Magisterarbeit, 2009
107 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. DAS REFERENDUM
2.1 ARTEN VON REFERENDEN
2.2 DAS REFERENDUM UND DIE REPRÄSENTATIVE DEMOKRATIE
2.3 MEINUNGSBILDUNG UND ABSTIMMUNGSVERHALTEN IN REFERENDEN
2.4 DAS REFERENDUM IN FRANKREICH 2005
2.4.1 Die politischen Lager
2.4.2 Der Verlauf der Kampagne
2.4.3 Die Abstimmung vom 29. Mai 2005
2.4.4 Die politische Färbung des „Non“
2.5 MEINUNGSBILDUNG UND ABSTIMMUNGSVERHALTEN IM REFERENDUM IN FRANKREICH 2005
3. MASSENMEDIEN UND MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG
3.1 MASSENMEDIEN
3.2 MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG
3.2.1 Starke Medienwirkung (1910 – 1945)
3.2.2 Schwache Medienwirkung (1946 – 1970)
3.2.3 Selektive Medienwirkung (1972 – heute)
3.3 DIE MASSENMEDIEN IN FRANKREICH
3.3.1 Das Fernsehen
3.3.2 Der Rundfunk
3.3.3 Neue Medien – Internet
3.3.4 Die Printmedien
3.3.4.1 Die „presse nationale d’information politique et générale“
4. UNTERSUCHUNG
4.1 DIE INHALTSANALYSE
4.2 UNTERSUCHUNGSAUFBAU
4.3 CODEBUCH
4.4 ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG
4.5 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN
8. UNTERSUCHUNGSMATERIAL
8.1 QUELLEN DES UNTERSUCHUNGSMATERIALS
8.2 TABELLEN DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der französischen Printmedien „Le Monde“ und „Le Figaro“ während der Kampagne zum Referendum über den Vertrag für eine Verfassung für Europa im Jahr 2005. Ziel ist es, durch eine Medieninhaltsanalyse zu klären, ob die Berichterstattung in diesen Qualitätszeitungen eine einseitige Tendenz aufwies, die das Abstimmungsverhalten beeinflusst haben könnte.
2.4 Das Referendum in Frankreich 2005
Am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli 2004, kündigte der Staatspräsident Jacques Chirac in einer Fernsehansprache die Abhaltung eines Referendums zum Vertrag über eine Verfassung für Europa an.
Im folgenden Abschnitt sollen die Rolle des Staatspräsidenten für das Referendum sowie die rechtlichen Vorgaben der französischen Verfassung zur Abhaltung eines Referendums erläutert werden. Außerdem wird ein Überblick über die politischen Lager und den Verlauf der Kampagne gegeben. Schließlich werden sowohl der Ausgang des Referendums als auch die Motive der französischen Bürger für die Abstimmungsentscheidung erörtert. Die Kenntnis möglichst vieler Faktoren ist relevant für eine spätere Aussage über eine mögliche Wirkung der Berichterstattung der Zeitungen „Le Monde“ und „Le Figaro“.
Nachdem die Verhandlungen über den Verfassungsvertrag am 18. Juni 2004 abgeschlossen waren, baute sich mit der Zeit ein immer größerer Druck auf den französischen Staatspräsidenten auf, die Verfassung durch ein Referendum bestätigen zu lassen. In seiner Fernsehansprache kündigte er an, dass er sich für das Referendum entschieden habe, da die Verfassung ein Text sei, der alle Franzosen direkt beträfe.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Krise der EU durch das „Non“ der Franzosen im Jahr 2005 und setzt das Ziel der Arbeit, die Rolle von Printmedien in diesem Prozess zu analysieren.
2. DAS REFERENDUM: Dieses Kapitel definiert Referenden als Instrument direkter Demokratie und analysiert Faktoren des Abstimmungsverhaltens sowie den speziellen Fall Frankreich 2005.
3. MASSENMEDIEN UND MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG: Hier werden theoretische Ansätze der Medienwirkungsforschung dargestellt und die Bedeutung der französischen Medienlandschaft, insbesondere der Presse, eingeordnet.
4. UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der Inhaltsanalyse, das Codebuch und präsentiert die empirischen Ergebnisse der Medienberichterstattung.
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das Fazit fasst zusammen, dass die untersuchten Printmedien tendenziös zugunsten der Befürworter berichteten und dies zur Diskreditierung der Verfassung beigetragen haben könnte.
8. UNTERSUCHUNGSMATERIAL: Dieses Kapitel nennt die Quellen des untersuchten Materials sowie die dazugehörigen Tabellen der Ergebnisse.
Referendum, EU-Verfassung, Frankreich, Printmedien, Inhaltsanalyse, Medienwirkungsforschung, Abstimmungsverhalten, Politische Kampagne, Le Monde, Le Figaro, Berichterstattung, EU-Integration, Öffentliche Meinung, Agenda-Setting, Politische Lager.
Die Arbeit analysiert die Rolle zweier führender französischer Zeitungen („Le Monde“ und „Le Figaro“) bei der Berichterstattung zum Referendum über die EU-Verfassung 2005 und untersucht deren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Darstellung der politischen Lager (Befürworter vs. Gegner), die Rolle der Medien in Wahlkampagnen, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der Verfassung sowie die politische Färbung der Berichterstattung.
Es wird untersucht, ob die Berichterstattung in „Le Monde“ und „Le Figaro“ ein Ungleichgewicht zugunsten eines politischen Lagers aufwies und wie dieses Ungleichgewicht das Abstimmungsverhalten der Bürger beeinflusst haben könnte.
Die Arbeit nutzt die Methode der empirischen Medieninhaltsanalyse, um formale, inhaltliche und wertende Aspekte der Zeitungsartikel systematisch zu quantifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Referenden und Medienwirkung, eine Analyse der französischen Medienlandschaft sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der durchgeführten Inhaltsanalyse der Zeitungsartikel.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Referendum, EU-Verfassung, Medieninhaltsanalyse, politische Kommunikation und Agenda-Setting charakterisiert.
Die Analyse zeigt, dass „Le Monde“ und „Le Figaro“ eine deutliche Tendenz zugunsten der Befürworter der Verfassung („Oui“-Lager) aufwiesen, was laut der Arbeit ein Ungleichgewicht im Informationsangebot darstellte.
Die Arbeit kann keinen direkten Kausalzusammenhang beweisen, da der Medienwirkungsprozess zu komplex ist; sie deutet jedoch darauf hin, dass die einseitige Berichterstattung die Idee der Verfassung diskreditierte und ein Gefühl der Bevormundung beim Wähler auslöste.
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