Bachelorarbeit, 2011
49 Seiten, Note: 2,9
1. Nach der Krise ist vor der Regulierung
2. Das Bankensystem in Deutschland
2.1. Institutioneller Rahmen für deutsche Kreditbanken
2.1.1. Die Europäische Zentralbank als höchste Instanz
2.1.2. Das Europäische System der Zentralbanken
2.1.3. Die Deutsche Bundesbank als Teil des Systems
2.2. Das Universalbankensystem in Deutschland
2.2.1. Universalbanken als Anbieter aller Bankgeschäfte
2.2.1.1. Privatwirtschaftlich organisierte Kreditbanken
2.2.1.2. Öffentlich-rechtliche Sparkassen und Landesbanken
2.2.1.3. Genossenschaftsbanken
2.2.2. Spezialbanken als Sonderstellung im Universalbankensystem
2.3. Die Organisation der Bankenaufsicht
2.3.1. Der Baseler Ausschuss zur Bankenaufsicht
2.3.2. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde
2.3.3. Die Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht
3. Auswirkungen regulatorischer Eingriffe auf deutsche Kreditbanken
3.1. Theorie der Regulierung – das Prinzipal-Agent Problem
3.1.1. Grundlage der Regulierung des Bankensektors
3.1.2. Formen der Regulierung
3.1.2.1. Die Selbstregulierung des Marktes
3.1.2.2. Möglichkeiten staatlicher Regulierung
3.1.3. Zusammenfassung
3.2. Neue Anforderung für Banken
3.2.1. Eigenkapitalanforderung
3.2.2. Liquiditätsanforderungen
3.3. Die Existenz des Schattenbankensystem
4. Der Weg nach Basel IV
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit einer Regulierung des Bankensektors und analysiert die Auswirkungen des Basel III-Regelwerks auf deutsche Kreditbanken, insbesondere im Hinblick auf deren internationale Ausrichtung und die Stabilität des Finanzsystems.
Die Theorie der Regulierung – das Prinzipal-Agent Problem
Die normative Prinzipal-Agent Theorie befasst sich mit dem Problem zweier Individuen, die miteinander in Verbindung stehen. Dabei ist der Prinzipal von den Entscheidungen des Agenten abhängig. Der Agent entscheidet über sein Wohlergehen und über das des Prinzipals.
Der Prinzipal ist daran interessiert durch vertragliche Vereinbarungen den Agenten soweit zu beeinflussen, dass auch die Interessen des Prinzipals durchgesetzt werden können. Der Agent wiederum kann kaum daran gehindert werden, Entscheidungen zu treffen die zu seinem Vorteil sind. Grund dafür sind folgende zwei Probleme:
Der Prinzipal kann zwar die Handlungen des Agenten beobachten, er hat aber nicht denselben Zugang zu relevanten Informationen, wie der Agent. Der Prinzipal kann allerdings generell die Nutzung der Informationen verhindern. Dies kann aber auch zum Nachteil des Prinzipals werden, wenn die Informationen nicht nur den Nutzen des Agenten vergrößern, sondern auch die des Prinzipals. Somit würde eine Einengung des Handlungsspielraums des Agenten zur Folge haben, dass für beide Wohlfahrtseffekte nicht genutzt werden können.
Das zweite Problem des Prinzipals ergibt sich aus der Tatsache, dass er nicht alle Handlungen des Agenten beobachten kann. Der Agent kann unter mehreren Alternativen, die wählen, die für ihn den größten Nutzen bringt.
Aus diesen beiden Problemen heraus ergibt sich eine asymmetrische Informationsverteilung. Der Agent wird aus dieser Situation versuchen den größten Nutzen zu ziehen, auch wenn dies zu einem hohen Schaden auf Seiten des Prinzipals führen wird. Daraus ergeben sich als Folge Wohlfahrtsverluste.
1. Nach der Krise ist vor der Regulierung: Einleitung in die Thematik von Basel III als Antwort auf die globale Finanzmarktkrise und Darstellung des Aufbaus der Untersuchung.
2. Das Bankensystem in Deutschland: Detaillierte Übersicht über den institutionellen Rahmen, das Universalbankensystem sowie die Strukturen der deutschen und internationalen Bankenaufsicht.
3. Auswirkungen regulatorischer Eingriffe auf deutsche Kreditbanken: Analyse der theoretischen Grundlagen der Regulierung sowie der konkreten Auswirkungen der Basel III-Vorgaben auf Eigenkapital, Liquidität und das Schattenbankensystem.
4. Der Weg nach Basel IV: Abschließende kritische Betrachtung der Herausforderungen bei der einheitlichen Umsetzung von Basel III und Ausblick auf zukünftige regulatorische Entwicklungen.
Basel III, Bankenregulierung, Kreditbanken, Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsanforderungen, Prinzipal-Agent-Theorie, Finanzmarktkrise, Schattenbankensystem, Bankenaufsicht, Leverage Ratio, Stabilität, Risikomanagement, Deutschland, Bankgeschäfte, Eigenkapitalquote.
Die Arbeit analysiert, warum Banken reguliert werden müssen und welche spezifischen Auswirkungen das Basel III-Regelwerk auf deutsche Kreditbanken und deren Stabilität hat.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Bankensystem in Deutschland, der ökonomischen Theorie der Regulierung, den neuen Kapital- und Liquiditätsanforderungen durch Basel III sowie der Problematik des Schattenbankensystems.
Die zentrale Frage ist, ob Basel III dazu beitragen kann, die Finanzwelt stabiler zu gestalten, und wie deutsche Kreditbanken mit den neuen Anforderungen umgehen können.
Der Autor nutzt die Prinzipal-Agent-Theorie als theoretisches Fundament, um die Notwendigkeit und Form von regulatorischen Eingriffen zu begründen und zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Bankensystems, eine theoretische Begründung staatlicher Regulierung und eine detaillierte Analyse der neuen Basel III-Vorgaben.
Basel III, Bankenregulierung, Kreditbanken, Eigenkapital, Liquidität, Prinzipal-Agent-Theorie und Stabilität des Finanzsystems.
Die neue Definition von Eigenkapital durch Basel III führt dazu, dass stille Einlagen in Deutschland künftig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt als hartes Kernkapital anerkannt werden, was eine beliebte Finanzierungsform unter Druck setzt.
Das Schattenbankensystem entzieht sich weitgehend der Bankenaufsicht, was dazu führt, dass Risiken dorthin verschoben werden können, ohne dass dies durch Basel III sanktioniert wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

