründe, Motive, Abläufe und Erfahrungen bei der Migration auf Open Source Technologien dargestellt.
6 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zur rechtlichen und ökonomischen Perspektive zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger Softwarepatente sowie die Notwendigkeit professionellen Projektmanagements bei Migrationsvorhaben.
Open Source Software, Lizenzmodelle, Copyleft, Urheberrecht, Softwareentwicklung, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungskette, Öffentliche Verwaltung, Migration, Herstellerunabhängigkeit, IT-Sicherheit, Proprietäre Software, Kostenersparnis, Linux, Anreizsysteme.
Die Bachelorarbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen Aspekte von Open Source Software, sowohl aus der Sicht der Entwickler als auch für Unternehmen und öffentliche Institutionen.
Zu den zentralen Themen gehören Lizenzrecht, Motivationen in der Open Source Community, Strategien für Geschäftsmodelle auf Basis quelloffener Software und die praktische Umsetzung von Migrationen im öffentlichen Sektor.
Das primäre Ziel ist es, zu ergründen, warum Open Source trotz des Prinzips der Kostenfreiheit ein erfolgreiches Geschäftsmodell für Unternehmen darstellt und welche Herausforderungen bei deren Einführung in öffentlichen Verwaltungen auftreten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von praxisorientierten Fallbeispielen, um wirtschaftswissenschaftliche Theorien auf das Open Source Modell anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, Analysen der Entwicklergemeinde, eine detaillierte Ausarbeitung von Geschäftsmodellen sowie eine kritische Untersuchung von drei konkreten Migrationsprojekten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Open Source, Lizenzmodelle, Wertschöpfung, Migration, Herstellerunabhängigkeit und betriebswirtschaftliche Anreizsysteme charakterisiert.
Die Herstellerunabhängigkeit erlaubt es öffentlichen Verwaltungen, langfristig flexibel auf IT-Anforderungen zu reagieren und die Abhängigkeit von proprietären Anbietern zu verringern, deren Support- oder Lizenzpolitik ein Risiko für die Planungssicherheit darstellen könnte.
Private Entwickler handeln primär aus intrinsischer Motivation wie Sozialstatus, intellektueller Stimulation und Eigennutz ("Prosumer"), während Unternehmen strategische Ziele verfolgen, um Entwicklungskosten zu sparen, Standards zu setzen oder komplementäre Dienstleistungen zu verkaufen.
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