Diplomarbeit, 2011
62 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Aktienindizes
2.1.1 Kurs- vs. Performanceindizes
2.1.2 Indexberechnung
2.1.3 Transparenzlevel und Segmentierung
2.1.4 ÖkoDax
2.1.5 DAX
2.1.6 TecDAX
2.1.7 CDAX
2.2 Bereinigung von Aktienkursen
2.2.1 „Opération blanche“
2.2.2 progressive vs. retrograde Bereinigung
2.2.3 Bereinigung von Dividendenzahlungen
2.2.4 Kapitalerhöhungen und deren Bereinigung
2.2.4.1 Ordentliche Kapitalerhöhung
2.2.4.2 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalberichtigung)
2.2.4.3 Bereinigung bei einer Kapitalherabsetzung
2.2.4.4 Bereinigung bei einem Notizwechsel und Aktiensplits
2.2.5 Durchführung
2.3 Das Portfolio-Selection-Modell von Markowitz
2.3.1 Modellkritik
2.4 Das systematisches Risiko
2.5 das Beta
2.6 Das Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.7 Performanceanalyse
2.7.1 Renditemessung
2.7.2 Sharpe-Ratio
2.7.3 Treynor-Ratio
2.7.4 Jensen-Alpha
2.7.5 Test der Normalverteilungsannahme
2.7.5.1 Schiefe (Skewness)
2.7.5.2 Wölbung (Kurtosis)
3 Empirische Untersuchung
3.1 Datenbasis und Datenmaterial
3.2 Renditeberechnung
3.3 Portfoliogestaltung und -optimierung Teil 1
3.3.1 Minimum-Varianz-Portfolio 1
3.3.2 Minimum-Varianz-Portfolio 2
3.3.3 Minimum-Varianz-Portfolio 3
3.3.4 Vergleich der Wertentwicklung
3.4 Portfoliogestaltung und -optimierung Teil 2
3.5 Performanceanalyse
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob durch die Anwendung des Markowitz-Portfolioselektionsmodells eine Optimierung von Aktienindizes im Bereich der erneuerbaren Energien möglich ist und ob die Aufnahme solcher Öko-Aktien in konservative Portfolios einen positiven Diversifikationseffekt erzielen kann.
2.3 Das Portfolio-Selection-Modell von Markowitz
Gemeinsam mit William F. Sharpe erarbeitete Harry M. Markowitz Die Theorie der Portfolioselektion. Im Jahre 1952 wurden im renommierten „Journal of Finance“ die Ergebnisse dieser Arbeit auf vierzehn Seiten unter dem Titel „Portfolio Selection“ veröffentlicht. Sie stellen gleich auf der ersten Seite die bis dahin gültigen Theorien, wonach der Anleger erwartete Erträge maximiert (oder maximieren sollte), radikal in Frage. Demnach würde ein Anleger seine Mittel in jenes Wertpapier investieren, welches den höchsten erwarteten Wert zum besten Preis bietet. Stattdessen unterstellt Markowitz einen risikoaversen Anleger und editiert die bis dato gängigen Theorien somit um die Dimension des Risikos. Seiner Annahme nach würde der rational handelnde Anleger seine Mittel vielmehr diversifizieren und dabei das Risiko bei der Zusammenstellung seines Portfolios beachten. Markowitz erachtet den Erwartungsgewinn zwar als etwas begehrenswertes, die Varianz von Erträgen hingegen als etwas Unerwünschtes. Für seine Arbeit erhielt Harry M. Markowitz 1990, im gleichen Jahr wie William F. Sharpe, den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Die zentralen Aussagen von Markowitz:
• Die für ein optimales Portfolio wichtigsten Parameter sind die Rendite sowie das Risiko.
• Für eine effektive Risikoverringerung ist die Bildung eines Wertpapierdepots ratsam.
• Optimale Portfolios sind von der Art, dass es keine anderen Depots gibt, die bei gleicher Rendite ein niedrigeres Risiko bzw. bei gleichem Risiko eine höhere Rendite erwarten lassen.
• Die Korrelation der Renditen der einzelnen Anlagetitel in einem Portfolio entscheidet maßgeblich über die Risikostruktur eines Depots.
Dafür nimmt Markowitz einen vollkommenen Markt an. Demnach existieren keine Steuern und Transaktionskosten, alle Wertpapiere sind beliebig teilbar und der Betrachtungszeitpunkt beträgt jeweils eine Periode(Zweipunktmodell).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Portfoliooptimierung im Kontext erneuerbarer Energien ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Aktienindizes, die Methoden der Kursbereinigung sowie die Grundlagen der Portfoliotheorie nach Markowitz und die zur Performanceanalyse notwendigen Kennzahlen.
3 Empirische Untersuchung: In diesem Kapitel wird die praktische Anwendung der Theorie auf Daten von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien durchgeführt und analysiert.
4 Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht das Fazit aus der empirischen Untersuchung und evaluiert den Erfolg der angewandten Portfolioselektion.
Aktienrenditen, erneuerbare Energien, ÖkoDax, Markowitz, Portfolio-Selection, Diversifikation, Performanceanalyse, Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen-Alpha, Rendite-Risiko-Profil, Kapitalmarkttheorie, Indexberechnung, Korrekturfaktoren.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Aktienindizes im Sektor der erneuerbaren Energien unter Anwendung des Markowitz-Modells und der Untersuchung möglicher Diversifikationseffekte.
Die zentralen Themen sind die Portfolio-Selection-Theorie, die methodische Bereinigung von Aktienkursen bei Kapitalmaßnahmen sowie die Performanceanalyse mittels klassischer Kennzahlen wie der Sharpe-Ratio.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob ein nach Markowitz optimiertes Portfolio aus Öko-Aktien eine bessere Rendite-Risiko-Struktur aufweist als der ursprüngliche Index und ob sich durch diese Titel konservative Portfolios diversifizieren lassen.
Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die auf historischen Kursdaten basiert. Hierfür wird eine ex-post Performanceanalyse mit gängigen finanzmathematischen Kennzahlen angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Portfolio-Theorie und ein empirisches Kapitel, in dem verschiedene Portfoliokonstruktionen (Minimum-Varianz-Portfolios) mit Marktdaten berechnet und ausgewertet werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Portfoliogestaltung, ÖkoDax, systematisches Risiko, Performanceanalyse und Diversifikation definiert.
Ohne eine Bereinigung von Dividenden, Aktiensplits oder Kapitalerhöhungen würden technische Kursveränderungen das Renditebild verfälschen, was eine valide Performanceanalyse unmöglich machen würde.
Die Untersuchung zeigt, dass der ÖkoDax durch eine gezielte Portfoliooptimierung (Minimum-Varianz-Ansatz) in seiner Performance deutlich verbessert werden konnte.
Nein, die Untersuchung konnte an keiner Stelle einen statistisch signifikanten positiven Diversifikationseffekt durch die Beimischung von Öko-Aktien zu konservativen Indizes nachweisen.
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