Masterarbeit, 2011
38 Seiten, Note: 13
A. Einleitung
B. Der Grundsatz von Aufklärung und Einwilligung
C. Rechtsprechung zur Einwilligung
D. Feststellung der Einwilligungsfähigkeit aufgrund des Alters des Minderjährigen
I. Gesetzesgrundlagen
II. Rechtsprechung
1. Feste Altersgrenzen
2. Einzelfall abhängige Prüfung der Einwilligungsfähigkeit
3. Stellungnahme
E. Kriterien für die einzelfallabhängige Prüfung der Einwilligungsfähigkeit
I. Vernunft der Entscheidung
II. Stellungnahme
III. Dringlichkeit des Eingriff
IV. Stellungnahme
V. Schwere des Eingriffs
1. Schwere des Eingriffs in Bezug auf die befürchteten Folgen des Eingriffs
2. Stellungnahme
3. Schwere des Eingriffs in Bezug auf komplexe Behandlung
F. Entscheidungskompetenz für den Heileingriff
I. Betroffene Rechtspositionen
1. Das elterliche Sorgerecht
2. Das Selbstbestimmungsrecht des Minderjährigen
II. Varianten der Zuständigkeit bzgl. der Einwilligung
1. Alleinzuständigkeit der Eltern
2. Stellungnahme
3. Alleinzuständigkeit des Minderjährigen
4. Stellungnahme
5. Informationsrecht Eltern
6. Stellungnahme
7. Der Behandlungsvertrag
8. Stellungnahme
9. Doppelzuständigkeit
10. Stellungnahme
11. Besondere Abwägung zwischen Personensorge und Selbstbestimmungsrecht
12. Problematik der ärztlichen Schweigepflicht
G. Schwangerschaftsabbruch bei Minderjährigen
I. Alleinzuständigkeit der minderjährigen Mutter
II. Doppelzuständigkeit zwischen minderjähriger Mutter und Sorgeberechtigten
Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen Anforderungen an die Aufklärung und Einwilligung minderjähriger Patienten bei ärztlichen Heileingriffen und analysiert das Spannungsfeld zwischen dem Selbstbestimmungsrecht des Minderjährigen und dem elterlichen Sorgerecht.
A. Einleitung
Das moderne Leitbild der Arzt/Patienten-Beziehung folgt einem partnerschaftlichen-kommunikativen Modell, in dem sich Arzt und Patient als gleichberechtigte Partner über die Krankheit und ihre Behandlung verständigen. Auf der rechtlichen Ebene wird diese Anforderung durch das Erfordernis der Einwilligung und die Verpflichtung des Arztes zur vollständigen Aufklärung gewährleistet. Die Aufklärung des Patienten und die daraufhin erteilte Einwilligung können als die tragenden Säulen im Verhältnis zwischen Arzt und Patienten angesehen werden. Die unterschiedliche Rollenverteilung zwischen Arzt und medizinischem Laien erschweren jedoch die geforderte Kommunikation. Der Arzt muss dem Hilfesuchenden komplexe medizinische Sachverhalte verständlich vermitteln. Die Anforderungen an den Arzt steigen, wenn dieser mit einem minderjährigen Patienten konfrontiert wird. Die Herausforderung besteht darin, die an sich schon schwierige Kommunikation zwischen Arzt und Patient dem Niveau eines Minderjährigen anzupassen. Darüber hinaus wird das Arzt/Patienten-Verhältnis um die Partei der Sorgeberechtigten erweitert. Konflikte in diesem Dreiecksverhältnis sind angesichts der herausragenden Rechtsgüter (Leben und Gesundheit) des betroffenen Minderjährigen vorbestimmt. Die Urteils- und Einsichtsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ist altersbedingt nur eingeschränkt und die Personensorgeberechtigten tragen für sie die Verantwortung. Diese Fremdbestimmung kann unter Umständen den Minderjährigen jahrelange Folgen haben. Wie sich der Arzt bei Streitfragen zwischen Minderjährigen und Sorgeberechtigten über die Bewertung einer Krankheit und die Therapie verhalten soll und welche Entscheidungsbefugnisse der Minderjährige hat ist nicht abschließend geklärt.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Arzt-Patienten-Verhältnis im Kontext der Aufklärungspflicht und führt die Problematik der Kommunikation sowie der Entscheidungskompetenzen bei minderjährigen Patienten ein.
B. Der Grundsatz von Aufklärung und Einwilligung: In diesem Kapitel werden die verfassungs- und zivilrechtlichen Grundlagen dargelegt, warum eine medizinische Behandlung ohne wirksame Aufklärung und Einwilligung grundsätzlich eine rechtswidrige Körperverletzung darstellt.
C. Rechtsprechung zur Einwilligung: Dieser Abschnitt analysiert die historische und aktuelle Entwicklung der Rechtsprechung, insbesondere des BGH, hinsichtlich der Bedeutung der geistigen Reife eines Minderjährigen gegenüber festen Altersgrenzen.
D. Feststellung der Einwilligungsfähigkeit aufgrund des Alters des Minderjährigen: Hier werden die gesetzlichen Regelungen und die verschiedenen Ansätze in der Literatur zur Bestimmung der Einwilligungsfähigkeit erörtert, mit Fokus auf die Frage, ob starre Altersgrenzen oder einzelfallbezogene Prüfungen vorzuziehen sind.
E. Kriterien für die einzelfallabhängige Prüfung der Einwilligungsfähigkeit: Das Kapitel detailliert die Faktoren, die zur Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit herangezogen werden, wie etwa die Vernunft der Entscheidung, die Dringlichkeit und die Schwere des Eingriffs.
F. Entscheidungskompetenz für den Heileingriff: Dies ist der Kernteil der Arbeit, der die konkurrierenden Rechtspositionen des Sorgerechts der Eltern und des Selbstbestimmungsrechts der Minderjährigen sowie verschiedene Lösungsansätze für Entscheidungskonflikte diskutiert.
G. Schwangerschaftsabbruch bei Minderjährigen: Abschließend werden die spezifischen rechtlichen Herausforderungen bei Schwangerschaftsabbrüchen minderjähriger Mütter beleuchtet, insbesondere im Kontext der Doppelzuständigkeit.
Minderjährige, ärztlicher Heileingriff, Einwilligung, Aufklärung, Selbstbestimmungsrecht, elterliches Sorgerecht, Einsichtsfähigkeit, Urteilsfähigkeit, Patient, Arzt, Rechtsverhältnis, Fremdbestimmung, Schwangerschaftsabbruch, Minderjährigenschutz, Medizinrecht
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für die medizinische Behandlung von Minderjährigen, speziell die Voraussetzungen für eine rechtswirksame Einwilligung und Aufklärung.
Die zentralen Felder sind das Spannungsfeld zwischen elterlicher Sorge und jugendlichem Selbstbestimmungsrecht, die Kriterien für die Einwilligungsfähigkeit und die Rolle des Arztes bei Entscheidungskonflikten.
Die Arbeit untersucht, nach welchen Kriterien die Einwilligungsfähigkeit eines Minderjährigen beurteilt werden kann und wie bei Dissens zwischen Minderjährigem und Sorgeberechtigten über die medizinische Behandlung zu entscheiden ist.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die geltendes Recht (BGB, GG), höchstrichterliche Rechtsprechung (insb. BGH) und die fachspezifische Literatur analysiert.
Im Hauptteil werden Kriterien wie die geistige Reife des Minderjährigen, die Schwere des Eingriffs und verschiedene dogmatische Lösungsansätze zur Kompetenzverteilung zwischen Eltern und Kind detailliert erörtert.
Einwilligung, Minderjährige, Selbstbestimmungsrecht, ärztlicher Heileingriff, elterliches Sorgerecht und Einsichtsfähigkeit sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit steht starren Altersgrenzen kritisch gegenüber, da sie der individuellen geistigen und sittlichen Reife des Jugendlichen nicht gerecht werden und plädiert stattdessen für eine einzelfallabhängige Prüfung.
Die Arbeit diskutiert hierbei die Problematik der Doppelzuständigkeit und kommt zu dem Ergebnis, dass der Arzt bei minderjährigen Schwangeren in der Regel die Einbindung der Sorgeberechtigten anstreben muss.
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