Bachelorarbeit, 2010
37 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Jugendalter
2.1. Lebensphase Jugend
2.2. Merkmale der Jugend
2.3. Identitätsentwicklung im Jugendalter
2.4. Jugendszenen
3. Skateboarding
3.1. Wirksamkeit von Sport auf das Individuum
3.2. Soziale und individuelle Funktion des Sports
3.3. Skateboarding als Jugendszene
4. Identitätsentwicklung innerhalb der Szene Skateboarding
4.1. Auswertung von Interviews münsteraner Skateboarder
4.2. Skateboarding im Schulsport
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsentwicklung Jugendlicher im Kontext der Skateboardszene und analysiert, inwiefern dieser Erlebnissport zur Unterstützung bei individuellen Sozialisationsprozessen beitragen kann. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Skateboarding als Jugendszene und Peergroup wirkt und welche Rolle es als Alternative zum organisierten Sport sowie als Medium in der Sozialen Arbeit einnehmen kann.
3. Skateboarding
Das Besondere am Sport Skateboarding ist, dass viele Skateboarder ihn nicht als Sport ansehen, da es für sie ein Lebensgefühl ist. Vergleicht man Skateboarding nun mit traditionellen Sportarten fällt sofort auf, dass es sich hier um etwas handelt, das außergewöhnlich ist. Es gibt weder ein festes Regelwerk, noch sind die Teilnehmer an bestimmte Räumlichkeiten oder Zeiten gebunden. Skateboarding kann jeder Mensch betreiben, der ein Skateboard besitzt oder es sich ausleiht. Niemand wird ausgegrenzt oder diskriminiert, denn wer skaten will, der kann dies tun und ist bei dieser Entscheidung frei von allen Zwängen. Trotzdem ist die Kommerzialisierung des Sports auch nicht am Skateboarding vorübergegangen. So gibt es besonders bei Skateboardern zwar keine Stilordnung, jeder kann das tragen, was ihm gefällt, aber es lässt sich doch eine starke Markenorientierung feststellen. Die traditionellen Marken, von denen die Vorbilder der Jugendlichen gesponsert werden, sind besonders beliebt und durch ihren Kultstatus sind die Kinder und Jugendlichen bereit, horrende Summen dafür zu bezahlen. Auffällig ist, dass der Stil der Skateboarder häufig von anderen Jugendlichen imitiert wird, da der Sport allgemein unter den Gleichaltrigen ein hohes Ansehen hat. So versucht die breite Masse, sich das Image eines Skateboarders zu erkaufen und es sich nicht durch die Ausübung des Sports selbst zu „verdienen“. Die im Skateboarding vereinigten Stile sind eher multikulturell und reichen von Punks, über Hip-Hopper bis hin zu Elektro-Skatern. Aus dem früher kleinen Kreis der Skateboarder ist eine Massenbewegung geworden, die sich intern individualisiert. Durch ein hohes Maß an Akzeptanz und Toleranz in der Skateboardszene eignet sich diese Sportart besonders zur Integration.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Skateboards vom "gefährlichen Rollbrett" zu einem Medium der Identitätsentwicklung und humanitären Hilfe sowie die Einbettung des Themas in die heutige "Erlebnisgesellschaft".
2. Jugendalter: Dieses Kapitel definiert Jugend als soziokulturelle Lebensphase und Moratorium, in dem Identitätsbildung durch Rollenexperimente und die Abgrenzung von Erwachsenen sowie die Einbindung in Peergroups stattfindet.
3. Skateboarding: Hier wird Skateboarding als außergewöhnlicher Sport ohne festes Regelwerk vorgestellt, der als Erlebnisszene fungiert und eine hohe Bedeutung für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung sowie soziale Integration hat.
4. Identitätsentwicklung innerhalb der Szene Skateboarding: Dieses Kapitel verbindet pädagogische Theorien mit der Praxis der Skateboardszene, analysiert die Bedürfnisse von Skateboardern durch Experteninterviews und diskutiert die Einbindung des Sports in den Schulsport.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Skateboarding als identitätsstiftender Erlebnissport eine wichtige Rolle im Leben Jugendlicher spielt, wobei die Authentizität des Sports bei einer pädagogischen Vermittlung von zentraler Bedeutung bleibt.
Skateboarding, Identitätsentwicklung, Jugendalter, Soziale Arbeit, Peergroup, Jugendszene, Erlebnissport, Sozialisation, Identitätskrise, Lebensstil, Schulsport, Integration, Selbstinszenierung, Jugendkultur, Authentizität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identitätsentwicklung von Jugendlichen innerhalb der Skateboardszene und analysiert das Potenzial dieses Sports als identitätsstiftendes Medium.
Zentrale Themen sind die Lebensphase Jugend, die Bedeutung von Peergroups, die soziologischen Aspekte von Jugendszenen sowie die spezifische Kultur des Skateboardens.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Skateboarding Jugendliche bei der Suche nach ihrer Identität unterstützen kann und ob der Sport ein geeignetes Mittel für pädagogische Kontexte darstellt.
Es wurde eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse erstellt, ergänzt durch eine Auswertung von Interviews mit Experten aus der münsteraner Skateboard-Szene.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Jugendalters und der Identitätsbildung sowie eine detaillierte Analyse des Skateboardings als Szene und Erlebnissport.
Zu den prägenden Begriffen zählen Identitätsentwicklung, Peergroup, Erlebnissport, Sozialisation und der jugendkulturelle Lebensstil.
Dies bezieht sich darauf, dass das stundenlange Training auf einem wackligen Brett und die bewusste Inkaufnahme von Verletzungen für viele Erwachsene untypisch ist und der Sport somit der Abgrenzung von der Erwachsenenwelt dient.
Sponsoren unterstützen einerseits professionelle Fahrer, führen aber gleichzeitig zu einer Kommerzialisierung, durch die das Image des Skateboardens als Konsumprodukt vermarktet wird.
Der Autor sieht Chancen durch den hohen Status des Sports bei Jugendlichen, warnt aber davor, dass die Komponente des "Erlebnissports" durch formelle Strukturen wie Notengebung verloren gehen könnte.
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