Wissenschaftliche Studie, 2011
53 Seiten
1. HINTERGRUND
2. FRAGESTELLUNG
3. METHODEN
3.1 RECHERCHE
3.2 PRIMÄRE SELEKTIONSKRITERIEN
3.3 GRUPPIERUNG DER BEHANDLUNGSMETHODEN
3.4 BEURTEILUNGSKRITERIEN
3.4.1 GRUNDSÄTZE
3.5 SEKUNDÄRE SELEKTIONSKRITERIEN
3.6 ZUSAMMENFASSUNGEN, SUBGRUPPENBILDUNGEN
3.7 ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN
4. ERGEBNISSE
4.1 STUDIEN UND BEHANDLUNGSVERGLEICHE
4.2 ERGEBNISSE DER „BESTEN“ VERGLEICHE
4.3 ZUR „NÜTZLICHKEIT“ IM VERGLEICH
5. DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
6. ZUSAMMENFASSUNG
7. ABSTRACT
Ziel der Arbeit ist es, die Wirksamkeit verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsmethoden bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) durch ein entscheidungsorientiertes Modell der besten Vergleiche objektiv zu bewerten und auf Basis randomisierter Studien Empfehlungen für die therapeutische Praxis abzuleiten.
1. HINTERGRUND
Zur Wirksamkeit der psychotherapeutischen Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) besteht eine zunehmende Zahl von zusammenfassenden Analysen – so genannte systematische Reviews und Meta-Analysen, die häufig auch Grundlage für die Empfehlungen von Expertengremien sind. Einheitlich wird durch die vorhandenen Analysen eine gute oder zumindest ausreichende empirische Evidenz für die Wirksamkeit der verhaltenstherapeutischen Exposition belegt. Hinsichtlich des „EMDR“ („Eye Movement Desensitization and Reprocessing“) scheinen die Ergebnisse weniger eindeutig: Während es nach einer Reihe von Arbeiten (z. B. NICE, 2005; Bisson et al., 2007; Ponniah & Hollon, 2009) als ebenso günstig wie die verhaltenstherapeutische Exposition zu beurteilen wäre, wäre nach einer Analyse des IOM (2008) eine ausreichende Evidenz ausschließlich für die Wirksamkeit der verhaltenstherapeutischen Exposition gegeben. Ob nun aber die verhaltenstherapeutische Exposition dem EMDR vorzuziehen wäre oder nicht, kann aus diesen Studien nicht abgeleitet werden. In ihnen wurde nämlich - wie bei den meisten zusammenfassenden Analysen - die Evidenz für jede Behandlungsmethode unabhängig von der Evidenz der alternativen Methoden erschlossen, und zwar jeweils aus der Gesamtheit der zu jeder Behandlung vorliegenden und als verwertbar erachteten Ergebnisse - also aus Studien, die zumindest teilweise mit anderen Patienten und unter anderen Rahmenbedingungen durchgeführt wurden als die Studien zu den Alternativbehandlungen. Vergleiche zwischen den Behandlungen wären daher durch Merkmale von Studien und Patienten konfundiert.
1. HINTERGRUND: Einführung in die aktuelle Studienlage zur Wirksamkeit von PTSD-Behandlungen und Darstellung der methodischen Herausforderungen bei bisherigen Meta-Analysen.
2. FRAGESTELLUNG: Definition der zentralen Forschungsfrage nach der Befürwortung oder Ablehnung spezifischer Behandlungsmethoden basierend auf randomisierten Direktvergleichen.
3. METHODEN: Detaillierte Beschreibung des Rechercheprozesses, der Selektions- und Beurteilungskriterien sowie der statistischen Modellierung zur methodischen Absicherung der Analyse.
4. ERGEBNISSE: Präsentation der Ergebnisse der untersuchten Behandlungsvergleiche für Einzel- und Gruppenverfahren, strukturiert nach methodischer Validität.
5. DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der methodischen Besonderheiten des gewählten Modells und Ableitung praktischer Empfehlungen.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Darstellung der gesamten Arbeit, von der Problemstellung bis zu den praktischen Schlussfolgerungen für die therapeutische Standardversorgung.
7. ABSTRACT: Englische Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte, Methoden und Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung.
Posttraumatische Belastungsstörung, Psychotherapie, Exposition, Kognitive Therapie, Imagery Rescripting, Hypnose, EMDR, Imagery Rehearsal, Selbstmanagement, interpersonale Behandlung, Review, Meta-Analyse, entscheidungsorientiertes Modell der besten Vergleiche
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit verschiedener psychotherapeutischer Verfahren bei der Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) mittels eines speziellen, entscheidungsorientierten Vergleichsmodells.
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem direkten Vergleich aktiver Behandlungsformen, der methodischen Validierung von Studien und der Unterscheidung zwischen Einzel- und Gruppentherapie bei PTSD.
Das Ziel ist es, evidenzbasierte Empfehlungen darüber abzugeben, welche psychotherapeutischen Methoden für die Behandlung von PTSD befürwortet oder aufgrund der Datenlage eher vermieden werden sollten.
Es wird eine meta-analytische Auswertung auf Grundlage strenger Qualitäts- und Selektionskriterien angewandt, die sich auf randomisierte direkte Vergleiche zwischen aktiven Behandlungsmethoden stützt.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte methodische Herleitung der Selektionskriterien (z.B. Gold-Standard von Foa & Meadows) sowie die systematische Auswertung der Studienergebnisse für Einzel- und Gruppenbehandlungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Exposition, Kognitive Therapie, EMDR, Imagery Rescripting, Completer-Rate und das entscheidungsorientierte Modell der besten Vergleiche.
Es ist ein systematischer Ansatz, der bei der Wirksamkeitsprüfung ausschließlich randomisierte Studien berücksichtigt, in denen die Behandlungsmethoden direkt miteinander verglichen wurden, um konfundierende Variablen zu minimieren.
Die Completer-Rate dient als Indikator für die subjektive Kosten-Nutzen-Rechnung der Patienten; hohe Abbruchraten werden dabei als signifikanter Behandlungsmisserfolg gewertet.
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