Diplomarbeit, 2011
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Erläuterungen des Strategiebegriffs
2.1 Definition
2.2 Entwicklung und Zielsetzung
2.3 Strategie-Arten
2.4 Die Rolle der Wettbewerbsvorteile im strategischen Management
3. Hyperwettbewerb
3.1 Definition
3.2 Die Strategie-Konzeption von D’Aveni
3.3 Kritische Würdigung der Strategie-Konzeption D’Avenis
3.4 Charakteristika des Hyperwettbewerbs
3.5 Ursachen und Treiber des Hyperwettbewerbs im globalen Kontext
4. Asiatische Unternehmen
4.1 Voraussetzungen für chinesische Unternehmensstrategien
4.1.1 Strategien bei Netzwerkbildung und Schutzrechten
4.1.2 Strategien bei F&E und Joint Ventures
4.1.3 Strategien bei Mergers & Acquisitions
4.1.4 Strategien zur Rohstoffgewinnung
4.2 Voraussetzungen für indische Unternehmensstrategien
4.2.1 Strategien durch Innovationen und neue Geschäftsmodelle
4.2.2 Strategien der Internationalisierung
4.3 Erfolgsfaktoren
4.3.1 VR China
4.3.2 Indien
5. Auswirkungen im Rahmen des Hyperwettbewerbs
5.1 Globale Auswirkungen
5.2 Kritik
5.2.1 Chinas Rohstoffpolitik
5.2.2 Kritik an Patentverletzungen
5.2.3 Benachteiligung ausländischer Unternehmen durch die Behörden
5.2.4 Kritik an Umweltverschmutzungen
5.3 Gegenstrategien der EU und Deutschland
6. Fazit & Ausblick
Diese Arbeit analysiert die Strategien chinesischer und indischer Unternehmen im globalen Hyperwettbewerb. Ziel ist es zu untersuchen, wie diese aufstrebenden Wirtschaftsakteure durch spezifische Vorgehensweisen ihre Position ausbauen und welche Herausforderungen dies für westliche Industrienationen mit sich bringt.
3.2 Die Strategie-Konzeption von D’Aveni
D’Avenis Strategie-Konzeption basiert auf der Grundannahme, dass sich, aufgrund bestimmter Faktoren, die näher in Kapitel 3.4 und 3.5 erläutert werden, alle Branchen in absehbarer Zeit in einem Hyperwettbewerbsumfeld befinden.41 Er begründet dies anhand von Beispielen auf den vier Wettbewerbsschauplätzen Kosten und Qualität, Zeitwahl und Know-how, Hochburgen und finanzielle Stärken.42 Diese Beispiele interagierender Unternehmen in den einzelnen Wettbewerbsschauplätzen veranschaulichen eine zunehmende Eskalation auf der Jagd nach Wettbewerbsvorteilen. D’Aveni erkennt dabei jeweils Muster unternehmerischer Interaktionen, wonach ständig wiederholende Manöver und Gegenmanöver der einzelnen Wettbewerber dauerhafte Wettbewerbsvorteile nicht mehr möglich machen. Diese Muster spiegeln sich in Wettbewerbskreisläufen auf sogenannten Eskalationsleitern (escalation ladder) wider.43
Eine eingehende Betrachtung dieser eskalierenden Vorgänge würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Folgend wird Bezug auf die strategische Ausrichtung der Unternehmen genommen, die es laut D’Aveni im Hyperwettbewerb als Mittel einer erfolgreichen Positionierung anzustreben gilt.
Ausgangspunkt ist hierbei die Erkenntnis, dass dauerhafte Wettbewerbsvorteile nicht mehr möglich sind. Um sich erfolgreich positionieren zu können, sollten Unternehmen fortan mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, den Markt zu erschüttern und ihre Mitwettbewerber unter Druck zu setzen.44 Dies kann ihnen gelingen, wenn sie in der Lage sind, kontinuierlich Vorteile aufzubauen und die Vorteile der Konkurrenz zu egalisieren.45 Wenn ihnen bewusst ist, dass heutzutage jeder Wettbewerbsvorteil nur von temporärer Dauer ist, sind sie darauf bedacht, ihre gegenwärtigen Vorteile bis zum Aufbau eigener neuer Vorteile auszuschöpfen und bedienen sich nicht einer Strategie, die darauf abzielt, die eigenen Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern.46 Sie verlassen sich nicht auf Eintrittsbarrieren, da diese heutzutage bei stärkeren Bemühungen der Konkurrenz unwirksam werden und greifen die Schwächen der anderen Unternehmen nicht an, um nicht berechnend zu erscheinen und deren Schwächen in Stärken umzuwandeln.47 Folglich konzentrieren sie sich auf ein Verhalten, das sie höchst aggressiv, unberechenbar und irrational erscheinen lassen, um so ihre Konkurrenten vor Angriffen abzuschrecken und auf der Eskalationsleiter immer im Vorteil zu sein.48
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg asiatischer Unternehmen und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor, wie diese Unternehmen im globalen Wettbewerb agieren.
2. Erläuterungen des Strategiebegriffs: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Strategie im betriebswirtschaftlichen Kontext und diskutiert verschiedene Strategieansätze sowie die Bedeutung von Wettbewerbsvorteilen.
3. Hyperwettbewerb: Hier wird das Konzept des Hyperwettbewerbs nach D’Aveni erläutert, das durch schnelle, aggressive Marktveränderungen und temporäre Wettbewerbsvorteile gekennzeichnet ist.
4. Asiatische Unternehmen: Das Kapitel analysiert detailliert die Voraussetzungen und spezifischen Strategien chinesischer und indischer Unternehmen, darunter Netzwerkbildung, F&E, M&A und Innovationsmodelle.
5. Auswirkungen im Rahmen des Hyperwettbewerbs: Es werden die globalen Konsequenzen asiatischer Expansionspraktiken diskutiert sowie kritische Punkte wie Rohstoffpolitik und Patentverletzungen beleuchtet, ergänzt um europäische Gegenstrategien.
6. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung beider Nationen im Hinblick auf ihre Innovationskraft und wirtschaftliche Integration.
Hyperwettbewerb, Strategie, Unternehmensführung, China, Indien, Wettbewerbsvorteile, Internationalisierung, Mergers & Acquisitions, Innovationen, Rohstoffpolitik, Globalisierung, Patentrecht, Technologietransfer, Marktdynamik, Wirtschaftsreformen.
Die Arbeit untersucht, mit welchen Strategien Unternehmen aus China und Indien im globalen Hyperwettbewerb erfolgreich sind und welche Auswirkungen dies auf westliche Industrienationen hat.
Die Arbeit befasst sich mit Strategiebegriffen, dem Konzept des Hyperwettbewerbs nach D’Aveni, den spezifischen Unternehmensstrategien in China und Indien sowie den globalen Auswirkungen und Kritikpunkten dieser Entwicklungen.
Das Ziel ist die Darstellung und Analyse, wie chinesische und indische Firmen durch strategische Initiativen ihre Marktposition ausbauen und wie westliche Länder, insbesondere Deutschland und die EU, darauf reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Analysearbeit, die betriebswirtschaftliche Strategiekonzepte auf aktuelle Praxisbeispiele und Daten aus den Jahren 2000 bis 2011 anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strategiebegriff, Hyperwettbewerb) und einen umfangreichen Praxisteil, der die spezifischen Vorgehensweisen asiatischer Konzerne bei Expansion und Innovation analysiert.
Zu den prägenden Begriffen gehören Hyperwettbewerb, Internationalisierungsstrategien, Marktdynamik, Technologieaneignung und der staatliche Einfluss in Schwellenländern.
Die Regierung agiert als zentraler Akteur, der durch "Politik der Öffnung", Fünfjahrespläne und Milliardenkredite über staatseigene Banken gezielt die globale Expansion nationaler Unternehmen fördert.
Es handelt sich um Strategien, die mit geringen finanziellen Mitteln durch innovative Geschäftsmodelle oder Kombinationen vorhandener Technologien Produkte schaffen, die auf breite Bevölkerungsschichten ausgerichtet sind (z.B. Tata Nano oder günstige Mobilfunkdienste).
Da die chinesische Regierung einerseits auf globalen Märkten expandiert und Vorteile einfordert, andererseits aber innerhalb des eigenen Landes durch Rohstoffdrosselung, Patentrechtslücken und Handelsbarrieren ausländische Unternehmen benachteiligt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

