Masterarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Grundlagen zu ABS-Transaktionen
2.1 Begriffliche Bestimmungen
2.2 Gestaltungsvarianten von ABS-Transaktionen
2.2.1 Klassifizierung nach der Art des Risikotransfers
2.2.1.1 True-Sale-Verbriefung
2.2.1.2 Synthetische Verbriefung
2.2.2 Klassifizierung nach der Art der Assets
2.3 Einsatz der SPE im Rahmen von ABS – Transaktionen
2.3.1 Besonderheiten und Ziele der Gründung von SPE
2.3.2 Strukturen der Zweckgesellschaften: Single- vs. Multi-Seller
2.4 Verbriefungsmotive
2.4.1 Eigenkapitalentlastung
2.4.2 Liquiditätszugang
2.4.3 Optimierung der Bilanzstruktur
2.4.4 Risikodiversifikation
2.4.5 Weitere Motive
2.5 Verbriefungsrisiken und deren Absicherung durch Credit Enhancement
2.5.1 Interne Credit Enhancements
2.5.2 Externe Credit Enhancements
2.6 Bewertung des Forderungspools durch Kreditrating
3 Bilanzielle Behandlung von ABS – Transaktionen beim Originator nach IAS 39
3.1 Pflicht zur Konsolidierung
3.1.1 Ausgestaltung des Control-Konzepts nach IAS 27
3.1.2 Konkretisierung des Control-Konzepts nach SIC-12
3.1.2.1 Wirtschaftliche Ansicht und Hinweise für das Vorliegen von SPEs
3.1.2.2 Ergänzende Tatbestände für die Konsolidierung von SPEs
3.1.2.2.1 Geschäftstätigkeit
3.1.2.2.2 Entscheidungsmacht
3.1.2.2.3 Mehrheit des Nutzens
3.1.2.2.4 Mehrheit der Risiken
3.1.2.3 Kritische Würdigung von SIC-12
3.1.3 Risks and Rewards Approach
3.1.4 Konzeptionelle Probleme bei der Abgrenzung des Konsolidierungskreises
3.1.4.1 Auswahl der richtigen Abgrenzungskonzeption
3.1.4.2 Multi-Seller-Transaktionen und Silo-Accounting
3.2 Vollständiger oder teilweiser Abgang der Vermögenswerte beim Originator
3.3 Auslaufen, Erlöschen oder Übertragen der Vermögenswerte
3.4 Konkretisierung der Übertragung
3.4.1 Übertragung der Rechte
3.4.2 Pass-Through Arrangement
3.5 Risks and Rewards Approach bei der Forderungsübertragung
3.5.1 Konzeption
3.5.2 Anwendungsbeispiele
3.5.3 Probleme bei der Beurteilung und der Aggregation verschiedener Risiken
3.6 Control Approach
3.6.1 Konzeption und Anwendung
3.6.2 Konzeptionelle Würdigung
3.7 Continuing Involvement
3.7.1 Konzeption und Anwendung
3.7.2 Konzeptionelle Würdigung
3.8 Bilanzielle Abbildung der Ausbuchung
3.9 Die vom IASB geplanten Änderungen
3.9.1 Consolidation Projekt
3.9.2 Ausbuchung von Finanzinstrumenten
3.9.2 Finanzinstrumente – Umfassendes Projekt
4 Aktuelle Entwicklungen: Subprime-Krise in den USA 2007/2008
4.1 Krisenentstehung
4.2 Auswirkungen auf die internationalen Finanzmärkte
4.3 Praxisbeispiel: die Krise der IKB Deutsche Industriebank AG
4.3.1 Portfolioinvestitionen und Finanzierung der Zweckgesellschaften
4.3.2 Analyse der Hinweise für die Konsolidierung der SPEs
4.3.3 Bilanzielle Folgen der Konsolidierung der SPEs bei IKB
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von ABS-Transaktionen nach IFRS, insbesondere unter Berücksichtigung der Konsolidierung von Zweckgesellschaften (SPEs). Das primäre Ziel ist die Analyse der bestehenden Bilanzierungsregelungen (IAS 39, IAS 27, SIC-12) und die Identifizierung potenzieller Änderungsalternativen, um eine konsistente Abbildung von Risiken und Chancen zu gewährleisten.
2.2.1.1 True-Sale-Verbriefung
Der Verbriefungsprozess verläuft i. d. R. in drei Schritten. Im ersten Schritt soll ein diversifizierter Pool relativ gleichartiger, homogener Forderungen geschaffen werden. Im zweiten Schritt gehen die Forderungen im Rahmen einer echten Verbriefung auf eine SPE rechtswirksam über. Dabei findet hier auch der Risikotransfer auf den Erwerber statt. Nachdem die Forderungen aus der Bilanz ausgebucht werden, verliert der Originator bzw. der Forderungsverkäufer das wirtschaftliche und rechtliche Eigentum an den übertragenen Vermögenswerten. Zugleich erhält der Forderungskäufer das Recht einer wirtschaftlichen und rechtlichen Einflussnahme auf diese Vermögenswerte. Zur Finanzierung des Kaufpreises emittiert die SPE im dritten Schritt die ABS mit unterschiedlicher Seniorität, die privat oder öffentlich meist über ein Bankenkonsortium am Kapitalmarkt platziert werden, und führt die erzielten Emissionserlöse an den Originator ab. Mit der Wertpapierausgabe ist die SPE zur Zahlung von Zins- und Tilgungsleistungen, die direkt oder indirekt von den durch die Forderungen generierten Cashflows abhängen, an den Investor verpflichtet.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der bilanziellen Auslagerung von Vermögenswerten via SPE und setzt das Ziel der Arbeit, die Konsolidierung und Ausbuchung detailliert zu untersuchen.
2 Grundlagen zu ABS-Transaktionen: Erläutert die Gestaltungsvarianten (True-Sale, synthetisch), die Rolle von SPEs und Motive wie Eigenkapitalentlastung und Risikodiversifikation.
3 Bilanzielle Behandlung von ABS – Transaktionen beim Originator nach IAS 39: Detaillierte Analyse der Prüfung auf Konsolidierungspflicht und Ausbuchungsvoraussetzungen unter Anwendung von IAS 27, SIC-12 und IAS 39.
4 Aktuelle Entwicklungen: Subprime-Krise in den USA 2007/2008: Untersucht die Auswirkungen der Finanzkrise und analysiert das Fallbeispiel der IKB Deutsche Industriebank AG hinsichtlich bilanzieller Folgen.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zu den Problembereichen der Ausbuchung und der Konsolidierung zusammen.
ABS-Transaktionen, IFRS, IAS 39, Zweckgesellschaften, SPE, Konsolidierung, Ausbuchung, True-Sale, synthetische Verbriefung, Risikotransfers, Credit Enhancement, IKB, Subprime-Krise, Risikodiversifikation, Bilanzstruktur
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen nach IFRS, mit einem besonderen Fokus auf die Abgrenzung des Konsolidierungskreises von Zweckgesellschaften (SPEs) und die Ausbuchung von Forderungen beim Originator.
Zentral sind die Funktionsweise von ABS-Strukturen, die regulatorischen Anforderungen des IAS 39 und IAS 27 sowie die praktischen Herausforderungen bei der Identifikation und Konsolidierung von Zweckgesellschaften.
Das Hauptziel ist die Prüfung der Geeignetheit aktueller Bilanzierungsregelungen für ABS-Transaktionen und das Aufzeigen von Schwachstellen sowie möglichen Änderungsalternativen für eine nachhaltig wirksame Regelung.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse relevanter IFRS-Vorschriften (IAS 27, IAS 39, SIC-12) sowie einer kritischen Untersuchung und Würdigung der Anwendung dieser Regeln anhand des Praxisbeispiels der IKB Deutsche Industriebank AG.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der ABS-Transaktionen und SPEs dargelegt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der bilanziellen Prüfungsschritte zur Ausbuchung von Forderungen und der Konsolidierungspflicht von SPEs.
Die zentralen Schlagworte sind ABS-Transaktionen, IFRS, Zweckgesellschaften (SPE), Konsolidierung, Ausbuchung, Risikodiversifikation und das Risikomanagement im Kontext der IKB-Krise.
Die Subprime-Krise dient als Kontext für die Diskussion über die Off-Balance-Sheet-Finanzierung und verdeutlicht die Notwendigkeit einer sachgerechten Konsolidierung von Zweckgesellschaften, um Risiken für den Konzern transparent zu machen.
Die IKB dient als zentrales Fallbeispiel, da sie aufgrund der Finanzkrise zu einer rückwirkenden Konsolidierung ihrer Conduits (SPEs) gezwungen war, was die Probleme bei der Risikobeurteilung in der Praxis verdeutlicht.
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