Wissenschaftliche Studie, 2011
83 Seiten
Vorwort
Einleitung
1 Grundlagen der Konzeptevaluation
1.1 Entwicklung und Begründung des Untersuchungsinstrumentes
2 Konzeptauswahl und Begründung
3 Validation nach Feil
3.1 Ursprung und theoretischer Hintergrund
3.2 Zentrale Aussagen
3.2.1 Zusammenfassung der zentralen Aussagen
3.3 Menschenbild und das Verständnis von Gesundheit und Krankheit
3.3.1 Quellenkritik
3.3.2 Inhaltliche Kritik
3.4 Philosophische Ausrichtung und ethische Positionen
3.5 Anforderungsprofil
3.6 Zusammenfassung
4 Das psychobiographische Pflegemodell nach Böhm
4.1 Ursprung und theoretischer Hintergrund
4.2 Zentrale Aussagen
4.2.1 Zusammenfassung der zentralen Aussagen
4.2.2 Kritik
4.3 Menschenbild und das Verständnis von Gesundheit und Krankheit
4.4 Philosophische Ausrichtung und ethische Positionen
4.5 Anforderungsprofil
4.6 Zusammenfassung
5 Diskussion und Vergleich
5.1 Theoretische Haltbarkeit
5.2 Praktische Brauchbarkeit
6 Zusammenfassung
Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, etablierte Konzepte zur Begleitung von Menschen mit Demenz wissenschaftlich zu evaluieren, ihre theoretischen Grundlagen kritisch zu hinterfragen und ihre ethische sowie praktische Eignung für die pflegerische Praxis zu überprüfen.
Ursprung und theoretischer Hintergrund
Naomie Feil (vgl. Feil, 1993; socialnet, 2008; EVA, 2008), wurde 1932 in München geboren, musste als Jüdin, 1936 mit ihren Eltern nach Amerika fliehen. Sie wuchs im Montefiore – Altenheim in Cleveland, Ohio, in dem ihre Eltern in der Arbeit mit verwirrten alten Menschen tätig waren, auf. Ihr Studium der Sozialarbeit an der New York School of Social Work schloss sie 1956 mit einem Masters Degree ab.
Bis 1963 war sie als Abteilungsleitung für Gruppenarbeit im Bird S. Coler – Spital auf Welfare Island und im Hodson Community Center tätig. Danach kehrte sie in das Montefiore – Altenheim zurück und war dort als Gruppenleiterin und an der Case Western Reserve University, in Cleveland, Ohio, als Assistenzprofessorin tätig. Von 1963 – 1980 entwickelte sie, auch aus Unzufriedenheit mit dem vorherrschenden Realitätsorientierungstraining (ROT), die Methode der Validation, die sie 1982 veröffentlichte.
Grundlagen der Konzeptevaluation: Einführung in die methodischen Kriterien, die zur Bewertung der Pflegemodelle in dieser Arbeit herangezogen werden.
Konzeptauswahl und Begründung: Begründung der Auswahl der Ansätze von Naomi Feil und Erwin Böhm basierend auf deren Verbreitung in Deutschland.
Validation nach Feil: Umfassende Untersuchung der Ursprünge, zentralen Aussagen, theoretischen Fundierung und praktischen Anwendungsweise von Validation.
Das psychobiographische Pflegemodell nach Böhm: Detaillierte Analyse der theoretischen Herleitung, des Menschenbildes und der ethischen Grundlagen des Modells nach Böhm.
Diskussion und Vergleich: Synthese der Erkenntnisse durch Gegenüberstellung der beiden untersuchten Ansätze hinsichtlich ihrer theoretischen Haltbarkeit und Praxisrelevanz.
Zusammenfassung: Reflektierte Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der wissenschaftlichen und ethischen Qualität der untersuchten Konzepte.
Demenz, Pflegetheorien, Validation, Naomi Feil, Psychobiographisches Pflegemodell, Erwin Böhm, Konzeptevaluation, Ethik, Menschenbild, Altenpflege, Gerontopsychiatrie, Lebensqualität, Interaktion, Betreuung, Praxisrelevanz.
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich-kritisch etablierte pflegetheoretische Konzepte zur Begleitung von Menschen mit Demenz, insbesondere die Ansätze von Naomi Feil und Erwin Böhm.
Die Themen umfassen die theoretische Herleitung, das zugrunde liegende Menschenbild, die ethische Ausrichtung sowie die praktische Anwendbarkeit dieser Pflegemodelle im Alltag.
Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob diese Konzepte den ethischen und fachlichen Anforderungen in der Praxis tatsächlich gerecht werden und wie ihre wissenschaftliche Haltbarkeit einzustufen ist.
Es erfolgt eine strukturierte Konzeptevaluation, die auf Kriterien der Pflegewissenschaft basiert, ergänzt durch Quellenkritik und inhaltliche Analysen der Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und anschließende kritische Auseinandersetzung mit der "Validation nach Feil" und dem "Psychobiographischen Pflegemodell nach Böhm".
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Demenz, Pflegetheorien, Validation, Psychobiographisches Pflegemodell, Ethik, Konzeptevaluation und Praxisrelevanz.
Beide Konzepte werden als wissenschaftlich fragwürdig eingestuft, da sie theoretische Annahmen aus unterschiedlichen Disziplinen oft selektiv und ohne hinreichenden theoretischen Zusammenhang übernehmen.
Der Autor mahnt, die Konzepte nicht unreflektiert als "Wahrheit" zu übernehmen, und betont die Notwendigkeit, das pflegerische Handeln kritisch zu hinterfragen statt sich auf ein dogmatisches Glaubensbekenntnis zu verlassen.
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